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Mi, 17:24 Uhr
26.08.2015
Landespolitik

Gemeinsam Herausforderungen bewältigen

Thüringen steht vor einer gewaltigen Herausforderung, mit der vor einem Jahr noch niemand gerechnet hat. Und die Landespolitik ist gefordert...


Daraus erwachsen Aufgaben, die wir nur mit einem Grundkonsens der demokratischen Kräfte des Landes und durch koordiniertes und pragmatisches Handeln des Landes und der Kommunen bewältigen.

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Die rot-rot-grünen Regierungsfraktionen sehen in dem heute von Ministerpräsident Bodo Ramelow einberufenen Flüchtlingsgipfel ein wichtiges Signal an die Kommunen, dass die Landesregierung um die Herausforderungen weiß, die die Thüringer Gemeinden, Städte und Landkreise aufgrund der steigenden Flüchtlingszahlen bewältigen müssen.

Der heute anberaumte Termin zeige deutlich, dass es nur gemeinsam gelingen könne, Lösungen zu finden, die geeignet erscheinen, die angespannte Situation im Land zu entschärfen.

"Wir wollen, dass Thüringen ein weltoffenes und sicheres Land bleibt, das für eine humane und menschenrechtsorientierte Flüchtlingspolitik steht. Das heutige Treffen mit den kommunalen Spitzenverbänden war ein wichtiger Schritt, damit die Herausforderungen gemeinsam mit der kommunalen Ebene gemeistert werden können. Dabei ist eines klar, der Bund darf das Land und die Kommunen nicht im Regen stehen lassen. Wir fordern gemeinsam eine wesentliche Erhöhung der finanziellen Beteiligung des Bundes an den Flüchtlingskosten", erklärt Susanne Hennig Wellsow, Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag.

Der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Matthias Hey, betont erneut: "Wir müssen die Sorgen und Nöte der Kommunen mit Blick auf die steigenden Flüchtlingszahlen sehr ernst nehmen. Keiner kann mehr sagen 'das wird schon'. Wir müssen kurzfristig Lösungen finden, um die aufgeheizte Lage abzukühlen und langfristig Sorge treffen, dass wir die Menschen, die zu uns kommen und Schutz suchen, adäquat unterbringen und versorgen können. Wenn sich die Flüchtlingszahlen wie prognostiziert entwickeln, können wir das nicht alleine bewältigen. Hier ist jetzt der Bund gefragt. Wir begrüßen es, dass die Landesregierung alles unternehmen will, um die finanzielle und organisatorische Belastung der Kommunen zu begrenzen.

Wenn wir denjenigen, die ohne Asylgrund zu uns kommen, eine Bleibeperspektive über ein Zuwanderungsgesetz geben könnten, wäre das mittelfristig bis langfristig ein Weg, um das Asylsystem und damit einhergehend die Belastung der Kommunen zu mildern. Aber nur durch den permanenten und intensiven Dialog mit den Kommunen können wir einvernehmliche Lösungen finden. Nur durch ein mit den Kommunen abgestimmtes Regierungshandeln kann es gelingen, einer Überforderung der Bevölkerung vorzubeugen, den Bürgerinnen und Bürgern Ängste zu nehmen, Vorurteilen zu begegnen und dadurch rechten Populisten Boden für ihre Propaganda zu entziehen."

Auch Dirk Adams, Fraktionsvorsitzender von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Thüringer Landtag, begrüßt die Fortsetzung des Dialogs der Landesregierung mit den Kommunen: "Wir wissen um die Schwierigkeiten und Herausforderungen der Kommunen aufgrund der steigenden Anzahl von Asylanträgen. Klar ist, dass wir von Seiten des Landes alles tun werden, um die Thüringer Kommunen bei der Aufnahme der Asylsuchenden bestmöglich zu unterstützen. Wir haben daher im Landtag bereits beschlossen, die Sozialbetreuungspauschale zu verbessern und werden zudem über eine zusätzliche Finanzierung für die Landkreise und kreisfreien Städte nachdenken. Fest steht aber auch, dass es seitens des Bundes schnell eine dauerhafte und strukturelle finanzielle Beteiligung an den Kosten für Unterkunft und Betreuung von Asylsuchenden geben muss."

