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Fr, 17:30 Uhr
20.03.2015

Fledermaustagung in Erfurt

Der Kyffhäuserkreis ist ein wichtiges Verbreitungsgebiet von Fledermäuse. Umso inteessanter wird man hier verfolgen, was dort passieren wird. Siegesmund: Energiewende und Artenschutz müssen sich nicht widersprechen...

12. Fachtagung der Bundes-Arbeitsgemeinschaft Fledermausschutz in Erfurt / Umweltministerium erarbeitet Leitfaden zum Artenschutz bei der Genehmigung von Windkraft-Anlagen

Der Ausbau erneuerbarer Energien darf nicht zu Lasten gefährdeter Tier- und Pflanzenarten gehen. Diese Forderung hat Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund heute anlässlich der 12. Fachtagung Fledermausschutz in Erfurt bekräftigt. „Neue Windparks sollten nicht auf Kosten von Fledermäusen oder anderen Tieren entstehen. Bei diesem sensiblen Thema setze ich auf den Dialog zwischen Windkraft-Betreibern und Artenschützern. Mein Ziel ist es, unsere energie- und naturschutzpolitischen Ziele miteinander zu vereinbaren. Wir erarbeiten im Ministerium einen Leitfaden, wie der Fledermausschutz bei der Genehmigung und dem Betrieb von Windkraft-Anlagen berücksichtigt werden kann“, sagte Siegesmund.

So sollte der Bau von Windrädern nicht in den für Fledermäuse überlebens­wichtigen Gebieten erfolgen. Außerdem können die Anlagen so genehmigt und betrieben werden, dass sie sich automatisch abschalten, wenn ein nennenswerter Fledermauszug zu erwarten ist. „Hier werden wir die Ergebnisse laufender Forschungsvorhaben, wie sie unter anderem auf der Tagung vorgestellt werden, gerne aufgreifen, sagte Siegesmund.

Die Ministerin dankte allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Fachtagung, die zumeist ehrenamtlich das Leben der Fledermausarten erforschen und für ihren Schutz eintreten. „Für politische Entscheidungen ist die Expertise der Ehrenamtlichen unentbehrlich. Ich lade alle Naturschützer ein, ihr Fachwissen in die Gremien von Politik und Verwaltung einzubringen“, sagte die Umweltministerin.

Im Rahmen der Tagung überreicht Siegesmund die Plakette der Aktion Fledermausschutz an die Beigeordnete für Wirtschaft und Umwelt der Stadt Erfurt Kathrin Hoyer. Auf dem Dachboden der Thüringenhalle hat die Kleine Hufeisennase, eine der seltensten Fledermausarten Thüringens, ein neues Quartier gefunden und zieht ihre Jungen auf.


Hintergrund

Auf der Fachtagung der Bundesarbeitsgruppe Fledermausschutz des NABU treffen sich alle zwei Jahre ehrenamtlich engagierte Fledermausschützer aus ganz Deutschland. In diesem Jahr organisieren die Interessengemeinschaft Fledermausschutz und –forschung in Thüringen und die Thüringer Stiftung Fledermaus die Konferenz mit mehr als 400 Teilnehmern. Noch bis Sonntagmittag gibt es Vorträge und Postersessions in der Thüringenhalle und Exkursionen.

In der „Aktion Fledermausfreundlich“ zeichnet der Freistaat Thüringen Bürgerinnen und Bürger sowie Institutionen aus, die neue Quartiere für Fledermäuse schaffen oder bestehende Vorkommen erhalten. Bislang wurden rund 1.300 Fledermaus-Plaketten verliehen.
Autor: khh

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