Di, 19:50 Uhr
03.03.2015
Diskussionsforum über Energie
Bürger machen Energie hieß es heute im Bürgerzentrum Cruciskirche in Sondershausen. Das Netzwerk Unsere Region 2050 und die Heinrich-Böll-Stiftung Thüringen e.V. hatten alle interessierten Bürgerinnen und Bürger zur Podiumsdiskussion Bürger machen Energie recht herzlich eingeladen....
Die Energiewirtschaft befindet sich im Wandel. Aber so wirklich interessant schien es für die Sondershäuser Bürger nicht zu sein, wie die Teilnahme zeigt, denn ein recht überwiegender Teil war ja mehr aus Sicht der beruflichen Tätigkeit da.
Im Zuge der Energiewende gewinnen erneuerbare Energien in der Strom- und Wärmeerzeugung immer mehr an Bedeutung. Die damit verbundene dezentrale Energieerzeugung sowie die Auswirkungen auf Netze und Vertrieb verändern Markt- und Wettbewerbsstrukturen.
Durch den Einsatz dezentraler, erneuerbarer Energien und die im Erneuerbare-Energien-Gesetz geregelte prioritäre Einspeisevergütung beteiligen sich viele neue Akteure am Energiemarkt. Vor allem durch die Installation von Photovoltaikanlagen auf privaten Hausdächern und die Gründung von Energiegenossenschaften hat die Rolle der Bürger/innen im Energiesektor an Bedeutung gewonnen. Und in manchen Kommunen streiten sich zum Beispiel beim bau von Windkraftanlagen die Firmen untereinander. Jeder will der erste sein, nicht immer zum Vorteil der Kommunen.
Doch Bürgerbeteiligung ist nicht nur populär, sondern auch aufwändig. Dennoch wird eine Kommune oder ein Landkreis durch engagierte Bürger/innen lebendiger. In dieser Veranstaltung sollte das Thema am Beispiel der Kyffhäuser-Region analysiert und diskutiert werden, sowie Ideen und Perspektiven zu besprechen. Ziel der Veranstaltung war es auch engagierte Bürger/innen für die Mitarbeit im Netzwerk Unsere Region 2050 zu finden, so René Most vom Netzwerk bei der Eröffnung.
Most klagte, dass besonders, dass bei der Mitarbeit im Netzwerk bei der Bürgerbeteiligung im Bereich Kreislaufwirtschaft / Energie noch echter Nachholbedarf besteht.
Zu Beginn der Veranstaltung hielt Katrin Nolting (Forschung für Nachhaltige Entwicklung) ein Inputvortrag. Ihr Schwerpunkt lag dabei in der Information über Projekte bei der Gestaltung von Bürgerenergieprojekten (37 in ganz Thüringen – so das Bioenergiedorf Schlöben, oder erneuerbare Einheitsgemeinde Werther bei Nordhausen) in Thüringen.Dabei stellte sie fest, eine echte Eneriewende geht nur gemeinsam mit Bürgern und Kommunen. Landesregierung will bis 2040 die Energiebilanz zu 100 Prozent im Land erfolgen.
Mehr Informationen unter www.buergerenergie-thueringen.de, mit Hinweisen auf viele Veranstaltungen. Unterstützung für Bürger und Kommunen gibt es TheGa. Erster Bürgerenergietag wird am 26. September in Erfurt sein.
Michael Welz von der Heinrich-Böll-Stiftung Thüringen e.V. war Moderator der Veranstaltung.
Der Vorsitzende des Fördervereins der Cruciskirche, Wolfgang Wytrieckus, gab zum Auftakt einen Abriss, wie das Bürgerzentrum aufgebaut und finanziert wurde. Er informierte, dass es besonders 15 Vereinsmitglieder waren, die von Anfang an beim Aufbau intensiv mitgeholfen haben.
Im Podium bei der anschließenden Diskussion saßen Dr. Andreas Räuber (Amt für Wirtschaftsförderung und Kreisentwicklung des Kyffhäuserkreises), Babett Pfefferlein (Bündnis 90/Die Grünen, Mitglied des Thüringer Landtages, Michael Welz, Joachim Kreyer (CDU), Bürgermeister der Stadt Sondershausen und Katrin Nolting .
Joachim Kreyer (CDU), Bürgermeister der Stadt Sondershausen, Katrin Nolting sowie
Kreyer: Bürger machen in Sondershausen über die Stadtwerke Energie, denn die Stadt ist über den Stadtrat mit 51 Prozent an den Stadtwerken beteiligt. Er verwies auf die Versorgung städtischer Gebiete mit Fernwärme. Man beteiligt sich über die Stadtwerke mit Photovoltaikanlagen und bald auch mit Windkraft.
Er ist aber auch offen, wenn sich eine Energiegenossenschaften bilden wird.
Babett Pfefferlein: Bürger sind über das Thema Bürgerenergie besonders bei Bürgergenossenschaften noch nicht aufgeklärt genug.
Dr. Andreas Räuber: Wir haben ein seit 2012 ein Energiekonzept und wollen in der Energiebilanz und in der Wärme bis 2020 bereits zu 100 Prozent decken. Landkreis nimmt am Bundesprojekt mit dem Thema Landaufschwung teil, wobei regionale Wertschöpfung großer Schwerpunkt sein wird. Anderes Projekt in Friesland soll bei Exkursion erkundet werden.
