Mi, 16:17 Uhr
25.02.2015
Stefan Landes verzauberte Publikum
"Percussion in concert" in der Cruciskirche Sondershausen machte Lust auf mehr Konzerte dieser Art...
Geworben für Rhythms of Life – das Konzert des Schlagzeugers Stefan Landes vom Loh-Orchester am 23. Februar 2015 - wurde in der Presse, mit Plakaten, mit Flyern, mit emails und auch durch persönliches Ansprechen. Auch hatten einige der Besucher bereits seine Soloauftritte in der Nordhäuser Sparkasse und auch im Kunsthaus Meyenburg Nordhausen erlebt und waren von Nordhausen nach Sondershausen gekommen.
Mit welcher Klangfülle, Einfallsreichtum und musikalischer Breite Stefan Landes aber dann das Publikum überraschte oder regelrecht überrollte, lässt sich kaum in wenigen Zeilen und Worten wiedergeben. Die Cruciskirche waren bis auf den letzten Platz gefüllt und nach der Begrüßung durch Frau Cornelia Kraffzick, der stellvertretenden Bürgermeisterin der Stadt Sondershausen, der Vorstellung des Künstlers und der Dankesworte an die Sponsoren und werbenden Vereine begann das Trommeln oder sollte man sagen Bearbeiten von über 40 Instrumenten oder Gegenständen, auf denen man Töne und Rhythmen erzeugen konnte. Es seien an dieser Stelle nur Töpfe, Bratpfannen und auch eine Dachrinne als Auswahl genannt.
Mit einer Kombination von mittels Computer programmierten Klangflächen und einer afrikanischen Djembé eröffnete Landes das Konzert und begann damit die im Programm angekündigte musikalische Breite den Besuchern nahe zu bringen. Sehr emotional und das Publikum einnehmend war die folgende Umsetzung des Gedichts What color is a soul – erinnernd an die Terroranschläge am 11. September 2001 in New York, wo er verschiedene metallische Instrumentalklänge der Stimme einer Mezzosopranistin gegenüberstellte. Weiter ging es mit Sleight of and Evil Hand – einem Stück, in dem der Schlag eines Metronoms dominiert und nur Jazzbesen ein leises ‚Untergeräusch‘ erzeugen. Die Stimmung wurde verstärkt durch den jetzt dunklen Raum der Kirche, der nur durch eine Stirnlampe oder Headlights punktuell und rhythmisch ‚beleuchtet‘ wurde.
Und wer sich vielleicht fragte, wie ein Streichquartett und ein Marimbaphon zusammen gehen können, dem wurde es jetzt musikalisch wie auch räumlich gezeigt, wobei allein die Ausmaße des Marimbaphons schon den Laien beeindrucken konnte. Es sollte hier vielleicht eingefügt werden, dass schon bei Konzerten der Popmusik ein komplettes Schlagzeug mit einigen Zusatzinstrumenten beeindruckt. Hier aber füllte Stefan Landes mit seinem Töne erzeugenden Equipment die volle Breite der Crusiskirche. Und so folgte der im wahrsten Sinn des Wortes letzte, raumfüllende Teil des Konzertes.
Der im Programm angekündigte, expressive Höhepunkt – ein Requiem des griechischen Komponisten Borboudakis – stellte sich neben dem Eindruck der extensiven Ausnutzung der Möglichkeiten Rhythmen und musikalische Eindrücke durch unterschiedliche Schlaginstrumentengruppen zu erzeugen vor allem in dem Wirbeln von Stefan Landes quer über die Breite der Kirche dar, wobei auch die eingangs erwähnten Töpfe und die Dachrinne, Holzkörper und Glockenbaum zu ihrem Recht kamen. Das begeisterte Publikum forderte eine Zugabe und bekam sie – und zwar mit The Typewriter von Leroy Anderson, dem bekannten Stück, in dem rhythmisch eine Schreibmaschine bearbeitet wird und sowohl das Glöckchen zum Beenden der Zeile als auch das Geräusch des Zeilenvorschubs musikalische Ausprägung finden.
Auch hier begleitete das Streichquartett Landes, der sich nicht nur als gekonnte Schreibkraft präsentierte, sondern auch im Takt dazu Knäckebrot aß. Wenn man nicht allein für den Transport des Instrumentariums einen mittelgroßen Transporter benötigen würde, könnte man geradezu eine Wiederholung des Konzertes in Nordhausen verlangen. So aber bleiben der faszinierende Eindruck und der Wunsch nach weiteren Konzerten dieses hochbegabten Schlagzeugers des Loh-Orchesters.
Ein weiteres Konzert in der Reihe KAMMERKONZERT im KUNSTHAUS, veranstaltet durch das Kunsthaus Meyenburg Nordhausen und dem KUNSTHAUS MEYENBURG FÖRDERVEREIN wurde bereits angeregt und da Stefan Landes dem Verein als Mitglied angehört ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es ein Wiedersehen und Wiederhören geben wird.
