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Mo, 17:07 Uhr
24.08.2015

Resultat der Gesundheitstour

Gesundheitstour durch Nordthüringen endete in Nordhausen. Babett Pfefferlein: Es gibt viel zu tun, um die Bedingungen in Gesundheitswesen und Pflege zu optimieren. Dazu folgende Meldung...


Um sich vor Ort ein Bild von Gesundheitswesen und Pflege zu machen, tourte Babett Pfefferlein, gesundheits- und sozialpolitische Sprecherin der Thüringer Landtagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, in den letzten zwei Wochen durch Nordthüringen.

„Die Tour gewährte tiefe Einblicke in die Strukturen unseres komplexen Gesundheits- und Pflegesystems. Vor allem im ländlich geprägten Kyffhäuserkreis gibt es Probleme bei der medizinischen Versorgung. Schwierigkeiten bereiten die überbordende Bürokratie, Probleme bei der Fachkraftgewinnung sowie die unterschiedliche Auslegung von Gesetzen und Regelungen seitens der Krankenkassen, Pflegekassen und medizinischen Dienstleister. Gemeinsam mit unseren Regierungspartnern wollen wir in Thüringen einen zukunftsfähigen, passgenauen Rahmen für alle Akteure gestalten.“

„An dieser Stelle möchte ich mich herzlich bei all denjenigen bedanken, bei denen ich zu Gast sein durfte. Diese Form des Dialogs in den Politikfeldern, für die ich zuständig bin, werde ich auch in Zukunft weiterführen“, schließt Pfefferlein.


Tour-Etappen im Überblick:

Karl Marien Haus in Ebeleben: Hier stand die Frage der Betreuung von Menschen mit Behinderung, die das Rentenalter erreicht haben, im Vordergrund. Weder Pflege- noch Krankenkassen übernehmen anfallende Kosten, wenn diese Menschen nach dem Ausscheiden aus dem Arbeitsleben – zum Beispiel in speziellen Werkstätten – weiterhin Unterstützung in ihrem Alltag benötigen. Nach aktueller Regelung müssten sie mit 65 Jahren in ein Seniorenheim umziehen.

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Physiotherapie-Praxis in Gehofen: Hier stand die Frage der Ausbildung von Fachkräften und deren Chancen auf einen attraktiven Praktikums- und Arbeitsplatz im Mittelpunkt.

„Schlosshotel Am Hainich“ in Sondershausen: Dieser Besuch zeigte, dass der Sondershäuser Bildungsverein als Anbieter von integrativen Arbeitsplätzen vorbildliche Bedingungen auch für Menschen mit Behinderungen geschaffen hat und den inklusiven Gedanken täglich lebt.

Landhebamme Christiane Schüller: Bürokratie und enorm hohe Versicherungsbeiträge machen den Beruf zunehmend unattraktiv und führen zu einer drohenden Unterversorgung gerade im ländlichen Raum.

Allgemeinmedizinische Praxis in Ebeleben: Hier wurde deutlich, dass eine gute Netzwerkstruktur, die Arztpraxen, Therapiemöglichkeiten und Apotheken einbindet, dazu führt, dass Familien und auch ältere Menschen in der Region eine gute medizinische Versorgung vorfinden.

Ambulanter Pflegedienst in Sondershausen: Herzlichkeit, Menschlichkeit und wertschätzender Umgang mit den Klienten machten den enormen Zeitdruck, unter dem die Pflegerinnen und Pfleger stehen, wieder wett. Das als Kabinettsentwurf vorliegende Pflegestärkungsgesetz II soll unter anderem dazu führen, dass der Bürokratie-Wahnsinn ein Ende hat.

DRK-Krankenhaus in Sondershausen: Auch dem Patienten kommt im Gesundheitssystem eine wichtige Rolle zu: Nicht jeder Schnitt in den Finger rechtfertigt den Einsatz eines Rettungswagens. Mehr Kostentransparenz könnte helfen, die Eigenverantwortung zu stärken. Die Spezialisierung der Häuser im Klinikverbund kann dazu führen, Kosten zu sparen und die Qualität der Leistungen zu erhöhen.

