Mo, 20:15 Uhr
22.06.2015
Das Kyffhäuserland bevor der Mensch da war
Heute wurde ein bereits mehrfach prämiertes Schülerprojekt in Bendeleben vorgestellt. Zwei Schüler demonstrierten in einem Modell, wie sich das Kyffhäuserland zur jetzigen Ansicht formte....
Erinnern Sie sich noch? Am 10.2.2015 stellte kn Projekte vor, die bei dem Regionalausscheid Nordthüringen an der Nordhäuser Hochschule (kn berichtete Nordthüringer Nachwuchsforscher ausgezeichnet) im Rahmen von Jugend forscht präsentierten wurden Das Projekt km so gut an, dass es zum zentralen Wettbewerb Thüringen angemeldet wurde.
Dort belegte es im Fachgebiet Geo- und Raumwissenschaften den 1. Platz. Erarbeitet wurde das Projekt von den Geschwistern Alina Hastung (10 Jahre - Grundschule Kyffhäuserland Rottleben) und Michael Hastung (12 Jahre - Kyffhäuser-Gymnasium Bad Frankenhausen). Als Sonderpreis gab es noch ein Jahresabonnement der Zeitschrift "Spektrum der Wissenschaft".
Bisher wurde das Projekt leider noch nicht groß ins Rampenlicht der Öffentlichkeit gerückt. Es war CDU Bundestagsmitglied Johannes Selle (beschäftigt sich als Abgeordneter besonders auch mit Themen des technologischen Fortschritts) der sich heute das Projekt erklären ließ. Mit dabei der Bürgermeister der Gemeinde Kyffhäuserland Knut Hoffmann (CDU) und weitere Schüler.
Wie etwa funktionierte die Gebirgsbildung im Kyffhäuserland? Mit einem Modell in einer Glasvitrine wurde das Ganze demonstriert. Der Clou - mit dem Modell der Berge der Region (übrigens aus Pappmaché) und Luftballons im Boden angebracht, wurde gezeigt, wie sich im Laufe von Jahrmillionen die heutigen Berge anhoben. Mit ein wenig Druckluft aus einer speziellen Luftpumpe drückten sie die Miniaturgebirge in die Höhe.
Aber nicht nur das. Sie hatten sich bei Wanderungen in der Region überzeugt, welche Gesteine denn so gefunden wurden. Dabei fand man auch Braunkohle, die ja in der Region um Bendeleben zeitweilig abgebaut wurde.
Wie kommt man eigentlich auf die Idee so ein Projekt in Angriff zu nehmen? "Schuld" war Opa, der Geografielehrer ist, und die Kinder auf die Idee brachte, sich mit diesem Thema zu beschäftigen.
Warum heißt ein Gestein Stinkschiefer, das gefunden wurde? Kn durfte schnuppern, erst als die beiden Stücke unbehandelt waren und dann, als man die Stücke aneinander rieb (Bildergalerie). Sofort roch es deutlich nach Bitumen. Im Stinkschiefer isz ganz fein verteilt Erdöl gebunden, das beim reiben freigesetzt wurde und eben entsprechend roch.
Leider wird hier der Platz zu knapp, um alles aufzuschreiben, was die beiden über die vielen Gesteine der Region wussten. Als Dank gab es von Johannes Selle je einen Büchergutschein.
Leider hat das Ganze einen kleinen Haken. Wohin jetzt mit dem Projekt? Zurzeit gibt es keinen Ort, wo man das Ganze auf- bzw. ausstellen kann. Aber vielleicht können unsere Museen oder auch die Vertreter des Geoparks "Kyffhäuser" mit einer Idee aufwarten. Es wäre schade, wenn das prämierte Projekt sang- und klanglos verschwindet. Das Aquarium können wir ja zu Geld machen, so eines der Kinder.
Das kann nicht die Lösung sein. Selle zeigte sich im Gespräch mit den Schülern und kn erfreut, dass endlich auch mal ein Projekt aus dem Kyffhäuserkreis prämiert wurde. In meinem Wahlkreis habe ich in anderen Gebieten wesentlich mehr Auszeichnungen, stellte er kritisch fest. Auch kn meint, das Ganze darf nicht einfach irgendwo verstauben. Wer hat Ideen?