Auf die Frage vom Geschäftsführer der Stadtwerke Sondershausen, Hans-Christoph Schmidt, ob jemand im Saal eine Energiegenossenschaften gründen möchte, kam allerdings keine konkrete Zusage.
Autor: khhDie Energiewirtschaft befindet sich im Wandel. Aber so wirklich interessant schien es für die Sondershäuser Bürger nicht zu sein, wie die Teilnahme zeigt, denn ein recht überwiegender Teil war ja mehr aus Sicht der beruflichen Tätigkeit da.
Im Zuge der Energiewende gewinnen erneuerbare Energien in der Strom- und Wärmeerzeugung immer mehr an Bedeutung. Die damit verbundene dezentrale Energieerzeugung sowie die Auswirkungen auf Netze und Vertrieb verändern Markt- und Wettbewerbsstrukturen.
Durch den Einsatz dezentraler, erneuerbarer Energien und die im Erneuerbare-Energien-Gesetz geregelte prioritäre Einspeisevergütung beteiligen sich viele neue Akteure am Energiemarkt. Vor allem durch die Installation von Photovoltaikanlagen auf privaten Hausdächern und die Gründung von Energiegenossenschaften hat die Rolle der Bürger/innen im Energiesektor an Bedeutung gewonnen. Und in manchen Kommunen streiten sich zum Beispiel beim bau von Windkraftanlagen die Firmen untereinander. Jeder will der erste sein, nicht immer zum Vorteil der Kommunen.
Doch Bürgerbeteiligung ist nicht nur populär, sondern auch aufwändig. Dennoch wird eine Kommune oder ein Landkreis durch engagierte Bürger/innen lebendiger. In dieser Veranstaltung sollte das Thema am Beispiel der Kyffhäuser-Region analysiert und diskutiert werden, sowie Ideen und Perspektiven zu besprechen. Ziel der Veranstaltung war es auch engagierte Bürger/innen für die Mitarbeit im Netzwerk Unsere Region 2050 zu finden, so René Most vom Netzwerk bei der Eröffnung.
Most klagte, dass besonders, dass bei der Mitarbeit im Netzwerk bei der Bürgerbeteiligung im Bereich Kreislaufwirtschaft / Energie noch echter Nachholbedarf besteht.
Zu Beginn der Veranstaltung hielt Katrin Nolting (Forschung für Nachhaltige Entwicklung) ein Inputvortrag. Ihr Schwerpunkt lag dabei in der Information über Projekte bei der Gestaltung von Bürgerenergieprojekten (37 in ganz Thüringen – so das Bioenergiedorf Schlöben, oder erneuerbare Einheitsgemeinde Werther bei Nordhausen) in Thüringen.Dabei stellte sie fest, eine echte Eneriewende geht nur gemeinsam mit Bürgern und Kommunen. Landesregierung will bis 2040 die Energiebilanz zu 100 Prozent im Land erfolgen.
Mehr Informationen unter www.buergerenergie-thueringen.de, mit Hinweisen auf viele Veranstaltungen. Unterstützung für Bürger und Kommunen gibt es TheGa. Erster Bürgerenergietag wird am 26. September in Erfurt sein.
Michael Welz von der Heinrich-Böll-Stiftung Thüringen e.V. war Moderator der Veranstaltung.
Der Vorsitzende des Fördervereins der Cruciskirche, Wolfgang Wytrieckus, gab zum Auftakt einen Abriss, wie das Bürgerzentrum aufgebaut und finanziert wurde. Er informierte, dass es besonders 15 Vereinsmitglieder waren, die von Anfang an beim Aufbau intensiv mitgeholfen haben.
Im Podium bei der anschließenden Diskussion saßen Dr. Andreas Räuber (Amt für Wirtschaftsförderung und Kreisentwicklung des Kyffhäuserkreises), Babett Pfefferlein (Bündnis 90/Die Grünen, Mitglied des Thüringer Landtages, Michael Welz, Joachim Kreyer (CDU), Bürgermeister der Stadt Sondershausen und Katrin Nolting .
Joachim Kreyer (CDU), Bürgermeister der Stadt Sondershausen, Katrin Nolting sowie
Kreyer: Bürger machen in Sondershausen über die Stadtwerke Energie, denn die Stadt ist über den Stadtrat mit 51 Prozent an den Stadtwerken beteiligt. Er verwies auf die Versorgung städtischer Gebiete mit Fernwärme. Man beteiligt sich über die Stadtwerke mit Photovoltaikanlagen und bald auch mit Windkraft.
Er ist aber auch offen, wenn sich eine Energiegenossenschaften bilden wird.
Babett Pfefferlein: Bürger sind über das Thema Bürgerenergie besonders bei Bürgergenossenschaften noch nicht aufgeklärt genug.
Dr. Andreas Räuber: Wir haben ein seit 2012 ein Energiekonzept und wollen in der Energiebilanz und in der Wärme bis 2020 bereits zu 100 Prozent decken. Landkreis nimmt am Bundesprojekt mit dem Thema Landaufschwung teil, wobei regionale Wertschöpfung großer Schwerpunkt sein wird. Anderes Projekt in Friesland soll bei Exkursion erkundet werden.
Auf die Frage vom Geschäftsführer der Stadtwerke Sondershausen, Hans-Christoph Schmidt, ob jemand im Saal eine Energiegenossenschaften gründen möchte, kam allerdings keine konkrete Zusage.