Die Vorsitzenden der Fraktionen DIE LINKE, SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN erklären abschließend:
Die Kommunale Familie steht im Maschinenraum der Flüchtlingspolitik und muss bei wichtigen Entscheidungen beteiligt werden. Die Landesregierung strebt deshalb an, mit den Kommunen gemeinsam einen Thüringer Integrationsplan zu entwickeln, der es möglich macht, die Chancen einer verstärkten Migration von Menschen in den Freistaat zu nutzen.

Rot-Rot-Grün hat immer deutlich gemacht, dass die Regierung nur auf der Basis geltenden Rechts agiert und auch bei der Frage der Beendigung des Aufenthalts abgelehnter Asylbewerberinnen und Asylbewerber keinen Sonderweg geht. Wir begrüßen es, dass die Probleme des Bleibe- und Rückführungsmanagements jetzt in einer gemeinsamen Arbeitsgruppe mit den Kommunen auf den Tisch kommen, um sie in eine Evaluation der Thüringer Rückführungspraxis einfließen zu lassen. Ziel muss es sein, dass alle Asylsuchenden innerhalb von drei Monaten Klarheit über ihre Bleibeperspektiven haben.

Thüringen hat seit der Wiedergründung des Landes in wichtigen Situationen zusammen gestanden und gemeinsam Lösungen für schwierige Probleme gefunden. Wir wollen unseren Teil dazu beitragen, dass dieser Weg weitergegangen wird.
Autor: red

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Kommentare
harzer 67
26.08.2015, 21:19 Uhr
dann tut es..
Ich krieg doch langsam ein Hals hier. Warum nimmt nicht jeder ,,möchte gern " Politiker oder wie auch diese vom Volk gewählten mindestens 5 Asylanten in seiner Villa oder leerstehenden Kinder oder Gästezimmer auf.? Am Platz dürfte es doch im Landkreis Nordhausen bei diesen Häusern nicht liegen und diese Aktion würde so manche Meinung dazu ändern..
Ickarus
26.08.2015, 21:50 Uhr
Das wäre ein Wunder
@harzer 67, sehr guter Vorschlag!! Richtig so!!

Beide Daumen hoch :-)
Kama99
26.08.2015, 22:04 Uhr
Ihr beiden seit gut
Diese Schreibtisch- Theoretiker wären doch schon mit einen völlig überfordert. Ansonsten guter Vorschlag.
Micha123
27.08.2015, 03:37 Uhr
Flüchtlingswelle ist der Verteidigungsfall???
Einen interessanten Artikel hat jetzt Gerhard Wisnewski geschrieben. Man sollte es sich einmal durchlesen, ohne Vorurteile gegen jegliche politische Gesinnung. Der Begriff "Verteidigungsfall" ist hoch angesetzt und vielleicht auch ein wenig übertrieben.
Einige Fragen stellt man sich aber trotzdem, vor allem wer die Flucht finanziert.
Also bitte keine Hetze betreiben, sondern ernsthaft lesen und vor allem darüber nachdenken.

Invasion: Flüchtlingswelle ist der Verteidigungsfall

Puh – der Verteidigungsfall? Sollen Flüchtlinge jetzt etwa mit Waffengewalt bekämpft werden? Keineswegs. Denn die Flüchtlinge werden nach Deutschland gelockt und geschleust. Aber wir müssen die illegale Einwandererwelle als das sehen, was sie ist: als Invasion. Ein paar Vorschläge für entsprechende Maßnahmen.
Wie hier schon mehrmals berichtet, handelt es sich bei der gegenwärtigen Flüchtlingswelle um eine militärische Operation gegen Deutschland und Europa mithilfe der Migrationswaffe. Für dieses Jahr haben Politiker die Ankunft von 800 000 Migranten in Deutschland vorhergesagt, also einer großen Armee meistens junger und lediger Männer.

