Do, 10:09 Uhr
04.06.2015
Gemeinden nahmen mehr Steuern ein
Im Jahr 2014 betrug die Steuereinnahmekraft der 849 Thüringer Gemeinden 1,354 Milliarden Euro. Das waren nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik 25,4 Millionen oder zwei Prozent mehr als im Jahr 2013...
Je Einwohner entsprach dies einem Anstieg von 14 Euro auf nunmehr 628 Euro, den bislang höchsten Betrag für Thüringen.
Im Rahmen des jährlich durchzuführenden Realsteuervergleichs wird die Steuereinnahmekraft der Gemeinden aus Realsteuern, Gewerbesteuerumlage und den Gemeindeanteilen an der Einkommen- und Umsatzsteuer ermittelt.
Vor allem die Einnahmen aus dem Gemeindeanteil an der Einkommensteuer stiegen gegenüber dem Jahr zuvor um 42 Millionen Euro bzw. 9 Prozent auf 485 Millionen Euro. Beim Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer veränderten sich die Einnahmen um 3 Millionen Euro gegenüber dem Jahr 2013 auf insgesamt 83 Millionen Euro.
Die landesdurchschnittlichen Realsteuerhebesätze für das Jahr 2014 sind ebenfalls erneut angestiegen. Für die Grundsteuer A bedeutet dies einen Anstieg von 286 auf 288 Prozent, für die Grundsteuer B von 407 auf 415 Prozent und der landesdurchschnittliche Hebesatz der Gewerbesteuer entwickelte sich von 386 auf 389 Prozent. Die Thüringer Gemeinden nahmen 840 Millionen Euro an Realsteuern ein, davon 613 Millionen Euro an Gewerbesteuer (brutto) und 227 Millionen Euro an Grundsteuern. Das waren 22 Millionen Euro bzw. 3 Prozent weniger Realsteuern als im Jahr 2013.
Die an Bund und Land abzuführende Gewerbesteuerumlage, deren Umlagesatz bei 35 Prozent lag, belief sich im Jahr 2014 auf 55 Millionen Euro. Im Jahr 2013 waren es 58 Millionen Euro bei einem Umlagesatz von ebenfalls 35 Prozent.
Regional fällt die Steuereinnahmekraft 2014 in Thüringen sehr unterschiedlich aus. Sie betrug bei den kreisfreien Städten 702 Euro je Einwohner (+28 Euro), die der kreisangehörigen Gemeinden lag bei 602 Euro je Einwohner (+9 Euro).
Steuereinnahmekraft je Einwohner 2013 und 2014 in den kreisfreien Städten und kreisangehörigen Gemeinden nach Landkreisen (Foto: Thüringer Landesamt für Statistik)
Steuereinnahmekraft je Einwohner 2013 und 2014
in den kreisfreien Städten und kreisangehörigen Gemeinden nach Landkreisen
Wie in den vergangenen Jahren war die Stadt Jena unter den kreisfreien Städten mit 822 Euro pro Kopf der Bevölkerung am steuerstärksten. Steuerschwächer waren Erfurt, Suhl, Eisenach, Weimar und Gera (741 Euro, 737 Euro, 674 Euro, 588 Euro und 559 Euro). Jedoch konnten alle kreisfreien Städte eine Erhöhung ihrer Steuereinnahmekraft verzeichnen.
Kreisangehörige Gemeinden wie Löberschütz im Saale-Holzland-Kreis (15.555 Euro) und Großheringen im Landkreis Weimarer Land (11.439 Euro), die über Jahre bei den Pro-Kopf-Werten ein Mehrfaches des Landesdurchschnittes erzielten, liegen zwar im Bereich vieler großer Städte der alten Bundesländer, können aber wegen ihres relativ geringen Volumens den Thüringer Durchschnitt nur wenig beeinflussen.
Die stärksten Rückgänge der Steuereinnahmekraft je Einwohner gegenüber 2013 gab es aufgrund stark gesunkener Gewerbesteuereinnahmen in den Gemeinden Kirchgandern im Landkreis Eichsfeld (-4.542 Euro auf 4.656 Euro) und Rückersdorf im Landkreis Greiz (-1.610 Euro auf 269 Euro). Dagegen konnten die Gemeinden Löberschütz im Saale-Holzland-Kreis (+10.332 Euro auf 15.555 Euro) und Bischofroda im Wartburgkreis (+1.915 Euro auf 2.346 Euro) das größte Einnahmeplus ihrer Pro- Kopf-Steuern gegenüber dem Vorjahr verzeichnen.
Insgesamt erreichten 44 Gemeinden eine Steuereinnahmekraft über 1.000 Euro je Einwohner (2013: 42 Gemeinden). Davon waren die Gemeinden Amt Wachsenburg (Ilm-Kreis), Unterwellenborn (Land- kreis Saalfeld-Rudolstadt) und Ohrdruf (Landkreis Gotha) nach der Einwohnerzahl die Größten. Weitere 268 Gemeinden (2013: 244 Gemeinden) hatten eine Steuereinnahmekraft zwischen 500 und 1.000 Euro je Einwohner. Insgesamt 178 Gemeinden lagen über dem Landesdurchschnitt von 628 Euro je Einwohner. Im Jahr 2013 waren es 181 Gemeinden.
