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Fr, 13:20 Uhr
06.03.2015

Café Pille und 10 Wohnungen


Nach nunmehr 9-jähriger Schließung des Traditionshauses können sich in Kürze wieder Gäste im Café einfinden, sich im historischen Ambiente wohlfühlen und sich mit feinen Konditorei- und Confiserie-Spezialitäten verwöhnen lassen. Hier ein Rückblick in die Jüngere Geschichte und wer so alles bei der Eröffnung war...

Um dieses Ergebnis zu erreichen, musste ein langer, manchmal holpriger und kurvenreicher und
hin und wieder beschwerlicher Weg zurückgelegt werden. Er begann mit dem beharrlichen Streben von Stadt und "Wippertal", besonders nach der Schließung im Jahre 2006, eine Lösung für die abgewirtschaftete Immobilie insgesamt, aber besonders für ein neues Aufleben des Cafés zu finden.

Café Pille und 10 Wohnungen (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Café Pille und 10 Wohnungen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Am Tag vor der Eröffnung

Im Jahr 2010 bildete sich ein Seniorenprojekt, dessen Mitwirkende im Café arbeiten und im Haus gemeinschaftlich wohnen wollten. Die Beteiligten stellten dann aber ihr Vorhaben ein. 2011 bekundete eine Bäckereikette Interesse, konnte sich dann aber mit der denkmalgeschützten Innenarchitektur nicht anfreunden und nahm Abstand. Schließlich fand sich mit dem Sondershäuser Gastronomen Tobias Schneegans ein zuverlässiger Partner, der sich der Unternehmung mit dem erforderlichen Verständnis, aber auch Begeisterung widmete. Damit war eine der wichtigsten Voraussetzungen für das Bauvorhaben erfüllt.

Café Pille und 10 Wohnungen (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Café Pille und 10 Wohnungen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Dieses Dreigestirn (Eckhard Wehmeier, Tobias Schneegans und Marko Zillmann) zeigt sich dafür verantwortlich, dass nicht nur das Café Pille neu erstand, sondern auch 9 barrierefreie Wohnungen und eine behindertengerechte Wohnung. Ausgangspunkt war, als sich Wehmeier und Schneegans trafen und das Wort „Pille“ fiel. Hier präsentierten sie ein Bild, dass die Familie Nickel aus früherer Zeit stiftete.

Es folgten konkrete Planungen durch das Sondershäuser Architekturbüro AIG mbH, zahlreiche Beratungen mit der Denkmalschutzbehörde, dem Bauverwaltungsamt und Bauamt der Stadt Sondershausen sowie mit dem Freistaat Thüringen, der bereits im Vorfeld eine Förderung für das komplexe, mit ca. 2,4 Millionen Euro veranschlagte Bauvorhaben in Aussicht gestellt hatte. Alle wollten zum Gelingen des
Projektes beitragen.

Der Baubeginn erfolgte im Juni 2013 zunächst mit Abbrucharbeiten, die wegen der desolaten Bausubstanz über den zunächst geplanten Umfang hinausgingen. Fest stand allerdings immer die Grundidee, das Café weitgehend zu rekonstruieren. Von der Einhaltung dieses Prinzips kann man sich heute überzeugen. Die Bautätigkeit erforderte intensive planerische Begleitung, großes handwerkliches Können sowie diszipliniertes Vorgehen auf einem beengten innerstädtischen Grundstück, mit eingeschränkten Zuwegungen und Abstellflächen.

Auch die Nachbarschaften wurden durch die „Nebenwirkungen“ der baulichen Aktivitäten gefordert.

Somit gebührt allen direkt und indirekt am Bau Beteiligten ein großes Dankeschön, so der Geschäftsführer der Wippertal Eckhard Wehmeier gegenüber kn.

Café Pille und 10 Wohnungen (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Café Pille und 10 Wohnungen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Während Pfarrer Günter Albrecht dem Café Pille seinen kirchlichen Segen gab, gab Sondershausens Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU) den „weltlichen Segen“ und dankte nicht nur den vielen Akteuren, sondern wünschte auch, die Sondershäuser mögen dieses neue Angebot rege nutzen., in dem er sagte; „Kommt, es ist alles gerichtet.

Während die Wiederherstellung des historischen Cafés häufig im Rampenlicht stand, sollte nicht übersehen werden, dass im Haupthaus sechs und in dem im Hof liegen-den Neubau vier barrierefreie individuelle Wohnungen entstanden sind und derzeit von ihren neuen Bewohnern eingerichtet werden.

Diesen wünsche ich im Namen der "Wippertal" WBG mbH viel Glück in ihren neuen vier Wänden!
Dem Betreiber und den Mitarbeitern des Cafés viel Erfolg und zahlreiche zufriedene Gäste, so Wehmeier weiter.

Café Pille und 10 Wohnungen (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Café Pille und 10 Wohnungen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Und wie sieht es kulinarisch aus?
Die früheren Renner nach Originalkonzept wirdl es auch geben, wie
- Splittertorte ala Pile
- Orangenschnitte und
- Mohnkuchen ala Pille
und viel mehr. Aber lassen Sie sich überraschen. Nun ja, ob man allerdings in Mark und Pfennig bezahlen kann wird sich ja noch ausweisen. Stecken Sie lieber mal ein paar Euro ein, um nicht gleich Teller waschen zu müssen.

