Mo, 09:24 Uhr
09.03.2015
Die Idylle täuscht
Das Wetter am Sonntag war prächtig und so zog es viele Menschen auf die Straßen, aber den ehrenamtlich tägigen Wegewart Wandern und Radwandern zog es hoch in die Natur. Aber die Lust am Wandern verging schnell
Es lag aber nicht an dem noch nicht so grünen Aussehen der Natur, sondern es fehlte was. Da kramte der der Wegewart in seinem Gedächtnis und stellte fest, an einem Weg fehlt doch etwas.
Richtig, am Waldrand stand da mal eine Informationstafel, so richtig schön groß mit Dach, damit das Bild mit den Informationen auch schön lange hält. Die Informationstafel war von der Naturparkverwaltung Kyffhäuser aufgestellt wurden. Das Foto ist leider nicht von der besten Qualität, aber man kann erahnen, wie es dort mal aussah.
Wie es aktuell gestern aussah, kann man dafür klar und deutlich sehen. Oder muss man sagen besser nicht sehen?
Ein Stücken hin im Wald wurde eine weiße Tafel entdeckt. Das wird doch nicht etwa? Tatsächlich, sie war es.
Es war die Informationstafel der Naturparkverwaltung. Aber das ganze schöne Holz drumherum war weg. Und auch das Liegen über den Winter hat der Informationstafel echt geschadet. In der Zustand wird sie wohl nicht mehr mit einem neue Rahmen aufgestellt werden können.
Es ist leider kein Einzelfall mehr, das Informationstafeln und Wegezeichen der Wanderwege heruntergerissen werden, ja auch vollständig geklaut werden. Es nimmt leider Größenordnungen an.
Erst vor knapp zwei Wochen hatte ich als Wegewart vor Stadträte der Stadt Sondershausen auf den immer schlechter werdenden Zustand einiger Wanderwege aufmerksam gemacht. Auch wenn dem Wegewart die Finanzmisere der Stadt Sondershausen bekannt ist, wenn es noch Sinn machen soll, dass einige Wanderwege erhalten werden sollen, muss etwas getan werden. Aber es macht keinen Sinn auf die Stadt zu schimpfen, denn es waren Bürger, die hier und an anderen Stellen, wie die Vandalen umherziehen.
Aber auch der Kreis und das Land sind gefordert. Nur zwei bis drei Kilometer entfernt stehen Grenzsteine im Wald (Kleindenkmale) die als solche schon nicht mehr zu erkennen sind. Hinweis von mir als Wegewart wurden in den Wind der Windleite geschlagen.
Der Windleitewege von Göllingen nach Heringen wurde vor Jahren aus Kostengründen bereits aus dem Wandernetz genommen und die Wegweiser abgebaut. Nur die am dortigen Weg stehenden Grenzsteine durften nicht gesichert werden. Jetzt stehen sie, vom Wald zugewuchert, und sind wohl unwiederbringlich verloren!
Unverständlich ist auch, das manche Bürger den Wald mit einer Müllkippe verwechseln. Da werden selbst ausgediente Kühlschränke an Wanderwegen abgelegt. Leider wird hier auch das Geld knapp, solche Dinge wieder aus dem Wald zu schaffen.
Und auch etwas anders ist widersinnig. Wir haben herrliche Laubwälder. Man muss im Herbst nicht zum Indian Summer nach Nordamerika fahren. Es reicht einfach mal auf den Frauenberg zu steigen und und ins lange Kirchtal zu schauen. Aber unsere touristischen Marketingexperten haben den German Indian Summer noch nicht entdeckt.
Um es klar zu sagen, die Motivation, die Wanderwegzeichen in Ordnung zu halten ist langsam weg, weil es an einigen Wanderwegen kaum noch Sinn macht, die Wanderer hinzulocken. Im Gespräch mit den Stadträten kam raus, dass man wohl oder übel darüber nachdenken muss, das Wanderwegnetz weiter auszudünnen und man sich auf einige wenige Wege beschränken sollte. Ob dass unserem Ziel entspricht, den Tourismus auszubauen muss allerdings bezweifelt werden. In jedem Falle könnte das Image unseres Landkreises Schaden nehmen, wann man sich nicht langsam mal wieder um die Wanderwege kümmert. Aber ohne Geld ist die Infrastruktur des Wanderwegenetzes nicht zu halten, denn nur Wegezeichen zu erhalten ist eben viel zu wenig.
Aber am meisten können die Bürger tun, in dem sie eben Informationstafeln nur lesen und nicht zertrümmern und ihren Müll zu Hause lassen.