Autor: khhErinnern Sie sich noch? Am 10.2.2015 stellte kn Projekte vor, die bei dem Regionalausscheid Nordthüringen an der Nordhäuser Hochschule (kn berichtete Nordthüringer Nachwuchsforscher ausgezeichnet) im Rahmen von Jugend forscht präsentierten wurden Das Projekt km so gut an, dass es zum zentralen Wettbewerb Thüringen angemeldet wurde.
Dort belegte es im Fachgebiet Geo- und Raumwissenschaften den 1. Platz. Erarbeitet wurde das Projekt von den Geschwistern Alina Hastung (10 Jahre - Grundschule Kyffhäuserland Rottleben) und Michael Hastung (12 Jahre - Kyffhäuser-Gymnasium Bad Frankenhausen). Als Sonderpreis gab es noch ein Jahresabonnement der Zeitschrift "Spektrum der Wissenschaft".
Bisher wurde das Projekt leider noch nicht groß ins Rampenlicht der Öffentlichkeit gerückt. Es war CDU Bundestagsmitglied Johannes Selle (beschäftigt sich als Abgeordneter besonders auch mit Themen des technologischen Fortschritts) der sich heute das Projekt erklären ließ. Mit dabei der Bürgermeister der Gemeinde Kyffhäuserland Knut Hoffmann (CDU) und weitere Schüler.
Wie etwa funktionierte die Gebirgsbildung im Kyffhäuserland? Mit einem Modell in einer Glasvitrine wurde das Ganze demonstriert. Der Clou - mit dem Modell der Berge der Region (übrigens aus Pappmaché) und Luftballons im Boden angebracht, wurde gezeigt, wie sich im Laufe von Jahrmillionen die heutigen Berge anhoben. Mit ein wenig Druckluft aus einer speziellen Luftpumpe drückten sie die Miniaturgebirge in die Höhe.
Aber nicht nur das. Sie hatten sich bei Wanderungen in der Region überzeugt, welche Gesteine denn so gefunden wurden. Dabei fand man auch Braunkohle, die ja in der Region um Bendeleben zeitweilig abgebaut wurde.
Wie kommt man eigentlich auf die Idee so ein Projekt in Angriff zu nehmen? "Schuld" war Opa, der Geografielehrer ist, und die Kinder auf die Idee brachte, sich mit diesem Thema zu beschäftigen.
Warum heißt ein Gestein Stinkschiefer, das gefunden wurde? Kn durfte schnuppern, erst als die beiden Stücke unbehandelt waren und dann, als man die Stücke aneinander rieb (Bildergalerie). Sofort roch es deutlich nach Bitumen. Im Stinkschiefer isz ganz fein verteilt Erdöl gebunden, das beim reiben freigesetzt wurde und eben entsprechend roch.
Leider wird hier der Platz zu knapp, um alles aufzuschreiben, was die beiden über die vielen Gesteine der Region wussten. Als Dank gab es von Johannes Selle je einen Büchergutschein.
Leider hat das Ganze einen kleinen Haken. Wohin jetzt mit dem Projekt? Zurzeit gibt es keinen Ort, wo man das Ganze auf- bzw. ausstellen kann. Aber vielleicht können unsere Museen oder auch die Vertreter des Geoparks "Kyffhäuser" mit einer Idee aufwarten. Es wäre schade, wenn das prämierte Projekt sang- und klanglos verschwindet. Das Aquarium können wir ja zu Geld machen, so eines der Kinder.
Das kann nicht die Lösung sein. Selle zeigte sich im Gespräch mit den Schülern und kn erfreut, dass endlich auch mal ein Projekt aus dem Kyffhäuserkreis prämiert wurde. In meinem Wahlkreis habe ich in anderen Gebieten wesentlich mehr Auszeichnungen, stellte er kritisch fest. Auch kn meint, das Ganze darf nicht einfach irgendwo verstauben. Wer hat Ideen?























