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Do, 15:09 Uhr
20.08.2015
Landespolitik

Kritik zu Theaterplänen

Der Kulturpolitiker Jörg Kellner (CDU) kritisiert Pläne zur Theater- und Orchesterlandschaft. Er meint: „Ein Land muss man verstehen, bevor man es regieren kann“...


„Ein Land muss man verstehen, bevor man es regieren kann.“ Das hat der kulturpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Jörg Kellner, zu den heute bekannt gewordenen Überlegungen der Staatskanzlei zur Zukunft der Thüringer Theater- und Orchesterlandschaft gesagt.

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Kellner forderte die umgehende Vorlage der Planungen und eine Diskussion mit den Trägern auf Augenhöhe. „Nach allem, was den Medien zu entnehmen ist, wird hier wieder einmal versucht, vollendete Tatsachen zu schaffen. Die Betroffenen werden gehört, doch befunden wird über ihre Zukunft anscheinend hinter verschlossenen Türen“, sagte der Kulturpolitiker.

„Künstlerische Eigenständigkeit und Rücksichtnahme auf örtliche Gegebenheiten und Traditionen sind für die CDU Maßstab einer einfühlsamen Kulturpolitik. Und das heißt im Zweifelsfall immer Kooperation vor Fusion“, so Kellner.

Angesichts der großen Bedeutung der Theater und Orchester für die kulturelle Prägung Thüringens und das Selbstverständnis vieler Städte des Landes, ist das Vorgehen der Landesregierung nach den Worten Kellners „im hohen Maße unsensibel. Theater und Orchester haben meist tiefe Wurzeln in der Kulturgeschichte ihrer Orte, prägen deren kulturelles Niveau, knüpfen an große Traditionen an und sind überdies wichtige Wirtschaftsfaktoren“, so der Kulturpolitiker. Die künstlerische Vielfalt und Eigenständigkeit fördere überdies den Wettbewerb und damit das Niveau der Theater- und Orchesterlandschaft insgesamt.

Kellner ist überdies überzeugt, „dass die Landesregierung drauf und dran ist, die Rechnung ohne den Wirt zu machen. Viele Kommunen engagieren sich sehr für ihre Theater und Orchester. Dass sie das noch in gleicher Weise tun, wenn es nicht mehr um die eigene Bühne und den eigenen Klangkörper geht, darf bezweifelt werden. Den gleichen Einsatz wird es für ein paar Aufführungsrechte ganz sicher nicht geben“, schloss der Kulturpolitiker.
Autor: red

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