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Do, 10:34 Uhr
18.06.2015

Schöne neue Welt

Sie stehen in Cafés, an Hochschulen oder im Nachbarschaftstreff: Öffentlich zugängliche Kühlschränke, aus denen sich jeder bedienen darf. Die wird es in Zukunft häufiger geben, meldet das freiwilligen Portal VoluNation. Befüllt werden sie von "Lebensmittelrettern", die öffentlichen Kühlschränke sollen für jeden zugänglich sein...

Immer mehr ehrenamtliche Helfer retten Obst, Gemüse & Co. vor der Mülltonne und verteilen es kostenfrei, teilt VoluNation, das Expertenportal für weltweite Freiwilligenarbeit, mit. Über 7.500 Retter in Deutschland, Österreich und der Schweiz engagieren sich bereits und bewahren jeden Tag 10.000 Kilogramm an Lebensmitteln vor der Mülltonne.

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Aufgabe der Retter ist, nicht mehr verkäufliche Lebensmittel aus Geschäften und von Händlern einzusammeln sowie für deren Verteilung zu sorgen. Die Produkte werden an zentralen Stellen in Regalen oder Kühlschränken hinterlegt und können von jedem abgeholt werden. Die Lebensmittel stehen ausdrücklich nicht nur Bedürftigen bereit, so dass keine Konkurrenz zu den weit verbreiteten Lebensmittel-Tafeln entsteht. Verteilt werden alle genießbaren Lebensmittel mit Ausnahme leicht verderblicher Waren wie Fisch, Fleisch und Eiern. Wer sich als Lebensmittel-Retter engagiert, sollte flexibel sein. Viele Geschäfte geben ihre überschüssigen Waren erst am späten Abend nach Ladenschluss ab.

Wie viele Lebensmittel im Müll landen, darüber gehen die Schätzungen auseinander. Die EU geht von 100 Millionen Tonnen im Jahr aus, die größtenteils von Verbrauchern weggeschmissen werden, obwohl sie noch genießbar sind. Hinzu kommt Obst und Gemüse, das gleich bei der Ernte vernichtet wird, weil Größe oder Form nicht den Vorstellungen des Handels oder der Kunden entsprechen.

Seit Gründung der Initiative Ende 2012 hat sich die Zahl der Essensretter ständig erhöht. In vielen größeren Städten im gesamten deutschsprachigen Raum gibt es mittlerweile aktive Gruppen und Abholorte. Die Zahl der Nutzer dieser Angebote wird auf 80.000 geschätzt, mehr als 200 Abholstellen gibt es schon.
Autor: red

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