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Fr, 14:27 Uhr
08.05.2015

VdK engagiert sich zur Inklusion

Seit Jahren stellen sich Monika und Wolf-Jürgen Träger vom VdK-Ortsverband Roßleben im Kreisverband Nordthüringen an die Spitze bei der Umsetzung der alljährlich zum 5. Mai von der Aktion Mensch getragenen Initiativen zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen....

Schüler gaben Auftakt

VdK engagiert sich zur Inklusion (Foto: Wolf-Jürgen Träger) VdK engagiert sich zur Inklusion (Foto: Wolf-Jürgen Träger) Die Veranstaltungsreihe begann schon zeitig am Morgen des 05. Mai 2015 in den ersten zwei Unterrichtstunden mit der Gesprächsrunde unter dem Motto“#begegnet“ und “…noch viel mehr vor..“ Trägers als Moderatoren fanden aktive Mitwirkung der Gäste: Ehepaar Ronald und Ina Römer aus dem Vorstand des VdK Ortsverbandes Artern, Frau Optikermeisterin Begrich, Herrn Heidicke von der Verkehrswacht Kyffhäuserkreis und dem Behindertenbeauftragten der Stadt Roßleben, Herr Jäger.

Nach der Einstimmung der Anwesenden, besonders der Schüler/innen der zwei 4. Klassen, zu der Historie derartiger Gesprächsrunden und dem diesjährigen Anliegen der, von der Aktion Mensch initiierten und geförderten Initiative, um die Belange der Menschen mit Behinderungen, waren die Kinder sehr aufgeschlossen und gestalteten den Informationsaustausch zu diesem Thema durch Begebenheiten aus dem familiären und Wohnumfeld sehr Gegenstands-bezogen.

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Um ihnen selbst die Situation von Menschen mit Seh- oder Höhrbehinderungen erlebbar zu machen, vermittelte Frau Begrich in Altersgerechter Formulierung zu diesen Sinneseinschränkungen unter Mitwirkung freiwilliger Probanden die Auswirkungen in in Vorgängen des Alltages.

Frau Römer, - seit der Geburt stark in der Mobilität eingeschränkt - und Herr Jäger, - durch einen Sturz bei der berufliche Tätigkeit an den Rollstuhl „gebunden“, gaben den Anwesenden Einblicke in ein Leben mit der Behinderung und ergänzten dies durch Beantwortung der aus Kindermund gestellten Fragen.

Herr Heidicke widmete sich in seinen Ausführungen besonders der Vermeidung von Schädigungen des kindlichen Körpers, die zu einer Behinderung führen können. So stellte er in kurzen Video-Sequenzen die absolute Notwendigkeit des Tragens eines Sturzhelmes beim Fahrradfahren und das konsequente Anschnallen der Sicherheitsgurte im Auto in den Mittelpunkt seiner Ausführungen. Die Fragen der Kinder zu diesen notwendigen Verhaltensregeln untermauerte er in seinen Antworten mit einigen beeindruckenden Beispielen, die ihre Überzeugungswirkung nicht verfehlte. Für die Schüler waren das interessante, laus dem Leben gegriffene, Unterrichtsstunden.

Behindertenpolitik in Thüringen befriedigt nicht

Am Nachmittag des 5. Mai erfolgte im Rahmen einer Mitgliederversammlung eine Diskussion im VdK-Ortsverband Roßleben mit mit Entscheidungsträgern der Stadtverwaltung, Herrn Steffen Sauerbier-Bürgermeister- und Herrn Wolfgang Heidenreich – Mitglied des Stadtrates.

VdK engagiert sich zur Inklusion (Foto: Wolf-Jürgen Träger) VdK engagiert sich zur Inklusion (Foto: Wolf-Jürgen Träger)

Durch die Themen-bezogene Einladung mit Publikationen aus dem Paket der, von der Aktion Mensch kostenlos bereítgestellten, Aktionsmittel, waren alle Anwesenden schon auf das Thema eingestimmt und konnten den Ausführungen des Vorsitzenden zustimmend, besonders bei der defizitäre Gesetzgebung auf Bundes- und Landesebene, folgen.
Der Bund hat zwar die Vorgaben der UN-Behinderten-Rechts-Konvention im März 2009 in Kraft gesetzt und im September 2011 einen nationalen Aktionsplan zur Umsetzung beschlossen, nur für die Verbesserung der Teilhabemöglichkeiten für Menschen mit Behinderungen, sind konkrete Regelungen nicht einklagbar.

In Thüringen hat die Vorgängerregierung vier Jahre an einer Neufassung des Thür.GIG „gearbeitet“, ohne, dass diese „Neufassung“ (immer noch die Finanzierungsvorbehalte, wie in §2 und §10 –alte Fassung- enthalten) in den parlamentarischen Prozess Eingang finden konnte!
Die Wertigkeit, die Teilhabebedingungen für Menschen mit Behinderungen wirkungsvoll verbessern zu können, kommt darin zum Ausdruck, dass in dem städtischen Jahreshalshalt weniger als 0,1 Prozent für diesen Vorgang einplanbar ist, für die archäologische Betreuung einer Investition zum Aufschluss eines Industriegebietes (Arterner –Kyffhäuserhütte) der Investor bis 10 Prozent vorsehen muss. Ein Kommentar ist überflüssig!!!

VdK engagiert sich zur Inklusion (Foto: Wolf-Jürgen Träger) VdK engagiert sich zur Inklusion (Foto: Wolf-Jürgen Träger)

Herr Sauerbier machte in seinen Ausführungen auf die besondere finanzielle Situation nach den Altforderungen aus dem Verkauf der BAWO (Kommunale Wohnungsgesellschaft) und dem Anteile der Mietforderungen des Bundes für die Nutzung als städtische Verwaltung des ehemaligen GST-Objektes (Vom Kaliwerk, der Gemeinde und vielen Freiwilligen aus Roßleben errichtet) aufmerksam und nannte die Summe von 750 T€ als unvorhersehbare Belastung, die Stadt in die Konsolidierung zwingt! Dadurch sind nur ganz kleine Schritte zum Barriere-Abbau im öffentlichen Raum möglich!


Zur Verbesserung der Wohnsituation für ältere und Menschen mit Behinderungen soll durch die Volkssolidarität Sachsen-Anhalt ein Komplex von 25 barriere-freier Wohnungen am Weinberg errichtet werden. Das Konzept liegt vor und die dazu erforderlichen Förderanträge sind gestellt.

VdK engagiert sich zur Inklusion (Foto: Wolf-Jürgen Träger) VdK engagiert sich zur Inklusion (Foto: Wolf-Jürgen Träger)

Herr Heidenreich ergänzte die Ausführungen des Bürgermeisters in der Weise, dass die finanzielle Situation der Kommunen in Thüringen vorwiegend sehr angespannt ist und ohne konkreter Regelungen zur Verbesserung der Teilhabemöglichkeiten für Menschen mit Behinderung bei gleichzeitiger finanzieller Ausstattung der kommunalen Strukturen für diese Vorgänge nur durch ganz kleine Schritte positiver Veränderungen möglich sind!
Als Fazit der Diskussion kam zum Ausdruck, dass alle Anwesenden auf positive Veränderung der Bewertung und der Unterstützung von wirksamen Maßnahmen für die Belange der Menschen mit Behinderungen durch die neue Thüringer Landesregierung, hoffen.

Text und Bilder: Wolf-Jürgen Träger
Autor: khh

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