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Mo, 23:16 Uhr
16.03.2015

Parken für Radfahrer?

Die Stadt Sondershausen hat vor einigen Wochen die Innenstadt von Sondershausen für Radfahrer attraktiver gemacht. Heute wurde bei einer Einwohnerversammlung in Sondershausen auf ein generelles Problem in Sondershausen hingewiesen, was Einheimische und Touristen betrifft...

Für die Radfahrer, die bald auf der Neubaustrecke des Unstrut-Werra-Radweges in die Stadt kommen werden, so zumindest die Hoffnung der Verantwortlichen, wurde vor einigen Monaten durch die Umschilderung der Hauptstraße und der Johann-Karl-Wezel-Straße der Weg für die Radfahrer in beiden Richtungen frei gegeben.

Ein sicher richtiger Schritt für touristische und einheimische Radfahrer. Aber leider hält die Infrastruktur in der Innenstadt, und auch besonders bei unserer Sehenswürdigkeiten, für die Radfahrer nicht gerade optimale Lösungen parat.

Parken für Radfahrer? (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Parken für Radfahrer? (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Mit Sicherheit keine Werbung für die Region, was da im Schlosshof für die Radfahrer steht. Das ist eher eine riesengroße Blamage. Hier muss sich die Thüringer Stiftung Schlösser und Gärten mal dem Wandel im Tourismus anpassen und auch etwas für die Radtouristen tun. Diesen Zustand, und nicht nur im Schlosshof prangerte des ehrenamtliche Ortswegewart Wandern und Radwandern heute in der Einwohnerversammlung an.



Parken für Radfahrer? (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Parken für Radfahrer? (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Wer bitte soll in solche Fahrradständer, wie hier am Rathaus oder gar im Hof des Schlosses sein Fahrrad hinstellen.

Hier sollte im Sinne der Einheimischen und Touristen recht bald nachgebessert werden. Wie Fahrradständer in der heutigen Zeit nicht mehr aussehen sollten zeigt dieses nachfolgende Exemplar. Beispiel. Hier verrät kn lieber nicht wo es steht, aber der Gebäudekomplex hat fast vier Millionen Euro gekostet.

Parken für Radfahrer? (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Parken für Radfahrer? (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Weitere nicht geeignete Beispiele von zeigt kn


Eines muss man aber auch klarstellen, die Problematik Fahrradständer ist nicht nur ein Sache der Stadt. Gewerbetreibende und touristische Anbieter haben aber besonders in der Innenstadt ein Problem. Die Industrie bietet mobile Fahrradständer meist nur in solchen Versionen an.


Wer hier sein Vorderrad in solchen Ständer schiebt hat häufig das Problem, dass es leicht zu Torrsionsschäden an der Vorderradfelge kommt. Ein kleiner Anrempler genügt oft schon. Ganz problematisch wird es, wenn gar moderne E-Bikes rein gestellt werden sollen, die sind mit ihren Mittelmotoren, oder gar Hinterradmotoren richtig schwer. Vom Problem des sicheren Anschließens des Fahrrades ganz zu schweigen. Oft finden in solchen Fahrradständern die Räder kaum halt (Rennräder mit schmalen Reifen) oder bei Spiralen passen breite Reifen oft nicht mehr rein.

Und erinnert sei auch daran, die Radwegskonzeption der Thüringer Landesregierung emphielt übrigens recht klar, dass Anlehnbügel verwenden werden sollen sollten.

Und da wäre noch die Frage der Finanzierung. Wenn die Stadt jetzt in der Phase der Konsolidierung die Hand hebt, reicht das nur bedingt. Auch hier hatte der Wegewart schon einen Tipp. In der neuen LEADER-Periode dürfen jetzt Vereine, Bürgerinitiativen, aber auch Kommunen und Firmen Anträge stellen. Das gute dabei, der meist 25 prozentige Eigenanteil kann als Arbeitsleistung dargestellt werden. Mit den RAG-Mittel (LEADER) die Fahrradständer kaufen, und über Bauhof zusammen mit einheimischen Firmen aufstellen.
Einen Anlehnbügel hat kn im Internet gefunden, der kam gerade mal 67 Euro, damit man weiß über welche Summen man überhaupt spricht.

Die Stadt muss allerdings aufzeigen, wo Anlehnbügelfahrradständer aufgestellt werden dürfen. Dieses Dinger müssen je nach Bauform einbetoniert, zumindest aber fest verschraubt werden. Das bedarf aber mit Sicherheit schon wieder eine Baugenehmigung, zumindest in der Innenstadt!

In der Anlage zeigt kn, wie in der heutigen Zeit Fahrradständer nicht mehr aussehen sollten. Trotzdem muss man den Gewerbetreibenden Lob zollen, dass man überhaupt an die Radfahrer denkt, deshalb zeigt kn auch nicht, zu wem die Ständer gehören.
Es sollten sich aber die Stadtverwaltung, der ADFC, und die Gewerbetreibenden (zum Beispiel mit SGW) zusammensetzen, wie das Problem gelöst werden soll.

Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU) räumte ein, wir müssen auch an die Touristen denken, die bei längeren Radtouren auch noch Gepäck haben. Da kommt man den den einfachen Fahrradständern auch nicht mehr zurecht. Allerdings sind Fahrradboxen, die es schon gibt (u.a. in Erfurt) noch einen deutliche Kick teurer, als so ein Anlehnbügel.

Und es sollte aus dem Kreis keiner auf Sondershausen mit den Finger zeigen. Es gibt jede Menge genauso schlechte Beispiele im Kreis, kn hat schon öfter über diese Zustände berichtet.
Parken für Radfahrer? (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Parken für Radfahrer? (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Parken für Radfahrer? (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Parken für Radfahrer? (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Parken für Radfahrer? (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Parken für Radfahrer? (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Parken für Radfahrer? (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Autor: khh

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