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Do, 23:16 Uhr
04.06.2015

Wirtschaftlichkeitsprüfung des Bauhofes SDH

Am späten Nachmittag fand heute die 4. Sitzung des Werkausschusses des Eigenbetriebes Bauhof/Gärtnerei der Stadt Sondershausen statt. Und es gab viel zu besprechen, kritische Wort und Diskussionen...

Auf der Tagesordnung standen unter anderem Beschlüsse zur Wirtschaftlichkeitsprüfung des Betriebes sowie zur Anschaffung eines Transportfahrzeuges.

Die Diskussion/Abstimmung über Anschaffung eines Transportfahrzeuges wurde vertagt, so Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU). Hintergrund dabei nicht so sehr das fehlende Geld in der Stadtkasse, sondern man will erst die Wirkung einer anderen Maßnahme abwarten, die heute beschlossen wurde.

Auf Vorschlag von Werkleiter Torsten Wehrhahn soll die AKR Akzent Revisions GmbH aus Kassel, eine Wirtschaftlichkeitsprüfung im Bauhof/Gärtnerei durchführen. Dafür müssen rund 6.000 Euro plus Nebenkosten aufgewendet werden. Die AKR ist ein kompetentes Unternehmen mit Erfahrungen im kommunalen Bereich. Der Werksausschuss sah das einstimmig auch so.

Erst wenn das Ergebnis der Wirtschaftlichkeitsprüfung vorliegt soll über das Thema Transportfahrzeug entschieden werden.

Zündstoff barg aber auch der Bericht der Werkleitung durch Torsten Wehrhahn über den aktuellen Stand. Im Vergleich Mai 2014 zu Mai 2015 sind die Einnahmen um 56.000 Euro gestiegen und die Ausgaben um 67.650 Euro gesunken. Wehrhahn: Wir sind auf dem richtigen weg, und wehrte sich, wir (der Bauhof) würden nichts tun.
Kreyer schränkte allerdings etwas ein, wir können über das Betriebsergebnis noch nicht spekulieren, es hängt von weiteren Kosten ab. Man sieht aber eventuell kein Defizit am Jahres Ende.

Allerdings brachte der Bericht einige Problemkreise, an denen die Stadtratsmitglieder heftig zu knabbern haben werden.
Seit fast 10 Jahren ist der Verrechnungssatz von rund 23 Euro pro Stunde nicht mehr verändert worden, trotz sonst teils erheblich gestiegener Kosten (u.a. auch Tariferhöhungen). Eine Anpassung, sprich Erhöhung würde sicher die Realitäten auch im Vergleich zur freie Wirtschaft besser gerade rücken, würde aber bedeuten, dass die einmal im Haushalt der Stadt Sondershausen festgelegt Summe schneller verbraucht ist, und man dann vielleicht im Oktober kein Geld mehr hat und die Leute nicht beschäftigen kann. Einig war man sich dann allerdings, dass eine Veränderung des Rechnungssatzes auch erst zu Jahresende erfolgen sollte.

Die Haushaltssicherungskonzeption birgt aber für Bauhof/Gärtnerei eine Gefahr, dass sollte die Stadträte, die heute nicht dabei sind erfahren, war man sich in der Runde klar. Wenn in der Haushaltssicherungskonzeption von Senkung der Kosten für Grünpflege usw. diskutiert wird, dann schlägt das auf den Bauhof zurück, erinnerte Wehrhahn die anwesenden Stadträte.

Keiner wagte das das hässliche Wort auszusprechen, aber die Kette ist dann nun mal: Kein Geld von der Stadt, keine Aufträge von der Stadt und was wird aus den Leuten? Wird es gelingen von außerhalb genügend Aufträge zu bekommen um die Leute zu halten. Kreyer betonte, es müssen Aufträge von Dritten kommen. Keine leichte Entscheidung, wenn es in die nächste Stadtratssitzung geht. Da habe die Stadträte einiges zu bedenken! Wehrhahn: Mit weniger Leuten im Bauhof wird Stadt bald anders aussehen.

Und Bauamtsleiter Manfred Kucksch bestätigte, bei der Grünpflege soll gespart werden, statt fünf Schnitte nur noch drei. Ein heftiges Thema war schon im Stadtrat die Pflege der Sportstätten und Spielplätze. Kucksch hatte für die Stadtratsmitglieder die TÜV-Protokolle mit und bekräftigte, wir müssen wohl fünf Spielplätze schließen.

Ein weiterer Punkt machte Wehrhahn nicht geringe Sorgen, der überalterte Fahrzeugbestand. Die 13 Fahrzeuge der Gärtnerei sind im Durchschnitt 12 Jahre alt, die 14 Fahrzeuge des Bauhofs im Durchschnitt gar 14 Jahre. Wenn kn die Zahl richtig verstanden hat ist wohl sogar ein Multicar von 27 Jahren Alter darunter. Kein Wunder wenn ein neues Fahrzeug gebraucht wird.

Vor vier Jahren gab es die letzte Investition für eine Kehrmaschine. Und selbst das Thema Winterdienst ist noch nicht vom Tisch, musste in der Runde andiskutiert werden. Die "schnelle Eingreiftruppe" ist wohl kaum noch einsetzbar, wenn mal schnell ein Loch in der Straße gestopft werden soll, so Wehrhahn.

Es bleibt abzuwarten, was bei der Haushaltskonsolidierung raus kommt, über die sekundären Auswirkungen auf den Bauhof und seine Mitarbeiter sollte man genau achten, bevor sich eine Falle auftut.
Autor: khh

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