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Di, 22:21 Uhr
14.04.2015

Martin Höfer: A Mass Media Approach

Gebürtiger Thüringer, genauer gesagt in Sondershausen, stellt im ISCP in New York aus - Open Studios im International Studio and Curatorial Program

Der in Sondershausen geborene Künstler Martin Höfer martinhoefer.de nimmt vom 23. bis 25. April 2015 an den Spring Open Studios des International Studio and Curatorial Program (ISCP) in New York teil. Höfer wird anlässlich der OpenStudios Einzelkunstwerke der Projekte „NIKE – Origin of Fortune“, „Siegen im Auftrag der Kunst“ und erste Arbeiten seines neuen Projektes „Eiskanal“ zeigen.

Das „International Studio & Curatorial Program“ (ISCP) ist eines der führenden Institutionen der zeitgenössischen Kunst, das seit 1994 Künstler und Kuratoren aus aller Welt, die bereits auf sich aufmerksam gemacht haben, durch die Bereitstellung von Atelierräumen, internationale Vernetzung und Ausstellungen unterstützt.

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Die Hauptaufgabe sieht die Einrichtung darin, eine breite Palette an modernen, oft experimentellen, künstlerischen Ansätzen zu fördern. Neben dem in Sondershausen in Thüringen geborenen Martin Höfer gehören auch Anne Sommer und Ingo Mittelstädt aus Deutschland zu den 32 derzeit am Institut „residierenden“ Künstlern und Kuratoren. Weitere deutsche Künstler, die in den vergangenen Jahren im ISCP arbeiteten, waren unter anderen Carsten Nicolai, Bjorn Melhus und Tobias Zielony.

Martin Höfer wurde in Sondershausen/Thüringen geboren und verbrachte seine Kindheit in Sondershausen und Bendeleben am Kyffhäuser. Insbesondere durch das kulturelle Engagement seines Vaters kam er schon sehr früh mit Kunst in Berührung. Nach der Berufsausbildung an der Walter-Gropius-Schule in Erfurt und bei Dr. Peter Roskothen und Andreas Fack in Sondershausen / Nordhausen begann er an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig das Studium der Medienkunst. In den darauf folgenden Jahren bekam er verschiedene Stipendien für Studien an der Kunsthogskolen i Bergen in Norwegen, der Helwan University Cairo, Ägypten, der Al-Balqa Applied University Amman, Jordanien, sowie an der Vilniaus dailes akademija, Litauen. Im Jahr 2013 schloss er sein Studium in der Klasse für Mass Media Research und Kunst im medialen öffentlichen Raum bei Günther Selichar mit dem Projekt „Siegen im Auftrag der Kunst“ mit einem Diplom mit Auszeichnung ab. Er stellte unter anderem in Leipzig, Dresden, Berlin, Linz (Österreich), Kairo (Ägypten), Amman (Jordanien) und Vilnius (Litauen) aus.

Martin Höfer setzt sich in seinen künstlerischen Arbeiten mit Mechanismen der Wahrnehmung im Kontext der massenmedialen Öffentlichkeit, dem Verhältnis von Kunst und Ökonomie, sowie der Einbeziehung von Themen der Massenkommunikation, der Werbung und des Marketings auseinander. Seine konzeptuellen Arbeiten, wie beispielsweise „Siegen im Auftrag der Kunst“ (2012-2015), „Capital unemployed“ (2011) und „best buy me“ (seit 2008) finden vorwiegend im öffentlichen Raum statt, zumeist unter Einbeziehung und Nutzung der Massenmedien.

Internationale Aufmerksamkeit erlangte Höfer insbesondere durch sein Werk „Siegen im Auftrag der Kunst“. 2012 beauftragte er ein Rennteam im Rahmen der DTM für den Sieg der Kunst zu fahren. Ein von ihm gestalteter Porsche 911 GT3 Cup nahm in der gesamten Saison 2012 am Porsche Carrera Cup Deutschland teil. Pilotiert wurde der Rennwagen von der dänischen Fahrerin Christina Nielsen. Während das Hauptaugenmerk bei den bisherigen Art Cars vor allem auf der Gestaltung des Fahrzeugs lag, steht für Höfer der Umgang der Medien mit dem künstlerischen Konzept im Mittelpunkt. Er versucht während einer Performancephase zu ergründen, wie Aufmerksamkeit durch die Medien geschaffen und aufrechterhalten wird um im produktiven Prozess mit künstlerischen Mitteln wie Gestaltung, Farbkomposition, Fotografie, Videos, Installationen u.a. auf das Gesamtkonzept ausgerichtete Einzelkunstwerke für Ausstellungen im musealen Umfeld zu schaffen.

Insbesondere Höfers „Collaterals“ sind ein Novum in der modernen zeitgenössischen Kunst. Dabei handelt es sich um Kunstwerke oder Teile davon, die erst durch die Performance im massenmedialen öffentlichen Raum entstehen.

Für den Winter plant Höfer ein weiteres Konzeptkunstwerk im öffentlich-massenmedialen Raum. Im Rahmen der Weltcupsaison 2015/16 soll unter dem Arbeitstitel „Eiskanal“ und der Schirmherrschaft des Bundestagsabgeordneten und Mitglieds des Bundestagsausschusses für Kultur und Medien Johannes Selle (CDU) mit der deutschen Bob-Nationalmannschaft zusammengearbeitet werden. Zur Vorbereitung dieses international ausgerichteten Konzepts gewährte ihm die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen den 6-monatigen Arbeitsaufenthalt am ISCP in New York. Damit ist er nach Mathias Geitel, Michael Geyersbach und Diana Artus der vierte in Thüringen geborene Künstler, der seit 1994 am ISCP arbeitet.
Autor: khh

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