Die Mehrzahl der Flüchtlinge wurde durch Revolutionen und Kriegshandlungen in Nordafrika freigesetzt beziehungsweise erzeugt, um sie dann nach Europa zu schicken, speziell zu dessen wirtschaftlich starkem und verhassten Kern Deutschland. Deutschland hat im Gegensatz zu anderen europäischen Staaten, die weitaus weniger Flüchtlinge einreisen lassen, bereits die Kontrolle über seine Grenzen und sein Staatsgebiet verloren und lässt Flüchtlinge unkontrolliert einreisen.

Ein Staatswesen, das die Kontrolle über seine Grenzen und sein Staatsgebiet verliert, ist keines mehr. Sondern damit ist die Kapitulation vor der Migrationswaffe bereits erfolgt.

Wo kommt das Geld für die Schlepper her?

Genau genommen müsste hier die NATO auf den Plan treten – nicht, um die Flüchtlinge zu bekämpfen, sondern um die Ursachen dieser Invasion aufzuklären und sie gegebenenfalls abzustellen. Stattdessen hat die NATO die Ursachen selbst geschaffen. Denn niemand anderer als »NATO-Partner« wie die USA haben die einst sicheren Lebens-und Rückzugsräume der Menschen in Nordafrika zerstört. Und auch die Bundeswehr, die Tausende von Flüchtlingen nach Europa bringt, ist schließlich eine NATO-Armee.

Die berüchtigten »Schlepperbanden«, die die Flüchtlinge nach Europa schleusen, werden Berichten zufolge von niemand anderem als den USA bezahlt oder mitfinanziert: »Schlepper verlangen horrende Summen, um Flüchtlinge illegal nach Europa zu bringen«, zitierte die österreichische Nachrichtenseite info-direkt.at am 5. August 2015 einen namentlich nicht genannten Mitarbeiter des österreichischen Abwehramts: »Die Bedingungen sind oft sehr schlecht, trotzdem kostet ein Transport aktuell zwischen 7000 und 14 000 Euro, nach Region und Schlepperorganisation unterschiedlich.«

In Polizeikreisen seien Schlepper-Kosten und Zustände »längst bekannt«. »Auch der Verdacht, dass die USA im Sinne einer geostrategischen Strategie die Finger mit im Spiel hätten, wird immer wieder geäußert.« Aber: »Wenige Experten sind bereit, verlässliche Informationen durchsickern zu lassen, niemand will mit vollem Namen an die Öffentlichkeit.«

USA finanzieren Schlepper mit

»Es gibt Erkenntnisse darüber«, zitiert die Seite den Informanten, »dass Organisationen aus den USA ein Co-Finanzierungsmodell geschaffen haben und erhebliche Anteile der Schlepperkosten tragen. Nicht jeder Flüchtling aus Nordafrika hat 11 000 Euro in cash. Fragt sich niemand, woher das Geld kommt?« Über diese Zusammenhänge herrsche strikte Nachrichtensperre: »Auch das HNAA (Anm.: Heeres-Nachrichtenamt) hat keine Informationen bekommen oder darf sie nicht weitergeben. Es muss aber an die Öffentlichkeit«, so der Geheimdienstmann laut info-direkt.at.

»Es sind dieselben Brandstifter am Werk, die vor einem Jahr die Ukraine ins Chaos gestürzt haben.« Also die Vereinigten Staaten von Amerika. Deren mutmaßliche Hilfe beim Transport der Flüchtlinge nach Europa ist logisch, denn die Menschen durch Bombenterror aus ihrer Heimat zu vertreiben, reicht schließlich nicht. Sie würden sich wie aufgewirbelter Staub in der unmittelbaren Nachbarschaft wieder absetzen.

