Fr, 10:54 Uhr
19.06.2015
Hilfe vom Facharzt
Seit April 2012 können Patienten in Thüringen außerhalb der Praxisöffnungszeiten über die bundesweit gültige Rufnummer 116 117 den Ärztlichen Notdienst der Kassenärztlichen Vereinigung Thüringen erreichen. Neben allgemeinmedizinischer Hilfe sind auch spezielle Hilfsangebote durch Augenärzte, Kinderärzte und Hals-Nasen-Ohren-Ärzte zu erreichen...
Hier erhalten Sie Auskunft über Ort und Öffnungszeiten der Notdienstsprechstunden in ihrer jeweiligen Region. Wenn nötig, wird auch ein Hausbesuch organisiert. Jedes Jahr rufen mehr als 100.000 Patienten in Thüringen die Notdienst-Nummer an und erhalten Hilfe.
Der Vorsitzende des Landesverbandes Thüringen des Berufsverbandes der Augenärzte, Dr. med. Andreas Jordan, verweist auf die besondere Bedeutung gerade des augenärztlichen Notdienstes: Bei Problemen mit den Augen kann meist nur der Augenarzt helfen. Deshalb ist es unserer Fachgruppe besonders wichtig, außerhalb der normalen Sprechzeiten der Arztpraxen einen flächendeckenden augenärztlichen Notdienst anzubieten. Patienten sollten, wenn Sie wegen eines Problems mit den Augen die 116 117 anrufen, gezielt nach einem Augenarzt fragen. Hinzu kommt, dass es in Thüringen nur fünf Augenkliniken gibt. Die Kontaktaufnahme mit einem Augenarzt in der Nähe ist daher auch außerhalb der Praxis-Öffnungszeiten meist einfacher als die Fahrt in eine Klinik.
Die Kassenärztliche Vereinigung Thüringen hat aus diesem Grund auch eine engere Zusammenarbeit von Ärztlichem Notdienst und Notaufnahmen vorgeschlagen. Dr. Jordan erinnert an einen Beschluss der Vertreterversammlung der KV Thüringen vom März dieses Jahres. Darin wird die Einrichtung von Ambulanten Erstversorgungseinheiten angeregt. Diese Einheiten sollen Patienten versorgen, die sich außerhalb der Öffnungszeiten von Arztpraxen zur ambulanten Betreuung an Krankenhäuser wenden, und entscheiden, ob diese Patienten vom Ärztlichen Notdienst versorgt werden oder in die Notaufnahme kommen.
Autor: redHier erhalten Sie Auskunft über Ort und Öffnungszeiten der Notdienstsprechstunden in ihrer jeweiligen Region. Wenn nötig, wird auch ein Hausbesuch organisiert. Jedes Jahr rufen mehr als 100.000 Patienten in Thüringen die Notdienst-Nummer an und erhalten Hilfe.
Auch Augenärzte, Kinderärzte und Hals-Nasen-Ohren-Ärzte zu erreichen
Augenärztlichen Leistungen werden im Rahmen des Ärztlichen Notdienstes dabei flächendeckend im ganzen Land erbracht. Ein spezieller kinderärztlicher Notdienst wird in den Notdienstbereichen Heiligenstadt-Worbis, Sondershausen-Artern, Mühlhausen-Bad Langensalza, Gotha, Eisenach, Bad Salzungen, Erfurt-Sömmerda, Apolda, Weimar, Jena, Rudolstadt-Saalfeld, Sonneberg, Gera, Greiz und Altenburg-Schmölln angeboten. Hals-Nasen-Ohren-Ärzte bieten in den Notdienstbereichen Meinigen-Suhl, Gotha, Erfurt-Sömmerda, Weimar und Greiz-Zeulenroda einen speziellen Notdienst an.Der Vorsitzende des Landesverbandes Thüringen des Berufsverbandes der Augenärzte, Dr. med. Andreas Jordan, verweist auf die besondere Bedeutung gerade des augenärztlichen Notdienstes: Bei Problemen mit den Augen kann meist nur der Augenarzt helfen. Deshalb ist es unserer Fachgruppe besonders wichtig, außerhalb der normalen Sprechzeiten der Arztpraxen einen flächendeckenden augenärztlichen Notdienst anzubieten. Patienten sollten, wenn Sie wegen eines Problems mit den Augen die 116 117 anrufen, gezielt nach einem Augenarzt fragen. Hinzu kommt, dass es in Thüringen nur fünf Augenkliniken gibt. Die Kontaktaufnahme mit einem Augenarzt in der Nähe ist daher auch außerhalb der Praxis-Öffnungszeiten meist einfacher als die Fahrt in eine Klinik.
Nutzung des Notdienstes entlastet auch Kliniken
Dr. Jordan, der auch Vorsitzender der Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung Thüringen ist, weist außerdem auf die generelle Bedeutung des Ärztlichen Notdienstes hin: Die 116 117 ist gerade deshalb geschaltet worden, damit Patienten auch dann ärztliche Hilfe bekommen können, wenn die Praxen geschlossen sind und das gesundheitliche Problem nicht warten kann, bis sie wieder öffnen. Die Rufnummer des Rettungsdienstes – die 112 – und die Notaufnahmen der Krankenhäuser bleiben so den besonders schweren, zum Beispiel lebensbedrohlichen Fällen vorbehalten. Der Ärztliche Notdienst der Kassenärztlichen Vereinigung entlastet auf diese Weise auch die Notaufnahmen der Kliniken.Die Kassenärztliche Vereinigung Thüringen hat aus diesem Grund auch eine engere Zusammenarbeit von Ärztlichem Notdienst und Notaufnahmen vorgeschlagen. Dr. Jordan erinnert an einen Beschluss der Vertreterversammlung der KV Thüringen vom März dieses Jahres. Darin wird die Einrichtung von Ambulanten Erstversorgungseinheiten angeregt. Diese Einheiten sollen Patienten versorgen, die sich außerhalb der Öffnungszeiten von Arztpraxen zur ambulanten Betreuung an Krankenhäuser wenden, und entscheiden, ob diese Patienten vom Ärztlichen Notdienst versorgt werden oder in die Notaufnahme kommen.
