Mi, 14:00 Uhr
06.05.2015
Wie entsteht ein Tornado?
In Mecklenburg-Vorpommern haben am gestrigen Dienstag mehrere Tornados gewütet. Sie hinterließen dabei in verschiedenen Orten eine Schneise der Verwüstung, vor allem in Bützow richtete das Unwetter immense Schäden an. Wie aber entsteht ein Tornado und wie gefährlich sind die Wirbelstürme in Deutschland....
In der kleinen Stadt zwischen Rostock und Schwerin wurden Autos durch die Luft gewirbelt, die Straßen des Ortes sind von zertrümmerten Dachziegeln bedeckt. Bützow gleicht einem Trümmerfeld, zum Teil wurden massive Hauswände weggerissen, berichtet Matthias Habel, Meteorologe und Pressesprecher von WetterOnline.
Unzählige Dächer wurden abgedeckt, das Rathaus schwer beschädigt. Augenzeugen beobachteten, dass Ziegelsteine wie Geschosse durch die Luft flogen, in Fassaden einschlugen und dort stecken blieben.
Nach Angaben von Sebastian Constien, Landrat des Landkreises Rostock, wurden etwa 30 Menschen durch umherfliegende Trümmerteile verletzt, mehr als 100 Rettungskräfte waren im Einsatz. Weitere Tornados wüteten in Groß-Laasch bei Ludwigslust, in Crivitz südöstlich von Schwerin und in Kreien bei Lübz.
Beim Blick auf Europa sieht man, dass gerade in Deutschland eine auffällige Häufung von Tornados festzustellen ist. Ob dies an der dichten Besiedlung und somit häufigeren Beobachtung dieser Stürme liegt oder ob sich der Schwerpunkt der europäischen Tornadoaktivität tatsächlich über Deutschland befindet, lässt sich heute noch nicht sicher beantworten. Sicher ist jedoch, dass die Stürme hauptsächlich in den Sommermonaten von Mai bis August auftreten und die Anzahl der gemeldeten Tornados in den vergangen Jahrzehnten deutlich zugenommen hat.
Nach den bisher vorliegenden Informationen kann man davon ausgehen, dass es sich dort um einen starken Tornado der Kategorie F 2 oder sogar F 3 gehandelt hat, sagt Diplom-Meteorologe und DWD-Tornadobeauftragter Andreas Friedrich. Ein Video des Deutschen Wetterdienstes, das erklärt, wie ein Tornado entsteht.
So entsteht ein Tornado?
Autor: redIn der kleinen Stadt zwischen Rostock und Schwerin wurden Autos durch die Luft gewirbelt, die Straßen des Ortes sind von zertrümmerten Dachziegeln bedeckt. Bützow gleicht einem Trümmerfeld, zum Teil wurden massive Hauswände weggerissen, berichtet Matthias Habel, Meteorologe und Pressesprecher von WetterOnline.
Unzählige Dächer wurden abgedeckt, das Rathaus schwer beschädigt. Augenzeugen beobachteten, dass Ziegelsteine wie Geschosse durch die Luft flogen, in Fassaden einschlugen und dort stecken blieben.
Nach Angaben von Sebastian Constien, Landrat des Landkreises Rostock, wurden etwa 30 Menschen durch umherfliegende Trümmerteile verletzt, mehr als 100 Rettungskräfte waren im Einsatz. Weitere Tornados wüteten in Groß-Laasch bei Ludwigslust, in Crivitz südöstlich von Schwerin und in Kreien bei Lübz.
Beim Blick auf Europa sieht man, dass gerade in Deutschland eine auffällige Häufung von Tornados festzustellen ist. Ob dies an der dichten Besiedlung und somit häufigeren Beobachtung dieser Stürme liegt oder ob sich der Schwerpunkt der europäischen Tornadoaktivität tatsächlich über Deutschland befindet, lässt sich heute noch nicht sicher beantworten. Sicher ist jedoch, dass die Stürme hauptsächlich in den Sommermonaten von Mai bis August auftreten und die Anzahl der gemeldeten Tornados in den vergangen Jahrzehnten deutlich zugenommen hat.
Wirbelstürme nicht unterschätzen
Keinesfalls sollte die Gefahr solch starker Wirbelstürme unterschätzt werden. Zwar erreichen uns in Deutschland meist Meldungen über Tornados, die in den USA auftreten. Dort sind die Great Plains aufgrund ihrer geografischen Lage prädestiniert für die Entstehung von Tornados. Die Vielzahl der Stürme ist aber auch dort eher im schwachen bis mäßigen Bereich einzuordnen. Ein genereller Unterschied zwischen den eng begrenzten Wirbelstürmen in den USA und in Europa und Deutschland besteht nicht.Nach den bisher vorliegenden Informationen kann man davon ausgehen, dass es sich dort um einen starken Tornado der Kategorie F 2 oder sogar F 3 gehandelt hat, sagt Diplom-Meteorologe und DWD-Tornadobeauftragter Andreas Friedrich. Ein Video des Deutschen Wetterdienstes, das erklärt, wie ein Tornado entsteht.
So entsteht ein Tornado?