Karl-Heinz Herrmann
Ehrenamtlicher Ortswegewart
Wandern und Radwandern
Autor: khhEs lag aber nicht an dem noch nicht so grünen Aussehen der Natur, sondern es fehlte was. Da kramte der der Wegewart in seinem Gedächtnis und stellte fest, an einem Weg fehlt doch etwas.
Richtig, am Waldrand stand da mal eine Informationstafel, so richtig schön groß mit Dach, damit das Bild mit den Informationen auch schön lange hält. Die Informationstafel war von der Naturparkverwaltung Kyffhäuser aufgestellt wurden. Das Foto ist leider nicht von der besten Qualität, aber man kann erahnen, wie es dort mal aussah.
Wie es aktuell gestern aussah, kann man dafür klar und deutlich sehen. Oder muss man sagen besser nicht sehen?
Ein Stücken hin im Wald wurde eine weiße Tafel entdeckt. Das wird doch nicht etwa? Tatsächlich, sie war es.
Es war die Informationstafel der Naturparkverwaltung. Aber das ganze schöne Holz drumherum war weg. Und auch das Liegen über den Winter hat der Informationstafel echt geschadet. In der Zustand wird sie wohl nicht mehr mit einem neue Rahmen aufgestellt werden können.
Es ist leider kein Einzelfall mehr, das Informationstafeln und Wegezeichen der Wanderwege heruntergerissen werden, ja auch vollständig geklaut werden. Es nimmt leider Größenordnungen an.
Erst vor knapp zwei Wochen hatte ich als Wegewart vor Stadträte der Stadt Sondershausen auf den immer schlechter werdenden Zustand einiger Wanderwege aufmerksam gemacht. Auch wenn dem Wegewart die Finanzmisere der Stadt Sondershausen bekannt ist, wenn es noch Sinn machen soll, dass einige Wanderwege erhalten werden sollen, muss etwas getan werden. Aber es macht keinen Sinn auf die Stadt zu schimpfen, denn es waren Bürger, die hier und an anderen Stellen, wie die Vandalen umherziehen.
Aber auch der Kreis und das Land sind gefordert. Nur zwei bis drei Kilometer entfernt stehen Grenzsteine im Wald (Kleindenkmale) die als solche schon nicht mehr zu erkennen sind. Hinweis von mir als Wegewart wurden in den Wind der Windleite geschlagen.
Der Windleitewege von Göllingen nach Heringen wurde vor Jahren aus Kostengründen bereits aus dem Wandernetz genommen und die Wegweiser abgebaut. Nur die am dortigen Weg stehenden Grenzsteine durften nicht gesichert werden. Jetzt stehen sie, vom Wald zugewuchert, und sind wohl unwiederbringlich verloren!
Unverständlich ist auch, das manche Bürger den Wald mit einer Müllkippe verwechseln. Da werden selbst ausgediente Kühlschränke an Wanderwegen abgelegt. Leider wird hier auch das Geld knapp, solche Dinge wieder aus dem Wald zu schaffen.
Und auch etwas anders ist widersinnig. Wir haben herrliche Laubwälder. Man muss im Herbst nicht zum Indian Summer nach Nordamerika fahren. Es reicht einfach mal auf den Frauenberg zu steigen und und ins lange Kirchtal zu schauen. Aber unsere touristischen Marketingexperten haben den German Indian Summer noch nicht entdeckt.
Um es klar zu sagen, die Motivation, die Wanderwegzeichen in Ordnung zu halten ist langsam weg, weil es an einigen Wanderwegen kaum noch Sinn macht, die Wanderer hinzulocken. Im Gespräch mit den Stadträten kam raus, dass man wohl oder übel darüber nachdenken muss, das Wanderwegnetz weiter auszudünnen und man sich auf einige wenige Wege beschränken sollte. Ob dass unserem Ziel entspricht, den Tourismus auszubauen muss allerdings bezweifelt werden. In jedem Falle könnte das Image unseres Landkreises Schaden nehmen, wann man sich nicht langsam mal wieder um die Wanderwege kümmert. Aber ohne Geld ist die Infrastruktur des Wanderwegenetzes nicht zu halten, denn nur Wegezeichen zu erhalten ist eben viel zu wenig.
Aber am meisten können die Bürger tun, in dem sie eben Informationstafeln nur lesen und nicht zertrümmern und ihren Müll zu Hause lassen.
Karl-Heinz Herrmann
Ehrenamtlicher Ortswegewart
Wandern und Radwandern





