So, 11:28 Uhr
18.01.2015
Pflegevorsorge ist vor allem Frauensache
Zusätzliche private Pflegevorsorge ist vor allem für Frauen unabdingbar. Dafür gibt es einige Gründe. Zum einen tragen Frauen aufgrund ihrer höheren Lebenserwartung ein deutlich größeres Risiko, später einmal pflegebedürftig zu werden und beispielsweise an Demenz zu erkranken. Zum anderen sind die Renten von Frauen im Durchschnitt sehr viel niedriger als die der Männer...
Das heißt: die sogenannte Pflegelücke – also im Pflegefall die Differenz zwischen den Leistungen aus der gesetzlichen Pflegeversicherung und den tatsächlichen Kosten der Pflegebedürftigkeit – kann aus dem Ruhestandseinkommen längst nicht geschlossen werden, dazu ist private Vorsorge notwendig.
Das Frauen noch mehr als Männer betreffende Thema Demenz wird zu einem immer größeren gesellschaftlichen Problem. Nach Angaben der Deutschen Alzheimer Gesellschaft leben derzeit in Deutschland etwa 1,5 Millionen Demenzkranke. Zwei Drittel von ihnen haben bereits das 80. Lebensjahr vollendet, nur etwa 20.000 sind jünger als 65.
Sofern kein Durchbruch in Prävention und Therapie gelinge, so die Alzheimer Gesellschaft, werde die Zahl der Erkrankten jedes Jahr um 40.000 zunehmen und bis 2050 auf etwa drei Millionen steigen. In eine private Pflegevorsorge sollten deshalb immer alle Pflegestufen einbezogen sein, beginnend ab Stufe 0, das ist die klassische Demenz, von der Frauen wegen ihrer durchschnittlich um fünf Jahre längeren Lebenserwartung besonders stark betroffen sind, rät Athanasios Almbanis, Experte für Pflegevorsorge und Pflegezusatzversicherung bei der DFV Deutsche Familienversicherung AG.
Generell sei private Pflegevorsorge auch bei begrenztem Budget nötig und sinnvoll. Bereits mit einem Monatsbeitrag von etwa 40 Euro kann beispielsweise eine 45-jährige Frau noch eine gute Absicherung etwa in Form einer Pflegetagegeldversicherung aufbauen, betont Athanasios Almbanis. Viele weitere Informationen und Expertentipps rund um das Thema Pflege gibt es unter www.experten-im-chat.de/pflege.
Für Angehörige ist Demenz eine enorme Belastung, denn die Betreuung ist in den mittleren bis späten Stadien fast rund um die Uhr notwendig. Generell sollte man bei Symptomen wie einer zunehmenden Vergesslichkeit, Orientierungsstörungen, Störungen der Merkfähigkeit und Konzentration sowie Einschränkungen in der Durchführung von alltäglichen Abläufen zur weiteren Abklärung einen Facharzt konsultieren, rät Bernd Meißnest, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie sowie Geriatrie und Leiter des Zentrums für Altersmedizin am LWL-Klinikum Gütersloh.
Meißnest warnt davor, dass es gerade bei einer dementiellen Erkrankung schleichend zu einer Überforderung der pflegenden Angehörigen kommen könne. Entlastung könnte eine ambulante Pflege, Tagespflege oder Kurzzeitpflege bringen. Nach Ansicht von Bernd Meißnest sollten Demenzkranke in jedem Fall auch selbst von ihrer Diagnose erfahren: Meist wissen die betroffenen Personen schon früh um ihre Defizite, spüren, dass etwas nicht stimmt. Zunächst gehen sie darüber hinweg, vermeiden schwierige Situationen, ziehen sich aus sozialen Kontakten zurück.
