Do, 20:15 Uhr
19.02.2015
Sorge um Bildungsfreistellungsgesetz
Gewerkschaft ver.di gegen Aushöhlung auf Kosten der Arbeitnehmer. Dazu eine Meldung von ver.di...
Das erste Gesetzesvorhaben der rot-rot-grünen Landesregierung lässt erwartungsgemäß Streit aufflammen. Die Unternehmervertreter brachten jüngst ihre Vorbehalte wieder deutlich auf den Punkt: wenn die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sich in größerer Zahl fünf Tage im Jahr weiterbilden und dafür freigestellt werden müssen, geht die Thüringer Wirtschaft zugrunde. Das ist interessengeleitete Panikmache, so der ver.di-Landesbezirksleiter Thomas Voß. In den 12 der 16 Bundesländer, die bereits entsprechende Gesetze haben, ist jedenfalls keine Wirtschaftskatastrophe eingetreten.
Die Gewerkschafter treibt die Sorge um, das Gesetz könnte letztlich ausgehöhlt werden, um die Wirtschaft nicht zu überfordern, so Voß weiter.
Gegen das Interesse, die Arbeitsleistung maximal auszunutzen und Weiterbildung als privates Freizeitvergnügen einzustufen, stellt die Gewerkschaft ver.di, und da ist man sich im DGB einig, das Interesse der Arbeitnehmer, sich in beruflicher, aber auch in gesellschaftspolitischer Hinsicht weiterzubilden. Hier sieht man auch eine Verantwortung der Unternehmer.
Es geht um nichts mehr und nichts weniger als die Schaffung einer gesetzlichen Grundlage für Freistellungsansprüche, die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern Weiterbildung besser ermöglichen als bisher.
Überhaupt nicht zu vermitteln wäre, wenn die neue rot-rot-grüne Landesregierung bei der Einlösung ihrer ersten Zusage aus dem Koalitionsvertrag just die Gewerkschafter brüskieren würde, indem sie dem Alarmgeschrei der Unternehmer-Vertreter nachgibt, so Voß und warnt eindringlich davor, die Freistellungsansprüche auf einen immer kleineren Teil der Thüringer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu begrenzen und allzu stark in die Entscheidungsgewalt der Arbeitgeber zu legen. Sollte der bereits durch einen Kabinettsentscheid der früheren CDU-SPD-Koalition abgesegnete Gesetzentwurf entsprechend verschlechtert und damit entwertet werden, würde die Gewerkschaft ver.di dagegen heftig zum Protest aufrufen.
Autor: khhDas erste Gesetzesvorhaben der rot-rot-grünen Landesregierung lässt erwartungsgemäß Streit aufflammen. Die Unternehmervertreter brachten jüngst ihre Vorbehalte wieder deutlich auf den Punkt: wenn die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sich in größerer Zahl fünf Tage im Jahr weiterbilden und dafür freigestellt werden müssen, geht die Thüringer Wirtschaft zugrunde. Das ist interessengeleitete Panikmache, so der ver.di-Landesbezirksleiter Thomas Voß. In den 12 der 16 Bundesländer, die bereits entsprechende Gesetze haben, ist jedenfalls keine Wirtschaftskatastrophe eingetreten.
Die Gewerkschafter treibt die Sorge um, das Gesetz könnte letztlich ausgehöhlt werden, um die Wirtschaft nicht zu überfordern, so Voß weiter.
Gegen das Interesse, die Arbeitsleistung maximal auszunutzen und Weiterbildung als privates Freizeitvergnügen einzustufen, stellt die Gewerkschaft ver.di, und da ist man sich im DGB einig, das Interesse der Arbeitnehmer, sich in beruflicher, aber auch in gesellschaftspolitischer Hinsicht weiterzubilden. Hier sieht man auch eine Verantwortung der Unternehmer.
Es geht um nichts mehr und nichts weniger als die Schaffung einer gesetzlichen Grundlage für Freistellungsansprüche, die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern Weiterbildung besser ermöglichen als bisher.
Überhaupt nicht zu vermitteln wäre, wenn die neue rot-rot-grüne Landesregierung bei der Einlösung ihrer ersten Zusage aus dem Koalitionsvertrag just die Gewerkschafter brüskieren würde, indem sie dem Alarmgeschrei der Unternehmer-Vertreter nachgibt, so Voß und warnt eindringlich davor, die Freistellungsansprüche auf einen immer kleineren Teil der Thüringer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu begrenzen und allzu stark in die Entscheidungsgewalt der Arbeitgeber zu legen. Sollte der bereits durch einen Kabinettsentscheid der früheren CDU-SPD-Koalition abgesegnete Gesetzentwurf entsprechend verschlechtert und damit entwertet werden, würde die Gewerkschaft ver.di dagegen heftig zum Protest aufrufen.