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Fr, 15:42 Uhr
23.01.2015

Mehr Geld im Portmonee

Die Verbraucher können sich freuen: Die Preise sind im letzten Jahr deutlich langsamer gestiegen, als es von vielen erwartet und bei Tarifverhandlungen eingeplant wurde. Allein dadurch haben die deutschen Arbeitnehmer effektiv 5 Milliarden Euro mehr Kaufkraft zur Verfügung, rechnet die Industrie- und Handelskammer vor...

So lag die Inflationsrate im vergangenen Jahr bei lediglich 0,9 Prozent und somit im Vergleich zu den Vorjahren auf einem sehr niedrigen Niveau. Noch im Dezember 2012 war sie 2,1 Prozent.

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„In Thüringen konnte seit 2011 ein Anstieg der Kaufkraft um fast 10 Prozent beobachtet werden“, so Gerald Grusser, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt. Auch wenn der Freistaat in den letzten Jahren bei der Kaufkraft aufgeholt habe, liege er mit aktuell geschätzten 18.101 Euro pro Person (2011: 16.509 Euro) nach wie vor unter dem aktuellen Bundesschnitt von rund 21.500 Euro pro Person. Die Zeitdauer der weiteren Anpassung sei aber noch nicht absehbar und von zahlreichen Einflussfaktoren abhängig.

Weltweit wären die Preise für einige wichtige Rohstoffarten in 2014 stark gefallen. So sei die geringe Inflationsrate vor allem durch den Rückgang der Preise für Mineralölprodukte und Energie bedingt. Fallende Ölpreise ließen die Spritrechnungen für Kraftfahrer weiter schrumpfen. „Gerade die niedrigen Benzinpreise wirken wie ein Konjunkturprogramm für die Wirt- schaft“, so Grusser. Auch das milde Wetter komme den Verbrauchern zu Gute. Eigentümer und Mieter könnten mit hohen Rückzahlungen bei den Betriebskosten im vergangenen Jahr rechnen.

All das hebe die Konsumlaune und steigere die Binnennachfrage. Insbesondere die konsumabhängigen Branchen profitierten. „Mit Versuchen, die Inflation um jeden Preis mit der Geldpolitik anzuheben, sollte die EZB auch deshalb sehr zurückhaltend sein“, warnt Grusser.
Die Wirkung des Ankaufs von Staatsanleihen auf die Preisentwicklung in der Eurozone sei ohnehin sehr unsicher. Zugleich würde aber der Druck zu dringend notwendigen Reformen in den Mitgliedstaaten geschwächt. „Auch die Gefahr von Spekulationsblasen an den Finanzmärkten steigt. Die EZB muss jetzt deutlich machen, dass Geldpolitik die Reformanstrengungen der Mitgliedstaaten zwar unterstützt, nicht aber ersetzen kann“, fordert der IHK-Chef.
Autor: red

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