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Do, 10:46 Uhr
08.01.2015

Inflationsrate in Thüringen sinkt weiter

Die Teuerungsrate von Waren und Dienstleistungen lag im Dezember bei gerade einmal 0,1 Prozent. Das ist so wenig wie seit fünf Jahren nicht mehr. Vor allem die Entwicklungen an den Zapfsäulen und beim Heizöl drücken das Niveau. Aber nicht alles wurde billiger, wie das Landesamt für Statistik heute mitteilt...

Der Verbraucherpreisindex stieg im Dezember 2014 nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik im Jahresvergleich um 0,1 Prozent. Gegenüber dem Vormonat November erhöhten sich die Preise im Durchschnitt um 0,1 Prozent. Sie erreichten einen Indexstand von 106,3 Prozent (Basis 2010=100).

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Die Jahresteuerungsrate sank im Dezember auf 0,1 Prozent, im November betrug sie 0,4 Prozent. Es ist die niedrigste Inflationsrate seit fünf Jahren, im November 2009 betrug sie zuletzt 0,1 Prozent. Diese Entwicklung wurde maßgeblich durch die beachtlichen Preisrückgänge der Mineralölprodukte binnen Jahresfrist von 14,1 Prozent beeinflusst. Die Preise von Heizöl gaben um 21,9 Prozent, die Preise der Kraftstoffe um 11,6 Prozent nach. Damit erreichten diese Preise das Niveau des 1. Halbjahres 2010. Ohne die Preisentwicklungen von Heizöl und Kraftstoffen würde die Inflationsrate 0,9 Prozent betragen.
Preissteigerungen im Jahresvergleich wurden in den Bereichen Bildung (3,6 Prozent), für alkoholische Getränke und Tabakwaren (3,0 Prozent) sowie im Bereich Gesundheit (2,6 Prozent) beobachtet.

Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Verbraucherpreise im Dezember um durchschnittlich 0,1 Prozent. Saisonbedingt verteuerten sich zum Jahreswechsel die Pauschalreisen um 12,2 Prozent und die Preise für Obst (3,5Prozent), besonders Weintrauben (30,1 Prozent), Erdbeeren (9,2 Prozent) oder Birnen (6,0 Prozent). Indexausgleichend wirkten im Monatsvergleich die rück- läufigen Preise der Mineralölprodukte (-7,5 Prozent) bzw. die Preise für Bekleidung und Schuhe (- 0,5 Prozent).

Im Jahresdurchschnitt mussten die Thüringer 2014 für die Waren und Dienstleistungen des täglichen Bedarfs 0,8 Prozent mehr bezahlen als 2013. Insbesondere Dienstleistungen und darunter die Reparaturleistungen an Haushaltgroßgeräten (12,3 Prozent) oder die Reparaturleistungen an Audio-, Foto-, bzw. IT-Geräten (8,2 Prozent) sowie die Friseurdienstleistungen (8,3 Prozent) wiesen deutliche Preissteigerungen aus.

Wesentlich günstiger entwickelten sich die Heizölpreise (-7,6 Prozent), technische Güter wie z. B. Telefone u.a. Geräte für die Kommunikation (-7,6 Prozent), Foto- und Filmausrüstungen (-6,2 Prozent) oder elektrische Haushaltsgroßgeräte (-4,0 Prozent) sowie im Bereich der Nahrungsmittel das Gemüse (-3,3 Prozent).
Autor: red

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