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Di, 08:50 Uhr
25.08.2015

Tourismus als Wirtschaftsfaktor

CDU-Landtagsfraktion beschließt Positionspapier. Abgeordnete Gudrun Holbe: Vielfalt und Qualität der Angebote ausbauen. Dazu erreichte kn folgende Meldung...

Der Tourismus ist ein nicht zu unterschätzender Wirtschaftsfaktor in Thüringen. Rund 100.000 Beschäftigte arbeiten in der Tourismusbranche. Darüber hinaus birgt der Tourismus aber auch Chancen für die regionale Wirtschaft. „Um das Ziel von 10 Millionen Übernachtungen in Thüringen dauerhaft zu erreichen, müssen Vielfalt und Qualität der Angebote ausgebaut werden. Die mannigfaltigen touristischen Potentiale lassen sich nur im möglichen Umfang ausschöpfen, wenn Angebote und Dienstleistungen durch eine hohe Qualität überzeugen. Landesregierung, Kommunen und das Hotel- und Gaststättengewerbe müssen gemeinsam Konzepte entwickeln, wie Service und die Qualität weiter gesteigert werden können“, so Abgeordnete Gudrun Holbe im Anschluss an die Sommerklausur der CDU-Landtagsfraktion in Schmalkalden.

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In ihrem Positionspapier schlägt die Fraktion unter anderem vor, den Rad-, Wander- und Geotourismus weiter auszubauen und neue Formate mit anderen touristischen Aktivitäten und Angeboten zu verknüpfen. Denn naturnahe Kulturlandschaften sind ein wesentliches touristisches Kapital in Thüringen. Gudrun Holbe sagte dazu: „Wir wenden uns strikt dagegen, den Ausbau von Windenergie stärker zu forcieren, ohne dabei auf das naturnahe Landschaftsbild unseres ländlichen Raums einschließlich unserer Waldgebiete Rücksicht zu nehmen.“

Die CDU-Fraktion fordert außerdem ein nachhaltiges Bekenntnis zur Durchführung von Landesgartenschauen sowie ein stärkeres finanzielles Engagement von Seiten der Landesregierung ein. Auch sollen Thüringentage möglichst am Ort der Landesgartenschauen durchgeführt werden, wenn beide Veranstaltungen im gleichen Jahr stattfinden. „Entscheidungen über zukünftige Landesgartenschauen müssen möglichst frühzeitig erfolgen, um langfristige Planungssicherheiten zu gewährleisten“, so Abgeordnete Holbe.

Kur- und Erholungsorte sollen durch eine Änderung des Thüringer Kommunalabgabengesetzes die Möglichkeit erhalten, ihren Gästen eine kostenfreie Nutzung des ÖPNV anbieten zu können. Finanziert werden kann dies z.B. aus den Kurbeiträgen. Zusätzliche Unterstützung sollen staatlich anerkannte Kur- und Erholungsorte auch durch 10 Millionen Euro im Rahmen des kommunalen Finanzausgleichs erhalten.

Abschließend erklärte Landtagsabgeordnete Holbe: „Mancherorts beeinträchtigen verlassene und nicht mehr sanierungsfähige Bauwerke das Erscheinungsbild von Gemeinden und Stadteilen und damit auch die touristischen Möglichkeiten. Das Land muss die Kommunen im Rahmen der Dorferneuerung und Städtebauförderung bei der vollständigen Beseitigung verwahrloster Bauwerke künftig stärker unterstützen. Die Beseitigung ruinöser Immobilien kann zu einer Aufwertung des Ortsbildes beitragen und dadurch die touristische Attraktivität eines Ortes steigern.“
Autor: khh

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