Autor: redJe Einwohner entsprach dies einem Anstieg von 14 Euro auf nunmehr 628 Euro, den bislang höchsten Betrag für Thüringen.
Im Rahmen des jährlich durchzuführenden Realsteuervergleichs wird die Steuereinnahmekraft der Gemeinden aus Realsteuern, Gewerbesteuerumlage und den Gemeindeanteilen an der Einkommen- und Umsatzsteuer ermittelt.
Vor allem die Einnahmen aus dem Gemeindeanteil an der Einkommensteuer stiegen gegenüber dem Jahr zuvor um 42 Millionen Euro bzw. 9 Prozent auf 485 Millionen Euro. Beim Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer veränderten sich die Einnahmen um 3 Millionen Euro gegenüber dem Jahr 2013 auf insgesamt 83 Millionen Euro.
Die landesdurchschnittlichen Realsteuerhebesätze für das Jahr 2014 sind ebenfalls erneut angestiegen. Für die Grundsteuer A bedeutet dies einen Anstieg von 286 auf 288 Prozent, für die Grundsteuer B von 407 auf 415 Prozent und der landesdurchschnittliche Hebesatz der Gewerbesteuer entwickelte sich von 386 auf 389 Prozent. Die Thüringer Gemeinden nahmen 840 Millionen Euro an Realsteuern ein, davon 613 Millionen Euro an Gewerbesteuer (brutto) und 227 Millionen Euro an Grundsteuern. Das waren 22 Millionen Euro bzw. 3 Prozent weniger Realsteuern als im Jahr 2013.
Die an Bund und Land abzuführende Gewerbesteuerumlage, deren Umlagesatz bei 35 Prozent lag, belief sich im Jahr 2014 auf 55 Millionen Euro. Im Jahr 2013 waren es 58 Millionen Euro bei einem Umlagesatz von ebenfalls 35 Prozent.
Regional fällt die Steuereinnahmekraft 2014 in Thüringen sehr unterschiedlich aus. Sie betrug bei den kreisfreien Städten 702 Euro je Einwohner (+28 Euro), die der kreisangehörigen Gemeinden lag bei 602 Euro je Einwohner (+9 Euro).
Steuereinnahmekraft je Einwohner 2013 und 2014 in den kreisfreien Städten und kreisangehörigen Gemeinden nach Landkreisen (Foto: Thüringer Landesamt für Statistik)
Steuereinnahmekraft je Einwohner 2013 und 2014
in den kreisfreien Städten und kreisangehörigen Gemeinden nach Landkreisen
Wie in den vergangenen Jahren war die Stadt Jena unter den kreisfreien Städten mit 822 Euro pro Kopf der Bevölkerung am steuerstärksten. Steuerschwächer waren Erfurt, Suhl, Eisenach, Weimar und Gera (741 Euro, 737 Euro, 674 Euro, 588 Euro und 559 Euro). Jedoch konnten alle kreisfreien Städte eine Erhöhung ihrer Steuereinnahmekraft verzeichnen.
Kreisangehörige Gemeinden wie Löberschütz im Saale-Holzland-Kreis (15.555 Euro) und Großheringen im Landkreis Weimarer Land (11.439 Euro), die über Jahre bei den Pro-Kopf-Werten ein Mehrfaches des Landesdurchschnittes erzielten, liegen zwar im Bereich vieler großer Städte der alten Bundesländer, können aber wegen ihres relativ geringen Volumens den Thüringer Durchschnitt nur wenig beeinflussen.
Die stärksten Rückgänge der Steuereinnahmekraft je Einwohner gegenüber 2013 gab es aufgrund stark gesunkener Gewerbesteuereinnahmen in den Gemeinden Kirchgandern im Landkreis Eichsfeld (-4.542 Euro auf 4.656 Euro) und Rückersdorf im Landkreis Greiz (-1.610 Euro auf 269 Euro). Dagegen konnten die Gemeinden Löberschütz im Saale-Holzland-Kreis (+10.332 Euro auf 15.555 Euro) und Bischofroda im Wartburgkreis (+1.915 Euro auf 2.346 Euro) das größte Einnahmeplus ihrer Pro- Kopf-Steuern gegenüber dem Vorjahr verzeichnen.
Insgesamt erreichten 44 Gemeinden eine Steuereinnahmekraft über 1.000 Euro je Einwohner (2013: 42 Gemeinden). Davon waren die Gemeinden Amt Wachsenburg (Ilm-Kreis), Unterwellenborn (Land- kreis Saalfeld-Rudolstadt) und Ohrdruf (Landkreis Gotha) nach der Einwohnerzahl die Größten. Weitere 268 Gemeinden (2013: 244 Gemeinden) hatten eine Steuereinnahmekraft zwischen 500 und 1.000 Euro je Einwohner. Insgesamt 178 Gemeinden lagen über dem Landesdurchschnitt von 628 Euro je Einwohner. Im Jahr 2013 waren es 181 Gemeinden.