Damit sie über weite Entfernungen fliehen, muss man schon nachhelfen. Das geschieht mit einer regelrechten Bewirtschaftung der Flüchtlinge, die zuerst gesammelt und dann nach Europa geschleust werden. Schuld sind daher nicht die Migranten, sondern die Drahtzieher dieser Migrationswelle, einschließlich der Bundeskanzlerin.

Flüchtlinge: Vom »failed state« in den Zombie-Staat

So reisen die Flüchtlinge unter anderem von den »failed states« in Nordafrika (die in Wirklichkeit (»bombed states« sind) in die Zombie-Staaten Europas, an allererster Stelle nach Deutschland. Deutschland ist nur noch eine leere und von fremden Interessen ausgehöhlte Staatshülle, die weiter eifrig an ihrer eigenen Zerstörung arbeitet. Auf englischsprachigen Webseiten wirbt die Deutsche Welle mit der Bundeskanzlerin persönlich um mehr Flüchtlinge und Immigranten: »Es ist bereichernd, wenn jemand zu uns kommt. Deutschland wird ein Einwanderungsland«, wird Merkel da zitiert.

Die Bundeskanzlerin betone den Bedarf an konkreten Arbeitsangeboten für Flüchtlinge aus Afrika, speziell da, wo Nachfrage nach fähigen Arbeitskräften bestehe: »Menschen mit Qualifikationen müssten kein Asyl beantragen«, zitierte die Deutsche Welle Merkel. Die Kanzlerin habe gesagt, sie wolle für eine einladendere Kultur für Flüchtlinge arbeiten. Kurz: Während die europäischen Völker durch Drücken der Geburtenraten demografisch abgemurkst werden, holen die Regierungen Millionen Einwanderer ins Land.

Regierung und Politiker verhalten sich wie ferngelenkte Zombies, die schon fast gespenstisch am Untergang des eigenen Staates und Volkes arbeiten, bis das gesamte Staatswesen samt Volksvermögen verzehrt und der Raum von fremden Invasoren besiedelt ist. Mit anderen Worten sind Deutschland und auch andere europäische Länder von einer schweren und tödlichen Krankheit befallen, die mit dem Exitus des Staates und des Volkes enden wird.

Aufzulisten, was stattdessen getan werden müsste, ist daher fast müßig, weil die Zombie-Staaten ohnehin zu keinerlei Gegenwehr willens und in der Lage sind. Aber probieren wir es trotzdem (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):

Flüchtlinge aus Seenot retten und so lange in die Ausgangshäfen zurückbringen, bis die Flüchtlingswelle über das Mittelmeer abebbt.

EU-Außen- und nationale Grenzen schließen und strenge Grenzkontrollen einführen.

Sich wieder an das Grundgesetz halten und nur nachweislich politische Flüchtlinge aufnehmen, wie es das Grundgesetz vorschreibt. Der Flüchtling trägt die Beweislast in einem Schnellverfahren vor einer Jury, das auch auf Schiffen durchgeführt werden kann. Die Aufnahme von Kriegs- und Wirtschaftsflüchtlingen ist nach wie vor verfassungswidrig.

Alle anderen Flüchtlinge im Schnellverfahren abschieben, auch Kriegsflüchtlinge, da das Grundgesetz für sie kein Asyl vorsieht und sie überdies künstlich erzeugt und benutzt werden.

Die dabei entstehenden Härten müssen gegen die Härten des Untergangs Europas abgewogen und die Entscheidung für den Schutz Europas getroffen werden.

Und natürlich: Geburtenraten der indigenen europäischen Bevölkerungen erhöhen, wirksame Geburtenanreize schaffen und aktive Geburten- und Familienpolitik betreiben.

