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Di, 10:54 Uhr
09.06.2015

Zahl der Insolvenzen geht zurück

Gut zehn Prozent weniger Insolvenzen als noch vor einem Jahr gab es in Thüringen im ersten Quartal 2015. Das teilte heute das statistische Landesamt mit. Noch stärker war der Rückgang demnach bei Unternehmensinsolvenzen. Am schwersten war das Baugewerbe betroffen...

Über 722 Insolvenzverfahren entschieden die Thüringer Amtsgerichte im ersten Quartal 2015. Davon entfielen 14,4 Prozent auf Unternehmen und 85,6 Prozent auf übrige Schuldner (natürliche Personen als Gesellschafter und ähnliche, ehemals selbständig Tätige, private Verbraucher und Nachlässe). Nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik verringerte sich die Gesamtzahl der Insolvenzverfahren im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum um 88 Anträge oder 10,9 Prozent.

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662 Verfahren oder 91,7 Prozent aller Insolvenzanträge wurden eröffnet. 57 Verfahren oder 7,9 Prozent wurden mangels Masse abgewiesen und drei Verfahren endeten mit der Annahme eines Schuldenbereinigungsplanes. Die voraussichtlichen Gläubigerforderungen bezifferten die Gerichte auf rund 154 Millionen Euro. Pro Verfahren standen Forderungen von durchschnittlich 214.000 Euro aus.

Die Anzahl der Unternehmensinsolvenzen ging in den ersten drei Monaten 2015 gegenüber 2014 um 25 Verfahren oder 19,4 Prozent auf 104 Unternehmen zurück. Diese insolventen Unternehmen beschäftigten zum Zeitpunkt des Antrages noch 791 Arbeitnehmer.
Der wirtschaftliche Schwerpunkt der Unternehmensinsolvenzen lag mit 22 Verfahren im Baugewerbe, gefolgt vom Verarbeitenden Gewerbe mit 15 Verfahren. Gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum reduzierte sich die Anzahl der Insolvenzen im Baugewerbe um sechs Verfahren und im Verarbeitenden Gewerbe um drei Verfahren.

Nach Rechtsformen betrachtet mussten am häufigsten Gesellschaften mit beschränkter Haftung (61 Anträge) sowie Einzelunternehmen (26 Anträge) Insolvenz anmelden.
Bei den übrigen Schuldnern wurden in den ersten drei Monaten dieses Jahres 618 Verfahren gezählt, 63 Verfahren oder 9,3 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Von 429 privaten Verbrauchern wurde von Januar bis März 2015 das Insolvenzrecht in Anspruch genommen. Das waren 68 Verfahren oder 13,7 Prozent weniger als in den ersten drei Monaten 2014.

Weitere 173 Verfahren (Januar bis März 2014: 168 Verfahren) betrafen ehemals selbständig Tätige, die die erneute Aufnahme eines früheren Insolvenzverfahrens beantragten.
Autor: red

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