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Di, 22:57 Uhr
04.08.2015

Gemütliche Runde in der Stillen Liebe


Christa Groß hatte ihre Mitglieder vom WB 4 der VS in Sondershausen zu einem gemütlichen Nachmittag in die Gaststätte „Stille Liebe“ in Sondershausen/Stockhausen eingeladen. Wie es lief, hat kn erfahren...

Mit der Stadtbus-Linie bis fast direkt vor die Tür gefahren, hatten es unsere Senioren sehr einfach und bequem. Selbst mit Rollator war das gut zu bewältigen.
Nach der Begrüßung durch Frau Groß gab es einige aktuelle Infos zu den nächsten geplanten Veranstaltungen und Ausflugsfahrten, so am 18. August eine Fahrt zur Fischgaststätte nach Fehra, natürlich mit frisch zubereitetem Fisch-Menü.

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Am 1. September „machen wir eine Sause“, wohin es da wohl gehen mag und was unsere Mitglieder da erleben werden? Ich verrate es hier nicht, lassen Sie sich einfach sehr angenehm überraschen. Im letzten Jahr waren wir im Wäldchen in Niedertopfstedt und unsere Mitglieder verlebten dort einen besonderen und sehr angenehmen Nachmittag inmitten der Natur.

Das Team der „Stillen Liebe“ bewirtete uns sehr freundlich. An Stelle von Kuchen zum Kaffee hatten wir uns dieses Mal für eine kleine Auswahl für den kleinen Hunger aus der Karte entschieden. Von herzhafter Soljanka, Würzfleisch, Strammer Moritz (anstelle von Schinken unter dem Ei gibt es eine Scheibe Kassler), Bratkartoffeln mit Spiegelei oder herzhafter Bockwurst – ich glaube es war für jeden Appetit etwas Schmackhaftes dabei. Natürlich war auch genug Zeit für einen Plausch in kleiner oder größerer Runde. Es wurden auch Erinnerungen ausgetauscht an vorangegangene Besuche in der Stillen Liebe, teils auch an etwas frühere Zeiten, als man auf dem Teich noch mit Gondelbooten fahren konnte. Aber heute wäre das leider schon aus betriebswirtschaftlier Sicht nicht mehr möglich.
Gemütliche Runde in der Stillen Liebe (Foto: Thomas Leipold)
Gemütliche Runde in der Stillen Liebe (Foto: Thomas Leipold)
Gemütliche Runde in der Stillen Liebe (Foto: Thomas Leipold)

Frau Hartleb führte uns mit einem Beitrag zurück in die Zeit vor 1945, also eine Zeit in der sie selbst ihre Kindheit verbrachte. Damals gab es bei ihr weder UKW-Radio, noch Fernsehen, geschweige denn Handy, Computer und Internet. Der Volksempfänger (umgangssprachlich auch als „Göbbels-Schnauze“ bezeichnet) mit Langwelle, Mittelwelle und auch schon Kurzwelle waren damals in den Haushaltungen eher üblich. Die Arbeitswoche betrug 48 Stunden und gemeinsam mit der Mutter wurde in der Waschküche die große Wäsche mit der Rumpel und im Bottich gewaschen und mit der Holz-Mangel das Wasser aus der Wäsche gedrückt. Waschmaschine, Wäscheschleuder, Wäschetrockner – Fehlanzeige, gab es damals noch nicht! Die Wäsche wurde auf der Wäscheleine getrocknet oder auch im Gras in der Sonne gebleicht. Manchmal lief aber auch eine Katze darüber, dann war das Bleichen hinfällig geworden und man sah die Tapsen auf der Wäsche.
Und trotzdem war man in dieser Zeit insgesamt doch zufrieden. Man hatte ein einfaches Leben, keinen Luxus, aber man war sicher gegenüber der heutigen Zeit genügsamer und konnte sich auch an sehr kleinen Dingen erfreuen. Briefe wurden noch von Hand und mit Tinte geschrieben und nicht auf dem Smartphone „gesimst“.

Am Sonntag ging man aus. Wenn man mit jemand „zusammen war“ bedeutete das damals in heutiges Neudeutsch übersetzt quasi verlobt zu sein. Später wurde geheiratet und Kinder vollendeten das Bild der „normalen“ Familie. Die Eltern erzogen ihre Kinder noch selbst, Anstand, Höflichkeit, Achtung bedeuteten damals noch etwas. Wenn Erwachsene sich unterhielten, waren die Kinder still und auch in der Bahn, Bus oder Tram (Straßenbahn) standen die Kinder noch auf und boten älteren Menschen einen Sitzplatz an. Das ist heute leider eher die Ausnahme geworden, bei Tieren würde man sicher sagen es handele sich um eine aussterbende Rasse. Heute ließe man den Kindern in ihrer Entfaltung und Entwicklung so viel Freiraum, dass man dann Kinderpsychologen und Schultherapeuten brauche. Früher waren die Eltern, Lehrer usw. eine Autorität und man hatte (Hoch)Achtung vor ihnen.

Die Limo kostete damals 5 Pfennige, der Brief 10 Pfennige, die Fahrt mit der Straßenbahn oder Bus (später) nur 12 Pfennige. Auch diese Zeiten und Preise haben sich wesentlich geändert. Auch ich habe zu DDR-Zeiten in Erfurt für die Straßenbahnfahrt nur 12 Pfennige bezahlt, einen Fünfer-Fahrschein (für fünf Fahrten) habe ich letztens wieder gefunden. Eigentlich suchte ich etwas ganz anderes. Aber wie das dann immer so ist, man findet etwas, was man eigentlich schon lange nicht mehr gesucht hat und dann kommen Erinnerungen oder Assoziationen hoch. Ich will gar nicht auf eine Lob-Dudelei der so genannten „guten alten Zeiten“ hinaus. Nein, man muss sich ehrlich eingestehen, jede Zeit, Epoche und Generation hat ihre eigene Zeit und Prägung. Mit dem Älterwerden und den gesammelten Erfahrungen und Kenntnissen wird man reifer und blickt sicher mit dem nötigen Abstand und Respekt auch auf die vergangene Zeit zurück.
Was würde man sich für die heutige Zeit wünschen wollen? Vielleicht mehr Menschlichkeit, mehr füreinander und miteinander da sein? Menschen persönlich kennen lernen und soziale Kontakte persönlich pflegen und nicht per SMS oder Whatsapp auf dem Smartphone in einem anonymen Internet-Raum? Was würde Ihnen einfallen?

Nach diesem Ausflug in die Geschichte bestand bis zur Rückfahrt mit dem Bus noch die Möglichkeit einen kleinen Spaziergang zu unternehmen, was auch genutzt wurde. Volles Verständnis hatten wir, dass auch jetzt noch einige Wege nach dem letzten Sturm nicht begehbar und gesperrt sind, Sicherheit geht eben vor.

Auch solch ein geselliger Nachmittag geht dann zu Ende und so danken wir dem Team der Stillen Liebe für die gute Gastfreundlichkeit und Bewirtung. Sicher kommen wir gerne wieder.

Thomas Leipold
WB 4
Autor: khh

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