Oder wollen wir uns Deutschland und Europa einfach wegnehmen lassen?
Peppone
27.08.2015, 09:32 Uhr
Dieser Geist ist Weltverschwörer
Dieser Wisnewski ist Publizist von Weltverschwörungstheorien und publiziert seinen gequirlten Käse hauptsächlich im rechtslastigen Kopp-Verlag. Das ist doch ein ausgemachter Wirrkopf. Das ist eine nette Ecke, in der Sie sich wohlfühlen @Micha123.
Micha123
27.08.2015, 10:37 Uhr
wow
Toll - soviel zum Thema "Nazikeule". Kaum sagt man was, man hinterfragt was und wird in die nette Ecke gestellt. Komisch ist nur, dass ich noch nie Anhänger solcher Ecken war, noch nie bei Wahlen solche Parteien gewählt habe.
Solche Äußerungen bringen ja dann noch den Zündstoff ins Feuer. Und dies ist der Beginn vom Ende der Meinungsfreiheit.

Und darum wird es nie eine Einigung geben, vor allem keine schnelle Lösung mit dem Flüchtlingsproblem. Man bekämpft sich selbst und führt den alten Krieg - rechte Ecke, linke Ecke weiter - auf den Köpfen der unschuldigen Flüchtlinge.

"Willkommen in der Realität" sagte Mike Mohring (CDU Chef Thüringen) - über den offenen Brief von Andreas Bausewein (SPD Chef Thüringen).

In welcher Realität leben Sie "Peppone"?
WR-NDH
27.08.2015, 10:57 Uhr
Asylursachen ausmerzen
Die scheinbar kein Ende nehmen wollenden Flüchtlingsströme führen immer wieder zu Debatten über die Asylbewerber und zunehmend auch zu Aktionen gegen sie.

Aber damit wird versucht die Auswirkungen eines Übels zu minimieren anstatt sich für die Beseitigung der Ursachen des Übels zu engagieren. Was aber ist denn das Übel?
Jahrhunderte lang unterdrückten und beuteten europäische Kapitalisten die Völker Afrikas, Asiens und Lateinamerikas aus, verwehrten der dortigen Bevölkerung den Zugang zur Bildung.

Daraus resultiert, dass die betroffenen Länder noch heute im Vergleich zu europäischen Staaten arm und unterentwickelt sind und einen sehr niedrigen Lebensstandard haben. Vielfach geht es den Menschen dort so schlecht, dass es ihnen am Nötigsten fehlt. Es fehlen Nahrungsmittel, es gibt keine gesundheitliche Betreuung, schulische und berufliche Bildung gibt es auch nur für wenige. Wen wundert es da, dass solche Menschen versuchen dorthin zu kommen, wo sie meinen, dass es ihnen besser geht. Da täten wir doch an ihrer Stelle auch, oder?

Und europäische, US-amerikanische und chinesische Firmen, unterstützt von ihren Regierungen, setzen die Ausbeutung bis heute fort. So werden zum Beispiel die Ozeane um Afrika herum von europäischen Fischereiunternehmen leergefischt, sodass die dortigen Fischer leer ausgehen und, was ich natürlich nicht gut heiße, zu Piraten werden. Die Bodenschätze eignen sich europäische, US-amerikanische und chinesische Unternehmen auch heute noch an –z.B. Frankreich das Nigerianische Uran-, wir exportieren subventionierte Lebensmittel nach Afrika, sodass die einheimischen Bauern ihre Erzeugnisse nicht mehr loswerden usw. usf.

Hinzu kommt, dass daraus resultierend auch kriegerische, oftmals religiös bemäntelte Auseinandersetzungen und Terror entstehen. Auch führten die militärischen Aktionen der USA und der NATO in Afghanistan, Nordafrika und dem vorderen Orient dort zu katastrophalen Zuständen, die ebenfalls viele Menschen dazu veranlassen ihre Heimatländer zu verlassen.

Nur wenn die Ausbeutung dort eingestellt und echte Aufbauhilfe durch Europa geleistet wird, sodass die dortige Bevölkerung in ihren eigenen Ländern von eigener Erwerbsarbeit auskömmlich leben kann, und wenn man nicht weiterhin funktionierende staatliche Strukturen –auch wenn sie nicht unseren Vorstellungen von Demokratie entsprechen- zerstört, werden die Flüchtlingsströme versiegen.

