Fr, 13:55 Uhr
10.04.2015
Förderscheck übergeben
In der Herberge & Wirtshaus Alte Hämmelei in Bad Frankenhausen erfolgte heute die Übergabe eines Fördermittelbescheid für den Unstrut-Werra-Radweg (UWR). Es gibt aber weitergehende Erwartungen in der Region Nordthüringen...
Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) übergab im Rahmen eines Arbeitsbesuchs einen Fördermittelbescheid in Höhe von 3,723 Millionen Euro.
Bei der Übergabe des Förderbescheids waren Landrätin Antje Hochwind und Bad Frankenhausens Bürgermeister Matthias Strejc (rechts), sowie der Vorsitzende des ADFC Kyffhäuserkreis Hans-Christoph Schmidt (li).dabei.
Über das Thema UWR muss man eigentlich nicht mehr viel schreiben. Wer an den letzten beiden Wochenende gesehen hat, wie viele Bürger diesen Weg bereits genutzt haben, obwohl er noch nicht offiziell freigegeben ist, kann ermessen, wie wichtig dieser Radweg nicht nur für die Bürger im Kyffhäuserkreis ist.
Der UWR wird im Kyffhäuserkreis 39 km lang werden und wird rund 8,1 Millionen Euro kosten, davon 7,2 Millionen aus Fördermitteln.
Aber zwei gute Radwege im Kyffhäuserkreis reichen nicht aus. Der Radtourismus boomt immer mehr. Dem muss man sich anpassen.
Allein die Tatsache, dass beim Besuchsprogramm des Wirtschaftsministers, wo es schon um den UWR geht, bei einem der Leitprojekte, der Steigerung der Attraktivität des Kyffhäuserdenkmals (Geolift, Parkplätze), nicht auch um die Frage nach der Ausweisung eines Radweges auf den Kyffhäuser geht, zeigt, dass man dem Radtourismus noch nicht ganz in seinem Umfang wahrnimmt.
Da werden Millionen von Euro in das Denkmal gesteckt und es gibt keinen ausgewiesenen Radweg hinauf zum Kyffhäuserdenkmal, weder aus Richtung Bad Frankenhausen, noch aus Richtung Kelbra. Weit über 100.000 Besucher pro Jahr und die Radfahrer bleiben außen vor? Selbst in vielen Konzepten für den Kyffhäuser ist davon nichts zu lesen.
Anderseits muss man auch deutlich sagen, mit dem Bau des UWR hat sich der Kyffhäuserkreis schon mehr als weit aus dem Fenster gelehnt. Bei so einem deutschlandweit kulturhistorischen Denkmal wie dem Kyffhäuserdenkmal sollten sich Land und Bund mal ausgiebig bei einem Radweg beteiligen.
Nicht die einzige Ungereimtheit in Sachen Radwege in Nordthüringen. Bisher ist es immer noch nicht gelungen, ein sichere Radverbindung in den Norden Thüringens zu bewerkstelligen. Dabei geht es nicht nur um die Verbindung von Erfurt und Sondershausen, sondern auch darüber hinaus nach Nordhausen. Entweder muss man abenteuerlich Wege durch den Wald nehmen oder den lebensgefährlichen Weg auf der B4 durch die Sundhäuser Berge zu nehmen, um von Erfurt nach Nordhausen zu kommen.
Seit Jahrzehnten nun schon in Planung der Wippertal-Radweg. In Verlängerung des UWR sollte mal der Wippertal-Radweg von Sondershausen durch die Landkreise Nordhausen und Eichsfeld führen, um an das sehr gut ausgebaute Radwegenetz in Niedersachsen Anschluss zu bekommen. Auch hier muss man sagen, still ruht der See. Auch so ein Projekt ist nicht von den Nordthüringer Landkreisen zu stemmen. Wenn man auf die Karte Tourismus setzten will, darf man die Radfahrer nicht außen vorlassen. Die Ausrede mit den Bergen zieht seit dem Boom mit den E-Bikes bald überhaupt nicht mehr!
Autor: khhThüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) übergab im Rahmen eines Arbeitsbesuchs einen Fördermittelbescheid in Höhe von 3,723 Millionen Euro.
Bei der Übergabe des Förderbescheids waren Landrätin Antje Hochwind und Bad Frankenhausens Bürgermeister Matthias Strejc (rechts), sowie der Vorsitzende des ADFC Kyffhäuserkreis Hans-Christoph Schmidt (li).dabei.
Über das Thema UWR muss man eigentlich nicht mehr viel schreiben. Wer an den letzten beiden Wochenende gesehen hat, wie viele Bürger diesen Weg bereits genutzt haben, obwohl er noch nicht offiziell freigegeben ist, kann ermessen, wie wichtig dieser Radweg nicht nur für die Bürger im Kyffhäuserkreis ist.
Der UWR wird im Kyffhäuserkreis 39 km lang werden und wird rund 8,1 Millionen Euro kosten, davon 7,2 Millionen aus Fördermitteln.
Aber zwei gute Radwege im Kyffhäuserkreis reichen nicht aus. Der Radtourismus boomt immer mehr. Dem muss man sich anpassen.
Allein die Tatsache, dass beim Besuchsprogramm des Wirtschaftsministers, wo es schon um den UWR geht, bei einem der Leitprojekte, der Steigerung der Attraktivität des Kyffhäuserdenkmals (Geolift, Parkplätze), nicht auch um die Frage nach der Ausweisung eines Radweges auf den Kyffhäuser geht, zeigt, dass man dem Radtourismus noch nicht ganz in seinem Umfang wahrnimmt.
Da werden Millionen von Euro in das Denkmal gesteckt und es gibt keinen ausgewiesenen Radweg hinauf zum Kyffhäuserdenkmal, weder aus Richtung Bad Frankenhausen, noch aus Richtung Kelbra. Weit über 100.000 Besucher pro Jahr und die Radfahrer bleiben außen vor? Selbst in vielen Konzepten für den Kyffhäuser ist davon nichts zu lesen.
Anderseits muss man auch deutlich sagen, mit dem Bau des UWR hat sich der Kyffhäuserkreis schon mehr als weit aus dem Fenster gelehnt. Bei so einem deutschlandweit kulturhistorischen Denkmal wie dem Kyffhäuserdenkmal sollten sich Land und Bund mal ausgiebig bei einem Radweg beteiligen.
Nicht die einzige Ungereimtheit in Sachen Radwege in Nordthüringen. Bisher ist es immer noch nicht gelungen, ein sichere Radverbindung in den Norden Thüringens zu bewerkstelligen. Dabei geht es nicht nur um die Verbindung von Erfurt und Sondershausen, sondern auch darüber hinaus nach Nordhausen. Entweder muss man abenteuerlich Wege durch den Wald nehmen oder den lebensgefährlichen Weg auf der B4 durch die Sundhäuser Berge zu nehmen, um von Erfurt nach Nordhausen zu kommen.
Seit Jahrzehnten nun schon in Planung der Wippertal-Radweg. In Verlängerung des UWR sollte mal der Wippertal-Radweg von Sondershausen durch die Landkreise Nordhausen und Eichsfeld führen, um an das sehr gut ausgebaute Radwegenetz in Niedersachsen Anschluss zu bekommen. Auch hier muss man sagen, still ruht der See. Auch so ein Projekt ist nicht von den Nordthüringer Landkreisen zu stemmen. Wenn man auf die Karte Tourismus setzten will, darf man die Radfahrer nicht außen vorlassen. Die Ausrede mit den Bergen zieht seit dem Boom mit den E-Bikes bald überhaupt nicht mehr!
