Mi, 17:03 Uhr
11.02.2015
Werke von Walter Sachs werden gezeigt
Die Thüringer Landesmusikakademie Sondershausen zeigt Werke von Walter Sachs – Eröffnung der Schau mit Kulturcafé wird im 8. März erfolgen...
In Walter Sachs` Atelier in der Weimarer Karl-Haußknecht-Straße geht es eng zu. Ein über 30-jähriges Künstlerleben hat seine Spuren hinterlassen. Auf der einen Seite des Raumes warten kleinere Skulpturen wie Der Rufer oder die nackte Frau im Yoga-Sitz auf ihre Vollendung. Gegenüber sind Dutzende große Bilderrahmen aufgereiht. Sachs nimmt einige davon in die Hand und prüft, ob sie in die nächste Ausstellung passen könnten. Am 8. März ist der Künstler Gast des KulturCafés der Landesmusikakademie Sondershausen und wird eine kleine Bilderschau eröffnen.
Spuren von Walter Sachs sind überall in Weimar zu finden. Wie kaum ein anderer Künstler hat der gebürtige Weimarer seiner Geburtsstadt seinen kulturellen Stempel aufgedrückt. Der Versunkene Riese am Frauenplan gegenüber dem Goethe-Nationalmuseum ist bei Kindern wie Erwachsenen gleichermaßen beliebt. Die Skulpturengruppe Spucken und Schlucken in der Ferdinand-Freiligrath-Straße, die Brücke über Sand am Buchenwaldplatz und die Friedensglocken in der Herderkirche zeugen von seiner Vielseitigkeit. Kunstwerke von ihm sind bei der Klassik Stiftung Weimar, der Herzogin Anna Amalia Bibliothek, im Angermuseum Erfurt, im Kupferstichkabinett Dresden, im Kunstmuseum Basel und im Museum Ludwig in Köln zu finden.
Sachs, 1954 in Weimar geboren, kehrte nach dem Studium der Malerei und Grafik an der Hochschule für Bildende Künste Dresden 1981 in seine Geburtsstadt zurück. Seitdem ist er freischaffend als Bildhauer, Maler und Grafiker in Weimar tätig. 1999 ehrte ihn die Stadt mit ihrem Kulturpreis. Anlässlich seines 60. Geburtstages im Vorjahr richteten ihm die Klassik Stiftung Weimar und seine Geburtsstadt zwei große Ausstellungen mit dem Titel Rückblick auf Gegenwärtiges aus.
Wie in diesen Ausstellungen, so kreisen die Arbeiten Sachs um Themen, die ihn sein ganzes Leben schon beschäftigen: die Antike, der Krieg als Totentanz, Goethes Faust und die Passion Christi. Sachs´ Werk gründet auf zweitausend Jahren Kulturgeschichte und Bildung, in der sich der 60-Jährige hervorragend auskennt. Dabei interpretiert er Themen auf seine ganz eigenwillige Art - augenzwinkernd, erfrischend, aber immer auch tiefsinnig. Sachs gehört zu den Künstlern, die gern ausführlich über den Hintergrund seiner Werke erzählen. Für ihn ist wichtig, dass sie seine Ansichten und Überzeugungen vermitteln. Seine Arbeiten verlangten, dass offen hingeschaut wird, sagt er.
Doch Sachs engagiert sich auch außerhalb seines Ateliers. Um die Thüringer Kulturlandschaft zu fördern, gründet er mit gleichgesinnten Künstlerkollegen und Kunsthistorikern 1990 die Künstlergruppe D 206. Die Thüringer Sezession, die sich bis heute als regionales Netzwerk bewährt hat. Darüber hinaus ist er Mitglied im Verein Weimar – Stadt der Zuflucht e.V., der sich für Schriftsteller und Künstler einsetzt, die in ihrer Heimat verfolgt werden.
Sein nächstes Projekt - das Paris-Urteil - hat Sachs bereits als Holzschnitt interpretiert. In den nächsten Monaten möchte er die drei Göttinnen in Stein zum Leben erwecken. Dabei stellt sich Sachs keine geringere Aufgabe als nach dem Wesen der Schönheit zu suchen.
Das KulturCafé mit Walter Sachs wird am 8. März, 15 Uhr, im Café des Gästehauses eröffnet. Sachs stellt sich den Fragen des Direktors der Thüringer Landesmusikakademie Sondershausen, Professor Dr. Eckart Lange. Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei. Die Ausstellung mit seinen Bildern ist mehrere Monate zu besichtigen. Seine Bilder können auch gekauft werden.