Dr. Wolfgang R. Pientka
Vorsitzender des KUNSTHAUS MEYENBURG FÖRDERVEREIN
Autor: khhGeworben für Rhythms of Life – das Konzert des Schlagzeugers Stefan Landes vom Loh-Orchester am 23. Februar 2015 - wurde in der Presse, mit Plakaten, mit Flyern, mit emails und auch durch persönliches Ansprechen. Auch hatten einige der Besucher bereits seine Soloauftritte in der Nordhäuser Sparkasse und auch im Kunsthaus Meyenburg Nordhausen erlebt und waren von Nordhausen nach Sondershausen gekommen.
Mit welcher Klangfülle, Einfallsreichtum und musikalischer Breite Stefan Landes aber dann das Publikum überraschte oder regelrecht überrollte, lässt sich kaum in wenigen Zeilen und Worten wiedergeben. Die Cruciskirche waren bis auf den letzten Platz gefüllt und nach der Begrüßung durch Frau Cornelia Kraffzick, der stellvertretenden Bürgermeisterin der Stadt Sondershausen, der Vorstellung des Künstlers und der Dankesworte an die Sponsoren und werbenden Vereine begann das Trommeln oder sollte man sagen Bearbeiten von über 40 Instrumenten oder Gegenständen, auf denen man Töne und Rhythmen erzeugen konnte. Es seien an dieser Stelle nur Töpfe, Bratpfannen und auch eine Dachrinne als Auswahl genannt.
Mit einer Kombination von mittels Computer programmierten Klangflächen und einer afrikanischen Djembé eröffnete Landes das Konzert und begann damit die im Programm angekündigte musikalische Breite den Besuchern nahe zu bringen. Sehr emotional und das Publikum einnehmend war die folgende Umsetzung des Gedichts What color is a soul – erinnernd an die Terroranschläge am 11. September 2001 in New York, wo er verschiedene metallische Instrumentalklänge der Stimme einer Mezzosopranistin gegenüberstellte. Weiter ging es mit Sleight of and Evil Hand – einem Stück, in dem der Schlag eines Metronoms dominiert und nur Jazzbesen ein leises ‚Untergeräusch‘ erzeugen. Die Stimmung wurde verstärkt durch den jetzt dunklen Raum der Kirche, der nur durch eine Stirnlampe oder Headlights punktuell und rhythmisch ‚beleuchtet‘ wurde.
Und wer sich vielleicht fragte, wie ein Streichquartett und ein Marimbaphon zusammen gehen können, dem wurde es jetzt musikalisch wie auch räumlich gezeigt, wobei allein die Ausmaße des Marimbaphons schon den Laien beeindrucken konnte. Es sollte hier vielleicht eingefügt werden, dass schon bei Konzerten der Popmusik ein komplettes Schlagzeug mit einigen Zusatzinstrumenten beeindruckt. Hier aber füllte Stefan Landes mit seinem Töne erzeugenden Equipment die volle Breite der Crusiskirche. Und so folgte der im wahrsten Sinn des Wortes letzte, raumfüllende Teil des Konzertes.
Der im Programm angekündigte, expressive Höhepunkt – ein Requiem des griechischen Komponisten Borboudakis – stellte sich neben dem Eindruck der extensiven Ausnutzung der Möglichkeiten Rhythmen und musikalische Eindrücke durch unterschiedliche Schlaginstrumentengruppen zu erzeugen vor allem in dem Wirbeln von Stefan Landes quer über die Breite der Kirche dar, wobei auch die eingangs erwähnten Töpfe und die Dachrinne, Holzkörper und Glockenbaum zu ihrem Recht kamen. Das begeisterte Publikum forderte eine Zugabe und bekam sie – und zwar mit The Typewriter von Leroy Anderson, dem bekannten Stück, in dem rhythmisch eine Schreibmaschine bearbeitet wird und sowohl das Glöckchen zum Beenden der Zeile als auch das Geräusch des Zeilenvorschubs musikalische Ausprägung finden.
Auch hier begleitete das Streichquartett Landes, der sich nicht nur als gekonnte Schreibkraft präsentierte, sondern auch im Takt dazu Knäckebrot aß. Wenn man nicht allein für den Transport des Instrumentariums einen mittelgroßen Transporter benötigen würde, könnte man geradezu eine Wiederholung des Konzertes in Nordhausen verlangen. So aber bleiben der faszinierende Eindruck und der Wunsch nach weiteren Konzerten dieses hochbegabten Schlagzeugers des Loh-Orchesters.
Ein weiteres Konzert in der Reihe KAMMERKONZERT im KUNSTHAUS, veranstaltet durch das Kunsthaus Meyenburg Nordhausen und dem KUNSTHAUS MEYENBURG FÖRDERVEREIN wurde bereits angeregt und da Stefan Landes dem Verein als Mitglied angehört ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es ein Wiedersehen und Wiederhören geben wird.
Dr. Wolfgang R. Pientka
Vorsitzender des KUNSTHAUS MEYENBURG FÖRDERVEREIN



