Do, 20:14 Uhr
15.01.2015
Crystal in Sondershausen auf Vormarsch
Im Hauptausschuss von Sondershausen stand die Drogenproblematik im Vordergrund des Interesses...
Sondershausens Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU) erinnerte zu Beginn der Sitzung an die Ereignisses in Paris und informierte, dass die Stadt Sondershausen in der Partnerstadt von Sondershausen, Pecquencourt, kondolierte.
Danach ging es im einzigen Inhaltspunkt der Sitzung um die Drogen. Im Hauptausschuss lästt sich die Stadt in unregelmäßigen Abständen darüber informieren. Da zu hatte man sich Frau Günther von der Diakonieberatungsstelle Kyffhäuserkreis in formieren lassen, die in Sondershausen und Artern Beratungen anbieten.
Alkohl bleibt in der Stadt Sondershausen bei den Drogen immer noch an der Spitze. Dahinter hat sich in den letzten Jahren die Drogenszene gründlich gewandelt. Waren in den Jahren 2003 bis 2008 noch Cannabis, Speed und Kokoain die am meisten genommenen Drogen, so hat sich das in den letzten zwei Jahren grundsätzlich gewandelt. Cannabis, Speed und Kokoain wurden erst durch Amphetamin und Ecstasy und seit zwei Jahren weitgehend von Crystal verdrängt, einer neuen Droge, die innerhalb einer Woche abhängig machen kann, wie Günter informierte.
Wurde 2013 noch 37 mehrfach Drogeneinnehmer registriert, waren es 2014 bereits 62 mit einem hohen Anteil an Dunkelziffer, denn die Hemmschwelle sei hoch, ehe man zur Beratung kommt. Registriert wurde im letzte Jahr 15 Einweisungen aus Sondershausen, dass User im Krankenhaus landeten.
Ein Verschiebung gab es auch bei der Alterszusammensetzung. Waren bis her eher die 16 - bis 18- Jährigen die Drogenkonsumenten, so hat sich das jetzt auf junge Erwachsene im Alter bis 28 Jahre verschoben, Frauen und Männer zu gleich Teilen. Aktuell befinden sich 17 ehemalige Drogenkonsumenten in Therapie, leider mit einer hohen Abbruchquote, wie Günther sagte.
Auffällig sei, dass viele der Crystal-Nutzer auf Arbeit gehen und das sogar eine ganze Zeit sehr gut klappt, bis es dann zum Zusammenbruch käme. Crystal unterdrückt Müdigkeit, Hungergefühl und Schmerz. Es verleiht kurzzeitig Selbstvertrauen, ein Gefühl der Stärke und dem Leben eine ungewohnte Geschwindigkeit.
Kryer warnte die Jugendlichen, lasst die Finger davon, man kommt nicht mehr davon los, auch wenn es von vielen Nutzern behauptet wird.
Frau Günther warnte die Eltern. Wenn die Jugendlichen nächtelang unterwegs sind und nicht müde werden sollten die Alarmglocken läuten. Sie registriert in der Beratungsstelle, dass es auch immer mehr Eltern melden, um informiert zu werden.
Unabhängig vom Vormarsch von Crystal sollte man die Droge Nur eins, den Alkohol nicht aus dem Auge verlieren, so die Warnung. Das Komasaufen sei aber besonders unter Jugendlichen nicht mehr das ganz große Problem.
Autor: khhSondershausens Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU) erinnerte zu Beginn der Sitzung an die Ereignisses in Paris und informierte, dass die Stadt Sondershausen in der Partnerstadt von Sondershausen, Pecquencourt, kondolierte.
Danach ging es im einzigen Inhaltspunkt der Sitzung um die Drogen. Im Hauptausschuss lästt sich die Stadt in unregelmäßigen Abständen darüber informieren. Da zu hatte man sich Frau Günther von der Diakonieberatungsstelle Kyffhäuserkreis in formieren lassen, die in Sondershausen und Artern Beratungen anbieten.
Alkohl bleibt in der Stadt Sondershausen bei den Drogen immer noch an der Spitze. Dahinter hat sich in den letzten Jahren die Drogenszene gründlich gewandelt. Waren in den Jahren 2003 bis 2008 noch Cannabis, Speed und Kokoain die am meisten genommenen Drogen, so hat sich das in den letzten zwei Jahren grundsätzlich gewandelt. Cannabis, Speed und Kokoain wurden erst durch Amphetamin und Ecstasy und seit zwei Jahren weitgehend von Crystal verdrängt, einer neuen Droge, die innerhalb einer Woche abhängig machen kann, wie Günter informierte.
Wurde 2013 noch 37 mehrfach Drogeneinnehmer registriert, waren es 2014 bereits 62 mit einem hohen Anteil an Dunkelziffer, denn die Hemmschwelle sei hoch, ehe man zur Beratung kommt. Registriert wurde im letzte Jahr 15 Einweisungen aus Sondershausen, dass User im Krankenhaus landeten.
Ein Verschiebung gab es auch bei der Alterszusammensetzung. Waren bis her eher die 16 - bis 18- Jährigen die Drogenkonsumenten, so hat sich das jetzt auf junge Erwachsene im Alter bis 28 Jahre verschoben, Frauen und Männer zu gleich Teilen. Aktuell befinden sich 17 ehemalige Drogenkonsumenten in Therapie, leider mit einer hohen Abbruchquote, wie Günther sagte.
Auffällig sei, dass viele der Crystal-Nutzer auf Arbeit gehen und das sogar eine ganze Zeit sehr gut klappt, bis es dann zum Zusammenbruch käme. Crystal unterdrückt Müdigkeit, Hungergefühl und Schmerz. Es verleiht kurzzeitig Selbstvertrauen, ein Gefühl der Stärke und dem Leben eine ungewohnte Geschwindigkeit.
Kryer warnte die Jugendlichen, lasst die Finger davon, man kommt nicht mehr davon los, auch wenn es von vielen Nutzern behauptet wird.
Frau Günther warnte die Eltern. Wenn die Jugendlichen nächtelang unterwegs sind und nicht müde werden sollten die Alarmglocken läuten. Sie registriert in der Beratungsstelle, dass es auch immer mehr Eltern melden, um informiert zu werden.
Unabhängig vom Vormarsch von Crystal sollte man die Droge Nur eins, den Alkohol nicht aus dem Auge verlieren, so die Warnung. Das Komasaufen sei aber besonders unter Jugendlichen nicht mehr das ganz große Problem.