Resultat der Gesundheitstour (Foto: Bündnis 90 / Die Grünen) Resultat der Gesundheitstour (Foto: Bündnis 90 / Die Grünen)

Babett Pfefferlein im Gespräch mit Betroffenen und Angehörigen zur Zukunft der Pflege in Thüringen.

Gemeinnützigen Fördergesellschaft Arbeit und Umwelt (FAU) in Sondershausen: Die ansässige „Tafel“ stößt aufgrund der steigenden Gästezahlen an ihre Kapazitätsgrenzen. Hier könnte ein genehmigter Lottomittelantrag für die Anschaffung moderner Kühltechnik schnell und unbürokratisch Abhilfe schaffen.

Pflegestützpunkt des Kyffhäuserkreises: Die Kooperation von Kommune und Kassen stand im Zentrum der Gespräche. Das Resümee nach einem Jahr Arbeit: Der Beratungsbedarf bei Betroffenen und ihren Familien ist enorm, die Arbeit des Pflegestützpunktes umso wichtiger.

Senioren-Wohngemeinschaft „Grimmelhof“ in Nordhausen: Das Konzept aus selbstbestimmten Wohngemeinschaften älterer Menschen wird in Zeiten des demographischen Wandels immer bedeutender. Ebenfalls im Haus befindet sich eine Tagespflege, in der auch Menschen mit Demenzerkrankung betreut werden. Während einer Informationsveranstaltung zu den Pflegestärkungsgesetzen I und II haben Betroffene und Angehörige die Gelegenheit genutzt, ihre Sorgen und Nöte zu formulieren.


Foto: BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Landtagsfraktion Thüringen
Autor: khh

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Kommentare
Raisch
24.08.2015, 18:00 Uhr
Lassen wir uns überraschen
Es gibt viel zu tun, packen Sie es an, Frau Pfefferlein.
Lassen Sie nicht ewig auf Ergebnisse warten, sondern es müssen nun Sie zeitnah Taten folgen.
Micha123
24.08.2015, 19:01 Uhr
Frau Pfefferlein und die Gesundheitstour
Wie sehen denn die Sorgen und Nöte der Bewohner und Betroffenen aus?
Dies wäre sehr interessant zu lesen. Und vor allem Lösungen, wie man Missstände entgegenwirkt.
Ich habe mich erst letztens mit einem Bewohner eines Pflegeheimes in Sondershausen unterhalten. Die Person ist über 90, pflegebedürftig - geistig voll klar und kann sich auch noch ein wenig selbst helfen.
Fazit: "Es ist wie im Gefängnis und ich will nur noch sterben"..
Keiner würde groß Hilfe leisten, den ganzen Tag kommen Sprüche wie "es sei zu wenig Personal" usw usw usw.

So liebe Freunde.. liebe Politiker.. Ich hab schon viel erlebt und gesehen aber bei solchen Dingen da fehlen mir die Worte, wenn ein Mensch solche Gedanken hat.
Da ist doch so eine Gesundheitstour nur eine Farce - brotlos und lachhaft. Fakten Frau Pfefferlein und Ergebnisse! Und zwar schnell!!!
Autor
25.08.2015, 07:33 Uhr
Profilneurose
Wer diesen Wahlkampftourismus aufmerksam verfolgt hat müsste doch bemerkt haben , zu welchem Zwecke das ganze erfogt ist!
Einzig zu den Selbstzwecken einer Person, die da heißt Pfefferlein!
Die folgenden Ziele wurden damit sicherlich von ihr (für sich) erreicht:

- Selbstdarstellung
- Pflege der eigenen Profilneurose
- Steigerung des örtlichen Bekanntheitsgrades
- somit Stimmenfang

mehr ist es nicht, kann es und wird es auch niemals sein!
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