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Di, 21:32 Uhr
07.04.2015

Wir wollen nicht „Bad Schilda“ werden

Die CDU-Fraktion hat lange mit sich um die Formulierung des Antrages für ein Bürgerbegehren zum „Schiefen Turm“ gerungen, bei dem es um dessen künftige Finanzierung aus dem städtischen Haushalt gehen soll. So beginnt einen Stellungnahme von Pro Frankenhausen zum Thema Bürgerbegehren...

Herausgekommen ist eine undemokratische Formulierung, die nicht von allen Parteimitgliedern getragen wird und die Partei entzweit.

Doch während man sich noch darum streitet, ob der „Schiefe Turm“ von Bad Frankenhausen erhalten werden soll, oder nicht, läuft den Herren Unterzeichnern
Schobeß, Kobrow und Ringleb die Zeit weg, weil die Rettung des Turmes bereits angelaufen ist.

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Mitte April beginnen die Fundamentarbeiten für die Stahlstreben. Ende August stehen die Stahlstreben. Bis Mitte Dezember 2015 soll die gesamte Sicherungs-maßnahme abgeschlossen sein.

Es wäre schildbürgerhaft und unglaubwürdig, wenn man jetzt nach jahrelangem Kampf unser Wahrzeichen aufgeben würde und die bereits eingegangenen Fördermittel zurück geben müsste – ganz zu schweigen vom Imageverlust in der bundesweiten Öffentlichkeit sowie bei den Fördermittelgebern und Sponsoren.

Denkmale sind Gegenstände gemeinschaftlicher Erinnerung. Als geschichtliche Hinterlassenschaften menschlichen Wirkens spielen Denkmale eine Identität stiftende Rolle in der Gesellschaft. Es gilt, das Erbe an Baudenkmalen für kommende Generationen zu bewahren und zu schützen.

Selbst in Berlin kam man zu der Einschätzung, dass der „Schiefe Turm“ von Bad Frankenhausen ein Baudenkmal mit besonderer nationaler Wahrnehmbarkeit und städtebaulicher Qualität ist.
Mit dieser Einschätzung im Rücken sind die Chancen groß, weitere Unterstützung bei der Mauerwerksanierung und späteren Vermarktung zu erhalten.

Wenn man jedoch die Frage des Bürgerentscheides auf alle Sehenswürdigkeiten und touristischen Einrichtungen, wie Kyffhäuserdenkmal, Kyffhäusertherme, Solewasser- Vitalpark oder Hausmannsturm, übertragen würde, wäre dies das Aus für den Tourismus und würde unserer Stadt die Existenzgrundlage entziehen.

Folgekosten (Betriebskosten, Reparaturen, Instandhaltungen, Personalkosten) treten bei allen Einrichtungen auf und sind notwendiger Bestandteil eines jeden Betriebes. Oder soll man diese Einrichtungen schließen bzw. nicht mehr unterstützen? Das wäre kontraproduktiv und unsinnig.

Man muss natürlich seitens der Kostenträger verantwortungsbewusst mit Kosten und Personal umgehen und schlüssige Konzepte für den Betrieb und die Vermarktung aller touristischen Einrichtungen entwickeln.

Wir empfinden es als schädigend für unsere Stadt und den Tourismus, wenn trotz demokratischen Stadtratsbeschluss und den bereits anlaufenden Bauarbeiten aus Richtung CDU weiter diskutiert wird.

Alle Einwohner unserer Stadt sollten sich über die Folgen im Klaren sein, dass wenn der Bürgerbescheid kommt, sofort sämtliche Aktivitäten am „Schiefen Turm“ einzustellen sind, wie die weiteren Sicherungsarbeiten, der Kiosk, die abendliche Anstrahlung des Turms und sämtliche Werbung.

Viel wichtiger als Zeit und Energie für die Beschäftigung mit dem Bürgerbescheid aufzuwenden ist es, für den „Schiefen Turm“ ein ausgereiftes Marketingkonzept auf die Beine zu stellen.

Die Wählergemeinschaft Pro Frankenhausen fordert die Unterzeichner auf, wahres demokratisches Handeln zu zeigen und den Antrag auf Bürgerbegehren zurück zu nehmen.

Wählergemeinschaft Pro Frankenhausen.
Autor: khh

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