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Mo, 16:05 Uhr
30.03.2015

Sondershäuser Bismarckturm zugänglich

Am kommenden Mittwoch, dem 1. April 2015 jährt sich zum 200. Male der Geburtstag des früheren Reichskanzlers Otto von Bismarck (1815 1898). Von 1862 bis 1890 war er Ministerpräsident und Außenminister. In seine Amtszeit fallen eine Reihe entscheidender Ereignisse. Er wurde bewundert und gescholten.

Sondershäuser Bismarckturm zugänglich (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Um den „Eisernen Kanzler“ bildete sich zu Ende seines Lebens ein geradezu mythischer Kult heraus. In der Folge dessen entstanden in ganz Deutschland Bismarcktürme und Bismarcksäulen in Verwirklichung eines Aufrufs von Vertretern der deutschen Studentenschaft (Bismarck war aktiver Vertreter der Burschenschaftsverbindung „Hannovera“).

Lokale Initiativen errichteten mehr als 170 Türme. Sie zeichnen sich durch eine markante Architektur aus, die sich auch als solche sofort erkennen lässt.

Mancherorts werden auch heute noch in den krönenden Flammenschalen am 1. April Feuer entfacht.
Thüringen weist heute noch siebzehn Bismarcktürme auf, die zwischenzeitlich auch schon einmal ihren Namen gewechselt hatten.

In der Nordthüringer Region wurden drei Türme errichtet: in Auleben (1905), im Gebäude der Rothenburg im Kyffhäusergebirge (1906) sowie bereites 1895 auf dem Spatenberg im Territorium der früheren „“Ole Burg“ / Spatenberg auf dem Göldner in der Hainleite südlich Sondershausens.

Verschiedene Initiativen haben den Sondershäuser Turm, der sich seit der Wiedervereinigung im Eigentum des Forstbetriebes Thüringen-Forst (Forstamt Sondershausen) befindet, begehbar erhalten.


Seit 2004 zeigt eine Bismarck-Plakette am Spatenbergturm seine ursprüngliche Bestimmung a. Seit 2013 weht wieder die deutsche Fahne am Flaggenmast.
Nachdem die ursprüngliche Fenstervergitterung wieder eingebaut werden konnte, wird der Bismarckturm am 200. Geburtstag des Reichskanzlers Otto von Bismarck am kommenden Mittwoch, dem 1. April für Interessierte in der Zeit von 12.00 bis 17.00 Uhr geöffnet und zugänglich sein.

Gleichzeitig soll damit auch der Sondershäuser Ehrenbürger Otto von Bismarck zu seinem 200. Geburtstag geehrt werden.
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