So, 09:14 Uhr
08.03.2015
Kandidaten für Mietpreisbremse
Die Mietpreisbremse ist beschlossene Sache. Doch für den überwiegenden Teil der Mieter in diesem Land hat das Gesetz keine Bedeutung. Einige Kandidaten gibt es dennoch...
Mit Mietpreissteigerungen von 48 Prozent in nur fünf Jahren ist Berlin der Top-Kandidat für die Mietpreisbremse. In keiner anderen deutschen Großstadt sind die Mieten derartig massiv gestiegen. Der Berliner Senat plant nun den Einsatz der Mietpreisbremse für das gesamte Stadtgebiet.
Aber auch in anderen deutschen Großstädten kam es in den vergangenen fünf Jahren zu deutlichen Preissteigerungen. Nach dem Beschluss des Bundestages liegt es nun an den Bundesländern festzulegen, in welchen Gebieten die Bremse greifen soll. Immowelt.de, eines der führenden Immobilienportale, hat die Mietpreissteigerungen in den größten deutschen Städten zwischen 2009 und 2014 analysiert und eine Liste der heißesten Kandidaten für die Mietpreisbremse erstellt.
Neben der Bundeshauptstadt hat die Immowelt-Analyse weitere Kandidaten für die Einführung der Mietpreisbremse identifiziert. Besonders hoch waren die Preissteigerungen auch in Dresden (23 Prozent) sowie Frankfurt am Main, Köln und München mit jeweils 21 Prozent. Auch in Hamburg (20 Prozent), Düsseldorf (18 Prozent), Hannover und Nürnberg (jeweils 17 Prozent) stiegen die Mieten zwischen 2009 und 2014 erheblich.
Ob die Mietpreisbremse jeweils in der gesamten Stadt, in einzelnen Stadtteilen oder anderen Teilgebieten eingesetzt wird, ist im Gesetz nicht festgelegt. Greifen soll es voraussichtlich ab dem 1. Juni 2015. Zuvor, am 27. März 2015, muss es noch den Bundesrat passieren.
Die Mietpreisbremse soll dieses Problem lösen: Vermietet ein Eigentümer seine Wohnung an einen neuen Mieter, darf der Mietpreis künftig nur noch höchstens 10 Prozent über dem Niveau der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen. Neubauten und umfangreich sanierte Wohnungen sind jedoch von der Mietpreisbremse ausgeschlossen.
Die Top-Kandidaten für die Mietpreisbremse:
1. Berlin (48 Prozent)
2. Dresden (23 Prozent)
3. Frankfurt am Main (21 Prozent)
4. Köln (21 Prozent)
5. München (21 Prozent)
6. Hamburg (20 Prozent)
7. Düsseldorf (18 Prozent)
8. Nürnberg (17 Prozent)
9. Hannover (17 Prozent)
10. Stuttgart (16 Prozent)
Datenbasis für die Berechnung der Mietpreissteigerungen waren 80.000 Angebote, die im 1. Quartal 2009 und im 1. Quartal 2014 auf immowelt.de inserierte wurden.
Für Thüringen dürfte die Mietpreisbremse lediglich für die Städte Erfurt, Jena und Weimar zur Anwendung kommen.
Autor: redMit Mietpreissteigerungen von 48 Prozent in nur fünf Jahren ist Berlin der Top-Kandidat für die Mietpreisbremse. In keiner anderen deutschen Großstadt sind die Mieten derartig massiv gestiegen. Der Berliner Senat plant nun den Einsatz der Mietpreisbremse für das gesamte Stadtgebiet.
Aber auch in anderen deutschen Großstädten kam es in den vergangenen fünf Jahren zu deutlichen Preissteigerungen. Nach dem Beschluss des Bundestages liegt es nun an den Bundesländern festzulegen, in welchen Gebieten die Bremse greifen soll. Immowelt.de, eines der führenden Immobilienportale, hat die Mietpreissteigerungen in den größten deutschen Städten zwischen 2009 und 2014 analysiert und eine Liste der heißesten Kandidaten für die Mietpreisbremse erstellt.
Neben der Bundeshauptstadt hat die Immowelt-Analyse weitere Kandidaten für die Einführung der Mietpreisbremse identifiziert. Besonders hoch waren die Preissteigerungen auch in Dresden (23 Prozent) sowie Frankfurt am Main, Köln und München mit jeweils 21 Prozent. Auch in Hamburg (20 Prozent), Düsseldorf (18 Prozent), Hannover und Nürnberg (jeweils 17 Prozent) stiegen die Mieten zwischen 2009 und 2014 erheblich.
Ob die Mietpreisbremse jeweils in der gesamten Stadt, in einzelnen Stadtteilen oder anderen Teilgebieten eingesetzt wird, ist im Gesetz nicht festgelegt. Greifen soll es voraussichtlich ab dem 1. Juni 2015. Zuvor, am 27. März 2015, muss es noch den Bundesrat passieren.
Was ist die Mietpreisbremse?
Bis auf wenige Ausnahmen dürfen Vermieter, die ihre Wohnung neu vermieten, so viel Miete verlangen wie sie möchten. Laut Bundesjustizministerium kommt es in Ballungsgebieten oder begehrten Innenstadtlagen bei Neuvermietungen aus diesem Grund oft zu Preissprüngen zwischen 20 und 40 Prozent.Die Mietpreisbremse soll dieses Problem lösen: Vermietet ein Eigentümer seine Wohnung an einen neuen Mieter, darf der Mietpreis künftig nur noch höchstens 10 Prozent über dem Niveau der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen. Neubauten und umfangreich sanierte Wohnungen sind jedoch von der Mietpreisbremse ausgeschlossen.
Die Top-Kandidaten für die Mietpreisbremse:
1. Berlin (48 Prozent)
2. Dresden (23 Prozent)
3. Frankfurt am Main (21 Prozent)
4. Köln (21 Prozent)
5. München (21 Prozent)
6. Hamburg (20 Prozent)
7. Düsseldorf (18 Prozent)
8. Nürnberg (17 Prozent)
9. Hannover (17 Prozent)
10. Stuttgart (16 Prozent)
Datenbasis für die Berechnung der Mietpreissteigerungen waren 80.000 Angebote, die im 1. Quartal 2009 und im 1. Quartal 2014 auf immowelt.de inserierte wurden.
Für Thüringen dürfte die Mietpreisbremse lediglich für die Städte Erfurt, Jena und Weimar zur Anwendung kommen.