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Fr, 23:59 Uhr
22.05.2015

Tarifverhandlungen für Einzelhandel

Tarifverhandlungen für die 265.000 Beschäftigten im Einzel- und Versandhandel in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen beginnen. Ver.di fordert 1 Euro mehr pro Stunde! Tarifverträge sollen für alle gelten!

Am Dienstag, den 26. Mai 2015, beginnen in Halle-Peißen für die 265.000 Beschäftigten im Einzel- und Versandhandel in den drei Bundesländern Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen die Tarifverhandlungen für die Erhöhung der Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen.

Ver.di fordert 1 Euro pro Stunde mehr sowie eine Steigerung der Ausbildungsvergütungen um 80 Euro. Alle Tarifverträge des Einzel- und Versandhandels sollen für allgemeinverbindlich erklärt werden.

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„2.330 Euro müsste eine Verkäuferin nach 7 Berufsjahren und bei einer Vollzeitanstellung von 38 h im Monat bekommen. Bei einem Stundenlohn von 14,12 Euro und einer Arbeitszeit um die 30 Stunden kommt es dann zu einem monatlichen Bruttoeinkommen von 1.839 Euro. Davon kann der Lebensunterhalt keinesfalls zufriedenstellend finanziert werden. Die Rente, die sich daraus ergibt, liegt unterhalb der Grundsicherung“, so ver.di Verhandlungsführer Jörg Lauenroth-Mago. „Die Einkommen müssen deutlich nach oben korrigiert werden. Viele Beschäftigte sind aber als „Ungelernte“ eingestellt und bekommen noch deutlich weniger Gehalt.“

„Unsere Forderung von 1 Euro mehr pro Stunde soll gerade diesen Beschäftigtengruppen entgegen kommen. Die Arbeit im Handel, sowohl im Verkauf wie in den Lagerstandorten, verlangt den Beschäftigten sehr viel ab. Deshalb muss sich die Entlohnung deutlich verbessern. Geld verdienen die Arbeitgeber im Einzel- und Versandhandel reichlich, nur kommt bei den Beschäftigten zu wenig an“, empört sich der ver.di Verhandlungsführer.

Die Tarifverhandlungen für die 265.000 Beschäftigten im Einzel- und Versandhandel in Sachsen, Sachsen-Anhalts und Thüringen beginnen am 26. Mai um 11:00 Uhr im Mercure-Hotel in Halle-Peißen.
Autor: khh

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