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Do, 14:02 Uhr
19.03.2015

VdK fordert bessere Bezahlung von Frauen

Der Sozialverband VdK Hessen-Thüringen fordert eine bessere Bezahlung für Frauen. Dass Frauen im Durchschnitt 22 Prozent weniger verdienen als Männer, ist nach Ansicht des VdK-Landesvorsitzenden Karl-Winfried Seif einer modernen demokratischen Gesellschaft unwürdig...


„Trotz guter wirtschaftlicher Entwicklung beträgt der Gehaltsunterschied zwischen Frauen und Männern seit Jahren fast ein Viertel. Das ist diskriminierend.“

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Der VdK kritisiert vor allem den hohen Anteil der Frauen im Niedriglohnbereich. In Hessen ist fast jede dritte Frau im Niedriglohnbereich beschäftigt, in Thüringen liegt der Wert sogar noch höher. Die Beschäftigten mit einem Stundenverdienst unter 8,50 Euro brutto waren mit 62 Prozent überwiegend Frauen, so die Ergebnisse der aktuellsten Verdienststrukturerhebung (2010) des Hessischen Statistischen Landesamts.

„Der gesetzliche Anspruch auf einen Mindestlohn von 8,50 Euro ist ein erster Schritt, aber er löst das Problem nicht“, sagt der VdK-Landesvorsitzende. „Niedrige Löhne bedeuten niedrige Renten. Damit Frauen im Erwerbsleben die Chance haben, eine halbwegs vernünftige Rente zu erwirtschaften, brauchen wir einen höheren Mindestlohn.“ Der Sozialverband VdK Hessen-Thüringen fordert einen Mindestlohn von 10 Euro.

Längere Erwerbsunterbrechungen wegen der Erziehung von Kindern und der Pflege von Angehörigen kämen noch verschärfend hinzu. Der VdK fordert deswegen eine bessere rentenrechtliche Anerkennung von Pflegezeiten. „Pflegende Angehörige sind überwiegend Frauen“, sagt Karl-Winfried Seif. „Damit sie durch die Pflege von Angehörigen keine Nachteile erleiden, muss die Pflegezeit in der Rentenversicherung wesentlich höher bewertet und mindestens auf den gleichen Betrag wie Kindererziehungszeiten angehoben werden.“ Und auch bei der Mütterrente sieht der VdK noch Defizite. „Wir fordern für alle Mütter drei Entgeltpunkte pro Kind für ihre Rente“, so der VdK-Landesvorsitzende.

Notwendig sind aus Sicht des VdK neben einer besseren Infrastruktur bei der Kinderbetreuung und Pflege auch eine deutlich bessere Bewertung und Entlohnung frauenspezifischer Berufe. „Erzieherinnen, Krankenschwestern oder Pflegerinnen leisten Enormes für unsere Gesellschaft. Lohn und soziale Anerkennung stehen aber nicht in Relation zu den erbrachten Leistungen“, so Seif.
Autor: red

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