Oftmals, so Meißnest, sei es eine Erleichterung, wenn die Betroffenen konkret erfahren würden, worunter sie leiden. Wichtig sei es, die Diagnose nicht nur mit den entsprechenden Defiziten zu erläutern, sondern vor allem auch die weiter vorhandenen Ressourcen anzuführen - also das, was die Person noch könne. Die Diagnose sollte im Beisein der Angehörigen durch den Arzt mitgeteilt werden, empfiehlt Meißnest.
Autor: redDas heißt: die sogenannte Pflegelücke – also im Pflegefall die Differenz zwischen den Leistungen aus der gesetzlichen Pflegeversicherung und den tatsächlichen Kosten der Pflegebedürftigkeit – kann aus dem Ruhestandseinkommen längst nicht geschlossen werden, dazu ist private Vorsorge notwendig.
Das Frauen noch mehr als Männer betreffende Thema Demenz wird zu einem immer größeren gesellschaftlichen Problem. Nach Angaben der Deutschen Alzheimer Gesellschaft leben derzeit in Deutschland etwa 1,5 Millionen Demenzkranke. Zwei Drittel von ihnen haben bereits das 80. Lebensjahr vollendet, nur etwa 20.000 sind jünger als 65.
Sofern kein Durchbruch in Prävention und Therapie gelinge, so die Alzheimer Gesellschaft, werde die Zahl der Erkrankten jedes Jahr um 40.000 zunehmen und bis 2050 auf etwa drei Millionen steigen. In eine private Pflegevorsorge sollten deshalb immer alle Pflegestufen einbezogen sein, beginnend ab Stufe 0, das ist die klassische Demenz, von der Frauen wegen ihrer durchschnittlich um fünf Jahre längeren Lebenserwartung besonders stark betroffen sind, rät Athanasios Almbanis, Experte für Pflegevorsorge und Pflegezusatzversicherung bei der DFV Deutsche Familienversicherung AG.
Generell sei private Pflegevorsorge auch bei begrenztem Budget nötig und sinnvoll. Bereits mit einem Monatsbeitrag von etwa 40 Euro kann beispielsweise eine 45-jährige Frau noch eine gute Absicherung etwa in Form einer Pflegetagegeldversicherung aufbauen, betont Athanasios Almbanis. Viele weitere Informationen und Expertentipps rund um das Thema Pflege gibt es unter www.experten-im-chat.de/pflege.
Für Angehörige ist Demenz eine enorme Belastung, denn die Betreuung ist in den mittleren bis späten Stadien fast rund um die Uhr notwendig. Generell sollte man bei Symptomen wie einer zunehmenden Vergesslichkeit, Orientierungsstörungen, Störungen der Merkfähigkeit und Konzentration sowie Einschränkungen in der Durchführung von alltäglichen Abläufen zur weiteren Abklärung einen Facharzt konsultieren, rät Bernd Meißnest, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie sowie Geriatrie und Leiter des Zentrums für Altersmedizin am LWL-Klinikum Gütersloh.
Meißnest warnt davor, dass es gerade bei einer dementiellen Erkrankung schleichend zu einer Überforderung der pflegenden Angehörigen kommen könne. Entlastung könnte eine ambulante Pflege, Tagespflege oder Kurzzeitpflege bringen. Nach Ansicht von Bernd Meißnest sollten Demenzkranke in jedem Fall auch selbst von ihrer Diagnose erfahren: Meist wissen die betroffenen Personen schon früh um ihre Defizite, spüren, dass etwas nicht stimmt. Zunächst gehen sie darüber hinweg, vermeiden schwierige Situationen, ziehen sich aus sozialen Kontakten zurück.
Oftmals, so Meißnest, sei es eine Erleichterung, wenn die Betroffenen konkret erfahren würden, worunter sie leiden. Wichtig sei es, die Diagnose nicht nur mit den entsprechenden Defiziten zu erläutern, sondern vor allem auch die weiter vorhandenen Ressourcen anzuführen - also das, was die Person noch könne. Die Diagnose sollte im Beisein der Angehörigen durch den Arzt mitgeteilt werden, empfiehlt Meißnest.