Dafür sollten wir uns alle einsetzen, denn unsere Regierung will ja nicht die Ursachen des Elends beseitigen. Im Gegenteil. Sie will ein Einwanderungsgesetz schaffen, das es ermöglicht zu selektieren wer zu uns darf: Facharbeiter, Ingenieure, Ärzte, kurzum qualifiziertes Personal. Nicht nur, dass dies dazu führen würde den Lohn-Druck auf unsere Bevölkerung zu erhöhen, diese Leute stünden dann auch nicht in ihren Ländern zur Verfügung, um dort am wirtschaftlichen Aufschwung mitzuarbeiten. Damit würde sich das Elend der Afrikaner, Syrer etc. fortsetzen und natürlich auch die Flüchtlingsströme. Und das wollen wir doch alle nicht.
Bernd
27.08.2015, 13:02 Uhr
Herausforderung
Herausforderung für das ganze Land

Hier ein sehr guter Bericht bezüglich dieser Herausforderung von Ingrid Kristina Carlqvist (schwedische Schriftstellerin, leitende Redakteurin und Journalistin sowie Vorsitzende der Free Press Society)

http://de.gatestoneinstitute.org/6399/ikea-morde-schweden
iceman
27.08.2015, 13:14 Uhr
Danke Herr Reinhardt
Sie äußern hier die gleichen Gedanken, welche ich Anfang der Woche schon mal in einem Kommentar verfasst habe.

Ich hatte zusätzlich noch die Frage gestellt: Wieviele der Flüchtlinge nimmt denn der Weltverbesserer USA in diesem Jahr auf?

Immerhin waren sie es ja, welche die staatlichen Strukturen in den Regionen "verbessert" haben bzw. daran mitgeholfen haben.
Vielleicht war ja die Mehrzahl der Bevölkerung in den Regionen mit dem was sie an Staat hatten zufrieden?

Wo sind denn nun eigentlich die Chemiewaffen im Irak, mit denen der ganze Mist anfing?
Aber auf Russland mit dem Finger zeigen!

Leider wurde ich und werde ich bestimmt auch jetzt gleich wieder als Amihasser und Russenversteher beschimpft.
othello
27.08.2015, 17:15 Uhr
Krisenländer, Hilfen, Asyl u. Religionen
Micha 123 @ ! Ich mache von meiner Meinungsfreiheit Gebrauch und bezeichne deshalb ihren Beitrag direkt als gequirlte Sch.....! Ja,es gibt tatsächlich rechte und linke Extreme, aber vieles, was zu den Flüchtlingsproblemen gesagt wird, ob von den Linken oder Rechten vorgebracht, nicht von den „Extremen“, entspricht auch oft den Realitäten. Nur ist die Frage, wie gehe ich damit um. Hier scheiden sich die Geister von links und rechts der Gesellschaft.

Ich kann nur hoffen, dass es zu tatsächlichen Lösungen bei der Bewältigung dieser Probleme in Deutschland kommt. Hier sind schnelle Lösungen gefragt und kein langes lamentieren. Die aktuell verantwortlichen Politiker, ob man sie nun links oder konservativ bezeichnet, ist mir dabei völlig egal,nur sollten sie endlich praktikable Lösungen finden, ohne parteipolitisches Kalkül.

Die Stimmung in Teilen der Bevölkerung droht zu kippen, angeheizt von diesen rechten Scharfmachern. Wer glaubt, ich meine nur damit die Flüchtlingspolitik, der irrt sich. Ich meine auch die sozialen und finanziellen Ungereimtheiten in diesem Staat. Ich stelle mir vor, es gibt wieder 5-7 Millionen Arbeitslose in Deutschland, denn ein wirtschaftlicher Aufschwung im Kapitalismus währt nicht ewig, wie Karl Marx schon treffend analysierte.

