Do, 10:30 Uhr
12.03.2015
kn Forum: Deutsche Panzerketten dürfen wieder
Im Zusammenhang mit den Themen Manöver in Osteuropa und Patenschaft mit Bundeswehr in Roßleben erreichte kn dieser Leserbrief...
Amerikanische Panzer werden in Riga entladen, die EU redet eine europäische Armee herbei, eine schnelle Eingreiftruppe der NATO wird aufgebaut, neue Stützpunkte entstehen an Russlands Grenzen, Ursula von der Leyen holt den deutschen Panzer aus dem Winterschlaf, in Polen werden so viele deutsche Soldaten manövrieren wie seit Ende des 2. Weltkrieges nicht mehr... Man muss sich schon Mühe geben, um (weiter) an Frieden und Abrüstung zu glauben.
Dass unter diesen Umständen ein Leopard 2 (extra) aus Bad Frankenhausen in das gut 30 Kilometer entfernte Rossleben gebracht wird, um dort unter Kinderaugen eine Patenschaft zu besiegeln, macht schon etwas stutzig (Patenschaft besiegelt).
Dass sich die Bundeswehr alle Mühe gibt, sich in der Öffentlichkeit, an Schulen, Bildungs-
einrichtungen, in Bundesagenturen der Arbeit entsprechend zu zeigen, ist die eine Sache. Dass Vertreter der Stadt, Abgeordnete, Bürgermeister sich der Marketingoffensive, die nichts mit Friedenserziehung zu tun hat, anschließen und damit den aktuellen Schwenk in der deutschen Außenpolitik mittragen, ist die andere Sache.
So macht sich die Provinz, die scheinbar weit weg von der "großen" Politik sich in Patenschaften verlustiert, mitverantwortlich für Krieg und Frieden. Wie reagieren wir eigentlich, wenn jener Leopard 2, der letztens noch vor dem Rathaus in Roßleben stand, demnächst vielleicht gen Osten verladen wird, um dort als "Speerspitze" (offizielle Redensart der NATO) einen auf "Verteidigung" zu machen?
Andreas Zeidler
Bad Frankenhausen
Autor: khhAmerikanische Panzer werden in Riga entladen, die EU redet eine europäische Armee herbei, eine schnelle Eingreiftruppe der NATO wird aufgebaut, neue Stützpunkte entstehen an Russlands Grenzen, Ursula von der Leyen holt den deutschen Panzer aus dem Winterschlaf, in Polen werden so viele deutsche Soldaten manövrieren wie seit Ende des 2. Weltkrieges nicht mehr... Man muss sich schon Mühe geben, um (weiter) an Frieden und Abrüstung zu glauben.
Dass unter diesen Umständen ein Leopard 2 (extra) aus Bad Frankenhausen in das gut 30 Kilometer entfernte Rossleben gebracht wird, um dort unter Kinderaugen eine Patenschaft zu besiegeln, macht schon etwas stutzig (Patenschaft besiegelt).
Dass sich die Bundeswehr alle Mühe gibt, sich in der Öffentlichkeit, an Schulen, Bildungs-
einrichtungen, in Bundesagenturen der Arbeit entsprechend zu zeigen, ist die eine Sache. Dass Vertreter der Stadt, Abgeordnete, Bürgermeister sich der Marketingoffensive, die nichts mit Friedenserziehung zu tun hat, anschließen und damit den aktuellen Schwenk in der deutschen Außenpolitik mittragen, ist die andere Sache.
So macht sich die Provinz, die scheinbar weit weg von der "großen" Politik sich in Patenschaften verlustiert, mitverantwortlich für Krieg und Frieden. Wie reagieren wir eigentlich, wenn jener Leopard 2, der letztens noch vor dem Rathaus in Roßleben stand, demnächst vielleicht gen Osten verladen wird, um dort als "Speerspitze" (offizielle Redensart der NATO) einen auf "Verteidigung" zu machen?
Andreas Zeidler
Bad Frankenhausen
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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