Di, 10:54 Uhr
20.01.2015
Wieder Warnstreiks in Nordthüringen
Trotz Schnee und Minustemperaturen legten heute rund 190 Metallerinnen und Metaller die Arbeit nieder und folgten damit dem Warnstreikaufruf der IG Metall in Heilbad Heiligenstadt und in Wiehe....
Sowohl bei Sumitomo DEMAG in Wiehe mit rund 110 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, als auch bei MAGNA in Heilbad Heiligenstadt mit 80 Warnstreikenden, haben die Belegschaften unterstrichen, dass sie hinter den Forderungen ihrer IG Metall stehen.
Bernd Spitzbarth der 1. Bevollmächtigte der IG Metall Nordhausen war bei MAGNA vor Ort. Er kritisiert, dass die Arbeitgeber die Altersteilzeit nicht als flexibles Übergangsmodell in den Ruhestand verstehen, sondern nur einen Anspruch für Beschäftigte ableiten, die, wie er sagte, kaputt durch Arbeit sind. Wenn Herr Bruhn die Kapelle bestellen will, darf er nicht auf die der Titanic zurückgreifen, denn dort wurde bis zum Untergang gespielt. Unsere Kapelle soll in die Zukunft spielen, die Melodie heißt gerechte und faire Teilhabe und Wohlstand für alle. Die Beschäftigten erwarten am morgigen Verhandlungstag ein verwertbares Angebot der Thüringer
Arbeitgeber.
Nicht anders sehen es die Kolleginnen und Kollegen beim Spritzgussmaschinenhersteller Sumitomo DEMAG in Wiehe. Dort wurde während des Warnstreiks auch die Forderung nach Bildungsteilzeit laut.
Wir fordern faire Bildungschancen egal ob für junge oder ältere Beschäftigte. Lebenslanges Lernen fängt bei der Möglichkeit an den Schulabschluss nachzuholen, führt bis zum Studium oder zu Möglichkeiten die Erstqualifikation zu ergänzen oder zu ersetzen. Ein besserer Bildungszugang ist die Grundlage für berufliche Aufstiegsmöglichkeiten und dadurch auch für soziale Teilhabe., sagte Alexander Scharff, der 2. Bevollmächtigte der IG Metall Nordhausen zu den über hundert Metallerinnen und Metallern.
Neben den qualitativen Forderungen nach Bildungsteilzeit und einer besseren Altersteilzeitregelung fordert die IG Metall in der aktuellen Tarifbewegung für die Metall- und Elektroindustrie Thüringen eine Entgelterhöhung von 5,5 Prozent.
Autor: enSowohl bei Sumitomo DEMAG in Wiehe mit rund 110 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, als auch bei MAGNA in Heilbad Heiligenstadt mit 80 Warnstreikenden, haben die Belegschaften unterstrichen, dass sie hinter den Forderungen ihrer IG Metall stehen.
Bernd Spitzbarth der 1. Bevollmächtigte der IG Metall Nordhausen war bei MAGNA vor Ort. Er kritisiert, dass die Arbeitgeber die Altersteilzeit nicht als flexibles Übergangsmodell in den Ruhestand verstehen, sondern nur einen Anspruch für Beschäftigte ableiten, die, wie er sagte, kaputt durch Arbeit sind. Wenn Herr Bruhn die Kapelle bestellen will, darf er nicht auf die der Titanic zurückgreifen, denn dort wurde bis zum Untergang gespielt. Unsere Kapelle soll in die Zukunft spielen, die Melodie heißt gerechte und faire Teilhabe und Wohlstand für alle. Die Beschäftigten erwarten am morgigen Verhandlungstag ein verwertbares Angebot der Thüringer
Arbeitgeber.
Nicht anders sehen es die Kolleginnen und Kollegen beim Spritzgussmaschinenhersteller Sumitomo DEMAG in Wiehe. Dort wurde während des Warnstreiks auch die Forderung nach Bildungsteilzeit laut.
Wir fordern faire Bildungschancen egal ob für junge oder ältere Beschäftigte. Lebenslanges Lernen fängt bei der Möglichkeit an den Schulabschluss nachzuholen, führt bis zum Studium oder zu Möglichkeiten die Erstqualifikation zu ergänzen oder zu ersetzen. Ein besserer Bildungszugang ist die Grundlage für berufliche Aufstiegsmöglichkeiten und dadurch auch für soziale Teilhabe., sagte Alexander Scharff, der 2. Bevollmächtigte der IG Metall Nordhausen zu den über hundert Metallerinnen und Metallern.
Neben den qualitativen Forderungen nach Bildungsteilzeit und einer besseren Altersteilzeitregelung fordert die IG Metall in der aktuellen Tarifbewegung für die Metall- und Elektroindustrie Thüringen eine Entgelterhöhung von 5,5 Prozent.

