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Mo, 06:23 Uhr
09.03.2015

Behörden tatenlos?

Wenn Straßen nicht mehr für den öffentlichen Verkehr freigeben sind, wird es Zeit, das die zuständigen Straßenverkehrsbehörden auch die Kartenverlage informieren. Im Kyffhäuserkreis interessiert man sich wohl nicht darum?

Es ist schon geraume Zeit her, dass es die Ortsumfahrung Hachelbich gibt und der Verkehr von Sondershausen an Hachelbich vorbei auf der L2290 nach Göllingen geführt wird. Das ist schon seit 2013 Realität. Die frühere Ortsverbindungsstraße zwischen Hachelbich und Göllingen ist seit dem für den normalen Straßenverkehr gesperrt. Dort steht auf beiden Seiten das weiße runde Schild mit rotem Rand und dem Hinweis für Landwirtschaftlich Fahrzeuge und Radfahrer frei.

Das Problem ist, viele Auto- und Lkw-Fahrer halten sich nicht daran. Auffallend, es sind nicht nur Einheimische Fahrer die mal schnell die kurze Route benutzen, sondern auffällig viele Fahrzeuge mit Kennzeichen aus anderen Landkreisen.

Behörden tatenlos? (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Behörden tatenlos? (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Es ist ja auch kein Wunder. Bisher haben die Verkehrsbehörden es versäumt, diese Straße als öffentliche Straße aus dem Kartenmaterial herausnehmen zu lassen. Ein beliebiger Routenplaner zeigt, die gesperrte Straße ist immer noch in den Routenplanern drin und natürlich auch in den Navigationsgeräten.

Behörden tatenlos? (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Behörden tatenlos? (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Das Beispiel Possen zeigt, dass man so etwas steuern kann. Wenn man in den Routenplaner von der Possenallee Sondershausen als Ziel Oberspier eingibt, wird man auch über die wesentlich längere b4 geführt und nicht über die Straßen die über den Possen führen.

Würde es nur um einen "landwirtschaftlichen Weg" gehen wäre die Sache ja noch verschmerzbar. Aber die alte Verbindungsstraße Hachelbich - Göllingen ist im schwarz gekennzeichneten Bereich Teil des Unstrut-Werra-Radweges. Da sollte ja wohl doch dieser Straßenteil endgültig aus den Verkehrskarten genommen werden. Als 2011 mit dem Bau der neuen Umgehungsstraße begonnen wurde, hätte das eigentlich schon in Auftrag gegeben werden können.

Fragt sich nur, wann die Verkehrsbehörden mal reagieren. Wahrscheinlich erst, wenn der erste Radfahrer von Pkw oder Lkw angefahren wurde?
Autor: khh

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