Di, 22:59 Uhr
21.07.2015
Schloss Molsdorf – eine Zeitreise bis ins 18. Jahrhundert
Die Seniorengruppe vom Wohnbezirk IV (WB 4) war wieder einmal unterwegs auf Zeitreise. Hier die Einzelheiten...
Ja, wenn Engel reisen – und so war es auch. Bei sommerlichen Bedingungen und Temperaturen um die 28°C begleitete uns wieder Gerald Riesner als Fahrer von Funktaxi Grambs mit dem Bus auf dieser Reise. Molsdorf liegt am südlichen Rand von Erfurt, nahe Arnstadt und Gotha.
Das heutige Erscheinungsbild des Schlosses mit Schlosspark stammt aus dem 18. Jahrhundert, als die ehemalige Wasserburg aus dem 16. Jahrhundert nach mehreren baulichen Veränderungen zu einem Lustschloss und barocken Herrschaftssitz umgebaut wurde. 1734 erwarb der Reichsgraf Gustav Adolph von Gotter das Rittergut mit dem Schloss. Gotter war ein ausschweifender Lebemann der Gesellschaft, aber er hatte auch viel Lust am Bauen. Reichsgraf Gotter hatte sehr weitreichende und ausgesprochen gute Kontakte vom preußischen König Friedrich Wilhelm I und dessen Sohn Friedrich der Große bis in den russischen Zaren Hof und anderen Königen und Herzögen. Was sagt uns das? Damals wie heute haben gute Beziehungen noch nie geschadet.
Gotter selbst hatte keine eigene Familie, aber es wird berichtet, dass er zahlreiche amouröse Abenteuer hatte und es seien insgesamt 28 Kinder (aus der Kirchenchronik) bekannt, denen er auch Zahlungen geleistet habe. 1784 musste er das Schloss zwar wieder verkaufen, aber dieses Kleinod der Baukunst ist bis heute eng mit seinem Namen verbunden.
Schloss Molsdorf ist zwar ein kleines Schloss, trotzdem waren wir bei unserer Führung durch die Räume sehr beeindruckt. Besonders sehenswert ist der Festsaal, Marmorsaal, dem Marmorbad, der Rote Salon und auch einiges mehr. Auch wenn nach dem Zweiten Weltkrieg fast alles Inventar, Gemälde geraubt/verschwunden sind, so sind diese Räume und das Schloss doch sehr beeindruckend. Geschick und sehr gute Handwerkskunst haben auch hier einen sehr imposanten und bleibenden Eindruck hinterlassen.
Natürlich gab es hier durch unsere Museumsführerin auch etliche Geschichten und Anekdoten zu berichten, was die Geschichte und das Schloss lebendig und erlebbar für uns machten. Interessant ist auch neben den Dauerausstellungen die Erotiksammlung des Schlosses Molsdorf mit erotischen Kunstwerken. Ein Kunstwerk davon bekamen wir auch zu sehen. Aber ich möchte hier nicht zu viel verraten. Informieren Sie sich doch selbst und besuchen sie Schloss Molsdorf. Auch im Schlosspark kann man gut wandeln, die Natur genießen, Zerstreuung und Vergnügen finden.
Einen Wermutstropfen habe ich aber leider. Im Erdgeschoss des Schlosses befindet sich ein Cafe. Entgegen der Daten im Flyer hat es zumindest derzeit dienstags nicht geöffnet und auch auf meine schriftliche Anfrage zu einer Cafetafel nach der Schlossführung mit über 30 Personen war man nicht bereit eine Ausnahme zu machen oder zu öffnen. Rechnet man nur beispielsweise 30 Leute mit Kaffee und Kuchen für mindestens 5 Euro pro Person, so ergäbe das allein einen Umsatz von mindestens 150 Euro in etwa einer Stunde. Davon kann manch anderes Cafe nur träumen. Für uns also unverständlich und gerade im Sommerhalbjahr mit vielen Besuchern nicht nachvollziehbar. Selbst das Museumspersonal äußerte mir gegenüber Unverständnis, zieht man mit dem Cafe doch weitere Besucher an, die dann auch länger dort verweilen und natürlich auch Umsatz bringen. Eigentlich sehr schade, meine nicht nur ich.
Also habe ich mich nach einer guten Alternative umschauen müssen, die ich natürlich auch gefunden habe. Im Eiscafe Schneemilch in Stotternheim (Erfurt) hatte ich die Kaffeetafel und natürlich herrlichen Eisgenuss vorher reserviert. Egal ob Kaffee, Latte Macchiato, Kuchen, Torte oder alternativ herzhafte Wiener Würstchen und vieles mehr, es war für jeden etwas dabei. Natürlich wurde hier auch der Gaumen mit herrlichen Genüssen der Eisspezialitäten verwöhnt. Da ich weiß, dass Ihnen jetzt sicher auch bereits der Zahn tropft, will ich Sie nicht weiter foltern mit Berichten von diesen Köstlichkeiten. Nein, besuchen Sie das Eiscafe doch selbst und schlemmen auch wie wir wie Gott in Frankreich?!
Leider geht auch solch ein Ausflug einmal zu Ende. Wir bedanken uns bei allen, die zum guten Gelingen dieser besonderen Reise durch die Zeit und die Genüsse und Gaumenfreuden beigetragen haben.