Autor: khhIn Walter Sachs` Atelier in der Weimarer Karl-Haußknecht-Straße geht es eng zu. Ein über 30-jähriges Künstlerleben hat seine Spuren hinterlassen. Auf der einen Seite des Raumes warten kleinere Skulpturen wie Der Rufer oder die nackte Frau im Yoga-Sitz auf ihre Vollendung. Gegenüber sind Dutzende große Bilderrahmen aufgereiht. Sachs nimmt einige davon in die Hand und prüft, ob sie in die nächste Ausstellung passen könnten. Am 8. März ist der Künstler Gast des KulturCafés der Landesmusikakademie Sondershausen und wird eine kleine Bilderschau eröffnen.
Spuren von Walter Sachs sind überall in Weimar zu finden. Wie kaum ein anderer Künstler hat der gebürtige Weimarer seiner Geburtsstadt seinen kulturellen Stempel aufgedrückt. Der Versunkene Riese am Frauenplan gegenüber dem Goethe-Nationalmuseum ist bei Kindern wie Erwachsenen gleichermaßen beliebt. Die Skulpturengruppe Spucken und Schlucken in der Ferdinand-Freiligrath-Straße, die Brücke über Sand am Buchenwaldplatz und die Friedensglocken in der Herderkirche zeugen von seiner Vielseitigkeit. Kunstwerke von ihm sind bei der Klassik Stiftung Weimar, der Herzogin Anna Amalia Bibliothek, im Angermuseum Erfurt, im Kupferstichkabinett Dresden, im Kunstmuseum Basel und im Museum Ludwig in Köln zu finden.
Sachs, 1954 in Weimar geboren, kehrte nach dem Studium der Malerei und Grafik an der Hochschule für Bildende Künste Dresden 1981 in seine Geburtsstadt zurück. Seitdem ist er freischaffend als Bildhauer, Maler und Grafiker in Weimar tätig. 1999 ehrte ihn die Stadt mit ihrem Kulturpreis. Anlässlich seines 60. Geburtstages im Vorjahr richteten ihm die Klassik Stiftung Weimar und seine Geburtsstadt zwei große Ausstellungen mit dem Titel Rückblick auf Gegenwärtiges aus.
Wie in diesen Ausstellungen, so kreisen die Arbeiten Sachs um Themen, die ihn sein ganzes Leben schon beschäftigen: die Antike, der Krieg als Totentanz, Goethes Faust und die Passion Christi. Sachs´ Werk gründet auf zweitausend Jahren Kulturgeschichte und Bildung, in der sich der 60-Jährige hervorragend auskennt. Dabei interpretiert er Themen auf seine ganz eigenwillige Art - augenzwinkernd, erfrischend, aber immer auch tiefsinnig. Sachs gehört zu den Künstlern, die gern ausführlich über den Hintergrund seiner Werke erzählen. Für ihn ist wichtig, dass sie seine Ansichten und Überzeugungen vermitteln. Seine Arbeiten verlangten, dass offen hingeschaut wird, sagt er.
Doch Sachs engagiert sich auch außerhalb seines Ateliers. Um die Thüringer Kulturlandschaft zu fördern, gründet er mit gleichgesinnten Künstlerkollegen und Kunsthistorikern 1990 die Künstlergruppe D 206. Die Thüringer Sezession, die sich bis heute als regionales Netzwerk bewährt hat. Darüber hinaus ist er Mitglied im Verein Weimar – Stadt der Zuflucht e.V., der sich für Schriftsteller und Künstler einsetzt, die in ihrer Heimat verfolgt werden.
Sein nächstes Projekt - das Paris-Urteil - hat Sachs bereits als Holzschnitt interpretiert. In den nächsten Monaten möchte er die drei Göttinnen in Stein zum Leben erwecken. Dabei stellt sich Sachs keine geringere Aufgabe als nach dem Wesen der Schönheit zu suchen.
Das KulturCafé mit Walter Sachs wird am 8. März, 15 Uhr, im Café des Gästehauses eröffnet. Sachs stellt sich den Fragen des Direktors der Thüringer Landesmusikakademie Sondershausen, Professor Dr. Eckart Lange. Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei. Die Ausstellung mit seinen Bildern ist mehrere Monate zu besichtigen. Seine Bilder können auch gekauft werden.