Aber nicht nur die alte Kasse ist ein liebevolles Detail. Wenn Sie in der Bildergalerie einen Stahl sehen, ist das ein wichtiges „historisches Detail“. Ist ist der Lautsprecher-Stauhl von Herrn Müller, den ältere Besucher von früher her noch kennen werden. Über die nette Geste, die früheren Serviererinnen zur Eröffnung einzuladen, hatte kn bereits berichtet:
Die Splittertorte ist wieder da!

Café Pille und 10 Wohnungen (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Café Pille und 10 Wohnungen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Bevor der Trubel los ging, hatte kn noch die Gelegenheit, Architekt Carsten Schmidt vom Büro AIG vor die Kamera zu holen, der mit seinem Team (Entschuldigung wenn nicht alle Namen genannt werden) ja maßgeblich am Gelingen des Baus hatten. Schauen Sie nach den Fakten zum Café Pille und 10 Wohnungen noch in die folgende Bildergalerie.



Fakten: Café Pille und 10 Wohnungen

- Eröffnung einer Konditorei im westlichen Teilgebäude 1837 durch Hofkonditor Friedrich Krause
- Namensgebung 1904 "Café Schwarzburg
- 1920 Umbenennung in "Café und Konditorei Pille durch umfangreiche Renovierung durch Alfred Pille
- Umbau der Erdgeschosse beider Gebäudeteile durch den Weimarer Architekten Paul Bräunlich im Jahre 1929 mit Ausgestaltung des Gastraumes im Stil des Art deco
- Zahlreiche Umbauten und Neugestaltungen des Gesamtgebäudes in den folgenden Jahrzehnten
- Café Pille wird zu einer gastronomischen und kulturellen Instanz
- 1993 Erwerb durch einen Investor, dessen Sanierungsbemühungen fehlschlugen
- Schließung des Cafés in 2006
- Erwerb der Immobilie der Stadt Sondershausen in 2008 mit der Absicht das Gebäude einer angemessenen Nutzung zuzuführen.
- "Wippertal" WBG mbH beschäftigt sich intensiv mit der Sanierung seit 2009
- Planerauswahlverfahren in 2011 mit Entscheidung für die AIG Architektur- und Ingenieurgesellschaft mbH aus Sondershausen
- 2012 Findung eines neuen Betreibers für das denkmalgeschützte Café
- "Wippertal" WBG mbH kauft Grundstück von Stadt Sondershausen
- Juli 2013 Baubeginn von Café und 10 barrierefreien Wohnungen
- 2014/2015 Fertigstellung mit Baukosten in Höhe von ca. 2,85 Mio. Euro
- Vermietung der Wohnungen ab 01.02.2015
- Eröffnung des „neuen“ Café Pille am 06.03.2015

Eckhard Wehmeier
Geschäftsführer Wippertal
Café Pille und 10 Wohnungen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Café Pille und 10 Wohnungen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Café Pille und 10 Wohnungen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Café Pille und 10 Wohnungen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Café Pille und 10 Wohnungen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Café Pille und 10 Wohnungen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Café Pille und 10 Wohnungen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Café Pille und 10 Wohnungen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Café Pille und 10 Wohnungen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Café Pille und 10 Wohnungen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Café Pille und 10 Wohnungen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Café Pille und 10 Wohnungen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Café Pille und 10 Wohnungen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Café Pille und 10 Wohnungen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Café Pille und 10 Wohnungen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Café Pille und 10 Wohnungen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Café Pille und 10 Wohnungen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Café Pille und 10 Wohnungen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Café Pille und 10 Wohnungen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Café Pille und 10 Wohnungen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Café Pille und 10 Wohnungen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Café Pille und 10 Wohnungen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Café Pille und 10 Wohnungen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Café Pille und 10 Wohnungen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Café Pille und 10 Wohnungen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Café Pille und 10 Wohnungen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Café Pille und 10 Wohnungen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Café Pille und 10 Wohnungen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Café Pille und 10 Wohnungen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Café Pille und 10 Wohnungen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Café Pille und 10 Wohnungen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Café Pille und 10 Wohnungen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Café Pille und 10 Wohnungen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Café Pille und 10 Wohnungen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Café Pille und 10 Wohnungen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Café Pille und 10 Wohnungen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Café Pille und 10 Wohnungen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Café Pille und 10 Wohnungen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Café Pille und 10 Wohnungen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Café Pille und 10 Wohnungen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Café Pille und 10 Wohnungen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Café Pille und 10 Wohnungen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Café Pille und 10 Wohnungen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Café Pille und 10 Wohnungen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Café Pille und 10 Wohnungen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Café Pille und 10 Wohnungen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Café Pille und 10 Wohnungen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Café Pille und 10 Wohnungen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Café Pille und 10 Wohnungen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Café Pille und 10 Wohnungen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Café Pille und 10 Wohnungen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Café Pille und 10 Wohnungen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Café Pille und 10 Wohnungen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Café Pille und 10 Wohnungen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Café Pille und 10 Wohnungen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Café Pille und 10 Wohnungen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Café Pille und 10 Wohnungen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Café Pille und 10 Wohnungen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Café Pille und 10 Wohnungen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Café Pille und 10 Wohnungen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Autor: khh

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