Ich bin froh, dass es zur Zeit noch nicht so weit ist. Nicht auszudenken, welchen Zulauf rechte und linke Extreme hätten.

Den Kommentar von Wolfgang Reinhardt kann man nur unterstreichen, doch verbirgt sich auch in ihm eine grundlegende Fehleinschätzung der gegenwärtigen Lage und vor allem im herunterspielen der Rolle der Religionen.

So lange sich Staaten, große Bevölkerungsgruppen und Stämme, wie in Afrika und Arabien, und nicht nur dort, über ihre Religion definieren und diese nicht in der Lage sind, ihre religiösen Differenzen, im friedlichen nebeneinander oder auch miteinander zu lösen, so lange wird es dort auch keine Ruhe geben. Die USA und auch Europa sollten sich aus diesem Konflikt heraushalten und keine dieser Parteien ob militärisch ober finanziell unterstützen. Dieses erzeugt nur Hass bei der nicht bevorzugten Gruppe. In den Krisengebieten herrscht ein Religionskonflikt der wahrscheinlich noch über Jahre sich hinziehen wird. Wie will man bitte schön dort Investieren, finanzielle Hilfe leisten in derartigen Krisengebieten? Dafür ist es dort zu spät.

Hier kann es nur humanitäre Hilfen geben, für die Flüchtlinge, die sich nicht an dem Krieg beteiligen wollen, und dazu ist auch Deutschland in der Lage. Noch eine Anmerkung zum Einwand von Wolfgang Reinhardt bezüglich der Gewinnung von Arbeitskräften aus dem Flüchtlingspotential.

Es stimmt schon, dass mit der Gewinnung von Fachkräften aus den Krisenländern für Deutschland, ein wichtiger Teil der zukünftigen Entwicklung dieser Krisenländer, denen entzogen wird. Aber menschlich betrachtet, kann ich all die verstehen, die nie wieder in diese Regionen zurück wollen, weil sie hier, nach diesen schrecklichen Kriegen, für sich und ihre wahrscheinlich nachziehenden Familien, keine sozial gefestigte Zukunft erwartet.

Mit einer tatsächlichen Integration dieser neuen Bevölkerungsgruppen bietet sich für Deutschland eine Chance. Wenn es hunderttausende Einwanderer( auch integrierte Flüchtlinge ) gibt, brauch niemand mehr über einen demographischen Wandel lamentieren, denn der erledigt sich dann von selbst, auch im Hinblick auf deren Geburtenraten.

Auch auf die Gefahr hin, in die Nähe der PEGIDA- Anhänger gerückt zu werden, sehe ich aber auch hier ein Dilemma, welches nicht einfach wegdiskutiert werden kann. Diese Menschen kommen aus unterschiedlichen Kulturkreisen und vor allem mit religiösen Grundsätzen, die dazu führen können, dass man sich in der eigenen Gruppe abkapselt, dass Parallelgesellschaften entstehen und auch religiöse Konflikte innerhalb dieser Gruppen ausgetragen werden, zu Lasten der Gesellschaft.

Es betrifft wahrscheinlich nicht die Masse dieser Einwanderer, aber schon eine kleine Gruppe dieser religiösen Fanatiker reicht, dass aus kleinen Problemen große Probleme in der Gesellschaft entstehen. Man kann nur hoffen, dass die Masse dieser Einwanderer es nicht so genau mit ihren heiligen Büchern nehmen, denn nur dann kann eine Integration gelingen. Viele Türkische Migranten haben dieses schon bewiesen. Eine Gesellschaft, die sich nicht auf den Inhalt sogenannter Heiliger Bücher beruft, ist eher in der Lage, derartige Parallelgesellschaften zu vermeiden.

