Do, 07:31 Uhr
04.06.2015
Streiks in Thüringen und in Sachsen-Anhalt
Am heutigen Donnerstag, den 04.06.2015, beginnen die ersten Streiks im Einzelhandel in Thüringen und in Sachsen-Anhalt, so ver.di in einer Meldung...
Am heutigen Donnerstag beginnen die ersten Streiks im stationären Einzelhandel in Thüringen und im Süden Sachsen-Anhalts. Nachdem die Verhandlungen für die 265.000 Beschäftigten im Einzel- und Versandhandel in der ersten Verhandlungsrunde am 26. Mai ergebnislos vertagt wurden, ruft ver.di nun auch im Einzelhandel zu Streiks auf.
Die Einkommen für die Mehrheit der Beschäftigten im Einzel-/Versandhandel reichen kaum für ein sorgenfreies Leben. Nach 40 bzw. 45 Berufsjahren landen dann viele mit ihrer gesetzlichen Rente unterhalb der Grundsicherung und müssen staatliche Sozialleistungen in Anspruch nehmen. Hier muss sich grundsätzlich etwas tun, so ver.di Verhandlungsführer Jörg Lauenroth-Mago.
Mit unserer Forderungen nach 1 Euro mehr pro Stunde wollen wir besonders die unteren Einkommensgruppen anheben, die Allgemeinverbindlichkeitserklärung der Tarifverträge soll der Tarifflucht einen Riegel vorschieben. Besonders im privatisierten Einzelhandel herrschen überwiegend katastrophale Arbeitsbedingungen.
Die Arbeitgeber haben zwar eine Tarifanhebung von 1,5% angeboten, aber weder auf die stärkere Anhebung der unteren Einkommensgruppen noch auf die Forderung, die Tarifverträge allgemeinverbindlich zu erklären, sind sie eingegangen. Die genannten 1,5% entsprechen einer Steigerung von 21 Cent/Stunde.
Das kann kein ernst zu nehmendes Angebot sein. Deswegen rufen wir sowohl in tarifgebundenen wie in tariflosen Betrieben zum Streik auf, so Lauenroth-Mago.
Am Donnerstag werden Beschäftigte von OBI-Märkten, die nicht tarifgebunden sind, in Thüringen und im Süden Sachsen-Anhalts zum Streik aufgerufen. Ebenso sind Kauflandmärkte in Halle, in Ostthüringen und in Südthüringen betroffen. In Erfurt wollen auch Beschäftigte von real,- und IKEA streiken.
Fast 80 % der Einzelhandelsbeschäftigten werden nur als Teilzeitkraft zwischen 19 und 30 Stunden beschäftigt, was dazu führt, dass sich nach 40 Jahren Berufstätigkeit eine gesetzliche Rente unterhalb der Grundsicherung ergibt. Die hohe Zahl an Beschäftigten, die als ungelernte eingestellt werden, liegen teilweise mit ihrem Einkommen unterhalb des Hartz IV Satzes, so Lauenroth-Mago.
Aus diesem Grund muss es in den Verhandlungen auch darum gehen, die Chancen der Mitarbeiterinnen auf eine Erhöhung ihrer Arbeitszeit zu vereinfachen.
Die Tarifverhandlungen für die 265.000 Beschäftigten im Einzel- und Versandhandel von Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen werden am 19. Juni um 11:00 Uhr im Mercure-Hotel Halle Peißen fortgesetzt.
Autor: khhAm heutigen Donnerstag beginnen die ersten Streiks im stationären Einzelhandel in Thüringen und im Süden Sachsen-Anhalts. Nachdem die Verhandlungen für die 265.000 Beschäftigten im Einzel- und Versandhandel in der ersten Verhandlungsrunde am 26. Mai ergebnislos vertagt wurden, ruft ver.di nun auch im Einzelhandel zu Streiks auf.
Die Einkommen für die Mehrheit der Beschäftigten im Einzel-/Versandhandel reichen kaum für ein sorgenfreies Leben. Nach 40 bzw. 45 Berufsjahren landen dann viele mit ihrer gesetzlichen Rente unterhalb der Grundsicherung und müssen staatliche Sozialleistungen in Anspruch nehmen. Hier muss sich grundsätzlich etwas tun, so ver.di Verhandlungsführer Jörg Lauenroth-Mago.
Mit unserer Forderungen nach 1 Euro mehr pro Stunde wollen wir besonders die unteren Einkommensgruppen anheben, die Allgemeinverbindlichkeitserklärung der Tarifverträge soll der Tarifflucht einen Riegel vorschieben. Besonders im privatisierten Einzelhandel herrschen überwiegend katastrophale Arbeitsbedingungen.
Die Arbeitgeber haben zwar eine Tarifanhebung von 1,5% angeboten, aber weder auf die stärkere Anhebung der unteren Einkommensgruppen noch auf die Forderung, die Tarifverträge allgemeinverbindlich zu erklären, sind sie eingegangen. Die genannten 1,5% entsprechen einer Steigerung von 21 Cent/Stunde.
Das kann kein ernst zu nehmendes Angebot sein. Deswegen rufen wir sowohl in tarifgebundenen wie in tariflosen Betrieben zum Streik auf, so Lauenroth-Mago.
Am Donnerstag werden Beschäftigte von OBI-Märkten, die nicht tarifgebunden sind, in Thüringen und im Süden Sachsen-Anhalts zum Streik aufgerufen. Ebenso sind Kauflandmärkte in Halle, in Ostthüringen und in Südthüringen betroffen. In Erfurt wollen auch Beschäftigte von real,- und IKEA streiken.
Fast 80 % der Einzelhandelsbeschäftigten werden nur als Teilzeitkraft zwischen 19 und 30 Stunden beschäftigt, was dazu führt, dass sich nach 40 Jahren Berufstätigkeit eine gesetzliche Rente unterhalb der Grundsicherung ergibt. Die hohe Zahl an Beschäftigten, die als ungelernte eingestellt werden, liegen teilweise mit ihrem Einkommen unterhalb des Hartz IV Satzes, so Lauenroth-Mago.
Aus diesem Grund muss es in den Verhandlungen auch darum gehen, die Chancen der Mitarbeiterinnen auf eine Erhöhung ihrer Arbeitszeit zu vereinfachen.
Die Tarifverhandlungen für die 265.000 Beschäftigten im Einzel- und Versandhandel von Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen werden am 19. Juni um 11:00 Uhr im Mercure-Hotel Halle Peißen fortgesetzt.