Text und Fotos: Thomas Leipold
WB 4
Autor: khhJa, wenn Engel reisen – und so war es auch. Bei sommerlichen Bedingungen und Temperaturen um die 28°C begleitete uns wieder Gerald Riesner als Fahrer von Funktaxi Grambs mit dem Bus auf dieser Reise. Molsdorf liegt am südlichen Rand von Erfurt, nahe Arnstadt und Gotha.
Das heutige Erscheinungsbild des Schlosses mit Schlosspark stammt aus dem 18. Jahrhundert, als die ehemalige Wasserburg aus dem 16. Jahrhundert nach mehreren baulichen Veränderungen zu einem Lustschloss und barocken Herrschaftssitz umgebaut wurde. 1734 erwarb der Reichsgraf Gustav Adolph von Gotter das Rittergut mit dem Schloss. Gotter war ein ausschweifender Lebemann der Gesellschaft, aber er hatte auch viel Lust am Bauen. Reichsgraf Gotter hatte sehr weitreichende und ausgesprochen gute Kontakte vom preußischen König Friedrich Wilhelm I und dessen Sohn Friedrich der Große bis in den russischen Zaren Hof und anderen Königen und Herzögen. Was sagt uns das? Damals wie heute haben gute Beziehungen noch nie geschadet.
Gotter selbst hatte keine eigene Familie, aber es wird berichtet, dass er zahlreiche amouröse Abenteuer hatte und es seien insgesamt 28 Kinder (aus der Kirchenchronik) bekannt, denen er auch Zahlungen geleistet habe. 1784 musste er das Schloss zwar wieder verkaufen, aber dieses Kleinod der Baukunst ist bis heute eng mit seinem Namen verbunden.
Schloss Molsdorf ist zwar ein kleines Schloss, trotzdem waren wir bei unserer Führung durch die Räume sehr beeindruckt. Besonders sehenswert ist der Festsaal, Marmorsaal, dem Marmorbad, der Rote Salon und auch einiges mehr. Auch wenn nach dem Zweiten Weltkrieg fast alles Inventar, Gemälde geraubt/verschwunden sind, so sind diese Räume und das Schloss doch sehr beeindruckend. Geschick und sehr gute Handwerkskunst haben auch hier einen sehr imposanten und bleibenden Eindruck hinterlassen.
Natürlich gab es hier durch unsere Museumsführerin auch etliche Geschichten und Anekdoten zu berichten, was die Geschichte und das Schloss lebendig und erlebbar für uns machten. Interessant ist auch neben den Dauerausstellungen die Erotiksammlung des Schlosses Molsdorf mit erotischen Kunstwerken. Ein Kunstwerk davon bekamen wir auch zu sehen. Aber ich möchte hier nicht zu viel verraten. Informieren Sie sich doch selbst und besuchen sie Schloss Molsdorf. Auch im Schlosspark kann man gut wandeln, die Natur genießen, Zerstreuung und Vergnügen finden.
Einen Wermutstropfen habe ich aber leider. Im Erdgeschoss des Schlosses befindet sich ein Cafe. Entgegen der Daten im Flyer hat es zumindest derzeit dienstags nicht geöffnet und auch auf meine schriftliche Anfrage zu einer Cafetafel nach der Schlossführung mit über 30 Personen war man nicht bereit eine Ausnahme zu machen oder zu öffnen. Rechnet man nur beispielsweise 30 Leute mit Kaffee und Kuchen für mindestens 5 Euro pro Person, so ergäbe das allein einen Umsatz von mindestens 150 Euro in etwa einer Stunde. Davon kann manch anderes Cafe nur träumen. Für uns also unverständlich und gerade im Sommerhalbjahr mit vielen Besuchern nicht nachvollziehbar. Selbst das Museumspersonal äußerte mir gegenüber Unverständnis, zieht man mit dem Cafe doch weitere Besucher an, die dann auch länger dort verweilen und natürlich auch Umsatz bringen. Eigentlich sehr schade, meine nicht nur ich.
Also habe ich mich nach einer guten Alternative umschauen müssen, die ich natürlich auch gefunden habe. Im Eiscafe Schneemilch in Stotternheim (Erfurt) hatte ich die Kaffeetafel und natürlich herrlichen Eisgenuss vorher reserviert. Egal ob Kaffee, Latte Macchiato, Kuchen, Torte oder alternativ herzhafte Wiener Würstchen und vieles mehr, es war für jeden etwas dabei. Natürlich wurde hier auch der Gaumen mit herrlichen Genüssen der Eisspezialitäten verwöhnt. Da ich weiß, dass Ihnen jetzt sicher auch bereits der Zahn tropft, will ich Sie nicht weiter foltern mit Berichten von diesen Köstlichkeiten. Nein, besuchen Sie das Eiscafe doch selbst und schlemmen auch wie wir wie Gott in Frankreich?!
Leider geht auch solch ein Ausflug einmal zu Ende. Wir bedanken uns bei allen, die zum guten Gelingen dieser besonderen Reise durch die Zeit und die Genüsse und Gaumenfreuden beigetragen haben.
Text und Fotos: Thomas Leipold
WB 4