In diesem Sinne habe ich aber wenig Hoffnung, bei dem Religionsverständnis unserer Regierung. Aber dieses ist ein anderes Thema, worüber man sich auch emotional auslassen kann. Ein Gegenwind der Religionsbefürworter würde mir wieder einmal entgegenschlagen.
Zukunft
27.08.2015, 19:39 Uhr
Fachkräfte
Brauchen wir tatsächlich mehr Fachkräfte? Wenn man unter den Begriffen "Digitalisierung" und "Industrie 4.0" sucht, müsste die Frage mit nein beantwortet werden. In der Frankfurter Allgemeinen Zeitung war vom Juli diesen Jahres zu lesen: "Erst kürzlich hieß es in einer Analysereihe der Deutschen Bank, die Arbeit in den entwickelten Ländern erlebe die markantesten Veränderungen seit Generationen.

"Zum ersten Mal seit der industriellen Revolution zerstört neue Technologie mehr Arbeitsplätze, als sie neue mobilisieren kann“, lautete darin der entscheidende Satz. Was nun?
Peppone
28.08.2015, 09:17 Uhr
Arbeitszeit senken?
Haben Sie @Zukunft und die Leute von der FAZ oder der deutschen Bank schon einmal darüber nachgedacht, dass man mit steigender Automatisierung und Prozessoptimierung die Arbeitszeit für die Beschäftigten senkt? Das wird seit mehreren hundert Jahren so gemacht und würde einwandfrei funktionieren . Meine Eltern zum Beispiel mußten noch bis einschließlich Sonnabend arbeiten.
Zukunft
28.08.2015, 13:16 Uhr
So einfach ?
Also Arbeitszeit verkürzen? Dann verdient man natürlich auch weniger.Wenn dann noch die Miete und die Lebenshaltungskosten finanziert werden koennen, ist ja alles gut.Für die viele Freizeit braucht man natürlich auch Geld.Und was kommt bei der Rente raus? Wenn man nichts verdient, kommt bei der Rente auch nicht viel raus.Wenn jedes Jahr 800.000 Fluechtlinge kommen und die Politik dann auch noch ALLE mit diesem Thema zusammenhängenden Herausforderung lösen kann, bin ich ja beruhigt. Eines ist gut, dass Netz vergisst nichts und man wird manche Politiker an ihre Aussagen erinnern.
Eric Cartman
28.08.2015, 14:37 Uhr
Kann man sich bei VW & Co doch anschauen
Die fahren schon seit über zehn Jahren die 4 Tage Woche. Verhungert ist da wohl noch keiner und ob wegen dem "Überangebot" an Freizeit einer Pleite gegangen ist dürfte mehr ein persönliches- als gesellschaftliches Problem sein. Rente sollen die auch alle ausreichend bekommen. Obwohl die eigentlich niemals reicht. Es scheint jedenfalls zu funktionieren. Und ich möchte auch keine 60 Stunden Woche wie vor hundert Jahren mehr haben. Reicher sollen die Leute damals auch nicht gewesen sein.
murmeltier
28.08.2015, 17:57 Uhr
Verstehen
Die Kommentare zeigen, dass man wenig von der Digitalisierung in der Gegenwart und Zukunft versteht und mit dem Begriff "Industrie 4.0" nicht viel anfangen kann. Es wäre auch auch an der Zeit, sich vielleicht Mal mit der Bedeutung der Algorithmen zu beschäftigen.
Max Freiheit
28.08.2015, 23:04 Uhr
Ah ja VW...
das sind doch die wo die IG Metall und Co. immer nur für ihre Stammbelegschaft Verträge abschliesst, und der Rest Leiharbeiter in Sub-Sub-unternehmen ist.

Merke nicht jeder der heute sagt er arbeitet bei VW/Daimler/und Co. arbeitet wirklich dort - sondern meist nur für die, als Ausgeliehener - und profitiert damit NULL von deren Tarifverträgen.
Eric Cartman
29.08.2015, 01:23 Uhr
Industrie 4.0
ist ein Projekt, welches Prozesse optimieren soll. Es entwickelt und verkauft nicht.

Was versprechen Sie sich @Murmeltier von Industrie 4.0 ?
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