So, 10:08 Uhr
22.03.2015
Wasser ist Menschenrecht
Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund ruft anlässlich des Internationalen Tag des Wassers 2015 zu einem sorgsamen Umgang mit der lebenswichtigen Ressource Wasser auf...
Dies sei nötig, um die Fortschritte auf dem Weg zum Erreichen der UN-Millennium-Entwicklungsziele nicht zu gefährden. Die Vereinten Nationen haben den Weltwassertag 2015 unter das Motto Wasser und nachhaltige Entwicklung gestellt.
Siegesmund erinnert daran, dass der Zugang zu sauberen Wasserressourcen und deren nachhaltige Entwicklung als Grundvoraussetzung für ein menschenwürdiges Dasein in vielen Teilen der Welt noch immer nicht dauerhaft gesichert sei.
Der Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitären Einrichtungen ist seit 2010 ein anerkanntes Menschenrecht. Es ist zwar erfreulich, dass der weltweite Zugang zu sauberem Trinkwasser verbessert und die Sanitärversorgung in den vergangenen Jahrzehnten erhöht werden konnte. Aber das reicht nicht aus, erläutert Siegesmund.
Trotz positiver Entwicklungen beim Wassersparen in Deutschland setzten Klimawandel und der durch unser Konsumverhalten bestimmte indirekte Wasserverbrauch die ohnehin angespannten Wasserressourcen weltweit unter Druck. In unserem Einkaufskorb versteckt sich oft ein zunächst unsichtbarer Wasserverbrauch, der uns beim Konsum von Lebensmitteln oder dem Kauf von Produkten selten bewusst ist, so die Ministerin.
Siegesmund verweist auf Berechnungen, wonach für die Produktion eines Autos rund 400.000 Liter, für die Herstellung eines Kilogramms Rindersteak rund 15.000 Liter und für ein Baumwoll-T-Shirt rund 2700 Liter Wasser benötigt werden.
Weiterhin erinnert die Ministerin daran, dass in Thüringen die örtlichen Wasservorkommen den Trinkwasserbedarf nicht flächendeckend sichern könnten. Daher seien die Trinkwassertalsperren bedeutsame Bauwerke zur Sicherung der Daseinsvorsorge für die Menschen im Freistaat Thüringen. Ohne derartige Wasserspeicher und die Fernwasserversorgung wäre eine stabile Versorgung mit dem Lebensquell Wasser nicht denkbar, erklärt die Ministerin. So werde etwa ein Drittel des Trinkwasserbedarfs im Freistaat Thüringen durch Fernwasserversorgungssysteme und den dazugehörigen Trinkwassertalsperren abgedeckt.
Hintergrund: Der Weltwassertag am 22. März ist ein Ergebnis der Weltkonferenz Umwelt und Entwicklung 1992 in Rio de Janeiro und wird seit 1993 aufgrund einer Resolution der Vereinten Nationen alljährlich begangen. Ziel des Weltwassertages ist es, die breite Öffentlichkeit auf die Bedeutung des Wassers für die Menschheit hinzuweisen. Mit dem Motto Wasser und nachhaltige Entwicklung greift der Weltwassertag 2015 einen der wichtigsten internationalen Prozesse im Bereich der nachhaltigen Entwicklung auf.
Die Millenniums-Entwicklungsziele der Vereinten Nationen wurden im Jahr 2000 von der Internationalen Gemeinschaft verabschiedet und umfassen acht Entwicklungsziele für das Jahr 2015. Im Rahmen der Vereinten Nationen verhandelt die internationale Staatengemeinschaft aktuell die Post 2015-Agenda, bei der die Ziele durch weltweite Sustainable Development Goals (nachhaltige Entwicklungsziele) ergänzt werden sollen.
Autor: redDies sei nötig, um die Fortschritte auf dem Weg zum Erreichen der UN-Millennium-Entwicklungsziele nicht zu gefährden. Die Vereinten Nationen haben den Weltwassertag 2015 unter das Motto Wasser und nachhaltige Entwicklung gestellt.
Siegesmund erinnert daran, dass der Zugang zu sauberen Wasserressourcen und deren nachhaltige Entwicklung als Grundvoraussetzung für ein menschenwürdiges Dasein in vielen Teilen der Welt noch immer nicht dauerhaft gesichert sei.
Der Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitären Einrichtungen ist seit 2010 ein anerkanntes Menschenrecht. Es ist zwar erfreulich, dass der weltweite Zugang zu sauberem Trinkwasser verbessert und die Sanitärversorgung in den vergangenen Jahrzehnten erhöht werden konnte. Aber das reicht nicht aus, erläutert Siegesmund.
Trotz positiver Entwicklungen beim Wassersparen in Deutschland setzten Klimawandel und der durch unser Konsumverhalten bestimmte indirekte Wasserverbrauch die ohnehin angespannten Wasserressourcen weltweit unter Druck. In unserem Einkaufskorb versteckt sich oft ein zunächst unsichtbarer Wasserverbrauch, der uns beim Konsum von Lebensmitteln oder dem Kauf von Produkten selten bewusst ist, so die Ministerin.
Siegesmund verweist auf Berechnungen, wonach für die Produktion eines Autos rund 400.000 Liter, für die Herstellung eines Kilogramms Rindersteak rund 15.000 Liter und für ein Baumwoll-T-Shirt rund 2700 Liter Wasser benötigt werden.
Weiterhin erinnert die Ministerin daran, dass in Thüringen die örtlichen Wasservorkommen den Trinkwasserbedarf nicht flächendeckend sichern könnten. Daher seien die Trinkwassertalsperren bedeutsame Bauwerke zur Sicherung der Daseinsvorsorge für die Menschen im Freistaat Thüringen. Ohne derartige Wasserspeicher und die Fernwasserversorgung wäre eine stabile Versorgung mit dem Lebensquell Wasser nicht denkbar, erklärt die Ministerin. So werde etwa ein Drittel des Trinkwasserbedarfs im Freistaat Thüringen durch Fernwasserversorgungssysteme und den dazugehörigen Trinkwassertalsperren abgedeckt.
Hintergrund: Der Weltwassertag am 22. März ist ein Ergebnis der Weltkonferenz Umwelt und Entwicklung 1992 in Rio de Janeiro und wird seit 1993 aufgrund einer Resolution der Vereinten Nationen alljährlich begangen. Ziel des Weltwassertages ist es, die breite Öffentlichkeit auf die Bedeutung des Wassers für die Menschheit hinzuweisen. Mit dem Motto Wasser und nachhaltige Entwicklung greift der Weltwassertag 2015 einen der wichtigsten internationalen Prozesse im Bereich der nachhaltigen Entwicklung auf.
Die Millenniums-Entwicklungsziele der Vereinten Nationen wurden im Jahr 2000 von der Internationalen Gemeinschaft verabschiedet und umfassen acht Entwicklungsziele für das Jahr 2015. Im Rahmen der Vereinten Nationen verhandelt die internationale Staatengemeinschaft aktuell die Post 2015-Agenda, bei der die Ziele durch weltweite Sustainable Development Goals (nachhaltige Entwicklungsziele) ergänzt werden sollen.
