Mi, 19:58 Uhr
02.09.2015
Asylpolitik
Wie weiter bei der Aufnahme von Flüchtlingen im Landkreis?
Im Rahmen der Sitzung des Kreisausschusses informierte Landrätin Antje Hochwind (SPD) über die aktuellen Stand bei der Unterbringung von Flüchtlingen. Hier kn mit weiteren Einzelheiten…
Hochwind war gerade von einem Flüchtlingsgipfel aus Erfurt zurück gekehrt. Über die schnelle Aufnahme innerhalb weniger Stunden von der Ankündigung bis zum Eintreffen von insgesamt 162 Flüchtlingen heute und am Montag, hatte kn bereits berichtet:
Bus mit Flüchtlingen in Sondershausen
Mit den 162 Asylsuchenden erhöht sich die Zahl der im Kyffhäuserkreis befindlichen Asylbewerber auf aktuell 650. Noch können die dem Kyffhäuserkreis zugeteilten Asylbewerber menschenwürdig untergebracht werden, so Hochwind, weil wir mit unserem Konzept der dezentralen Unterbringung, kombiniert mit zentraler Unterbringung genügend Vorlauf haben. Zelte einzusetzen, um Flüchtlinge unterzubringen schloss Hochwind aus. Ob auch eine Turnhalle später mal als Unterbringung eingesetzt werden muss, wie jüngst in Nordhausen, schloss Hochwind nicht aus, muss aber auch noch nicht auf diese Form zurückgreifen.
Hochwind nannte die Zahl der aktuell bereits vorhandenen Plätze (nicht der Flüchtlingszahlen)
- Rockensußra 94 Plätze
Bad Frankenhausen 43 Plätze
- Oldisleben 27 Plätze
- Roßleben 70 Plätze
- Sondershausen 340 Plätze
- Artern 128 Plätze
- Greußen 15 Plätze
- Heldrungen 35 Plätze
Bezogen auf die Einwohnerzahlen werden Rockensußra mit 27 Prozent und Artern mit 2,3 Prozent Anteil an der Bevölkerung die höchste Quote haben. Hochwind rechnet mit einer durchschnittlichen Quote für den Landkreis von 2 bis 3 Prozent. Die Bewachung der Gemeinschaftsunterkünfte soll organisiert werden, so Hochwind.
Hatte man noch im Juli bundesweit mit 480.000 Asylbewerbern gerechnet, wurden die Zahlen jetzt auf rund 800.000 hoch gesetzt. Aber nach der Entwicklung der letzten Tage könnte auch die 800.000 bald Makulatur sein.
Auch der Kreis bekommt das ja zu spüren, hatte man im Juli noch mit einem Durchschnitt von 120 / Monat für die nächsten Monate gerechnet, so zeigen die aktuellen Zahlen (162) eine höhere Tendenz.
Zumindest für die baulichen Veränderungen zur Schaffung von Flüchtlingsunterkünften muss der Landkreis nicht aufkommen, hier gibt es Mittel für den Kreis, so Hochwind.
Hochwind schätzte ein, im Kreis hatten wir bisher die Unterbringung gut im Griff. Sie verwies darauf, dass es noch Reserven gäbe, wie Erweiterung des Neubaus der bisherigen Unterkunft in zentralen Unterkunft in Sondershausen. Sie danke allen Beteiligten, die bisher aktiv bei der Unterbringung der Asylsuchenden mitgeholfen haben. Hochwind appellierte an die Bürger, sich der gemeinschaftlichen Aufgabe zu stellen. Sie rechnet mit 400 bis 500 Asylsuchenden / Woche in Thüringen, so die aktuelle Entwicklung laut Flüchtlingsgipfel.
Auch das Thema Abschiebung wurde angesprochen. Hochwind verwies auf Innenminister Holger Poppenhäger (SPD), der Verbesserungen bei der Abschiebung abgelehnter Asylbewerber ankündigte. Abschiebeverfahren wird neu strukturiert.
Von den rund 650 Asylsuchenden werden nach Einschätzung von Hochwind wohl an die 175 Personen ausreisepflichtig sein. Davon können bereits 12 abgeschoben werden. Zuerst wird die freiwillige Ausreise angeboten und wenn das nicht erfolgt, wird es Zwangsmaßnahme durch die Bundespolizei geben. Wir werden die Abschiebung realisieren, so Hochwind.
Und wie soll die Integration der Flüchtlinge erfolgen, die ein Bleiberecht erhalten? Dazu mehr in einem weiteren Bericht.
Autor: khhHochwind war gerade von einem Flüchtlingsgipfel aus Erfurt zurück gekehrt. Über die schnelle Aufnahme innerhalb weniger Stunden von der Ankündigung bis zum Eintreffen von insgesamt 162 Flüchtlingen heute und am Montag, hatte kn bereits berichtet:
Bus mit Flüchtlingen in Sondershausen
Mit den 162 Asylsuchenden erhöht sich die Zahl der im Kyffhäuserkreis befindlichen Asylbewerber auf aktuell 650. Noch können die dem Kyffhäuserkreis zugeteilten Asylbewerber menschenwürdig untergebracht werden, so Hochwind, weil wir mit unserem Konzept der dezentralen Unterbringung, kombiniert mit zentraler Unterbringung genügend Vorlauf haben. Zelte einzusetzen, um Flüchtlinge unterzubringen schloss Hochwind aus. Ob auch eine Turnhalle später mal als Unterbringung eingesetzt werden muss, wie jüngst in Nordhausen, schloss Hochwind nicht aus, muss aber auch noch nicht auf diese Form zurückgreifen.
Hochwind nannte die Zahl der aktuell bereits vorhandenen Plätze (nicht der Flüchtlingszahlen)
- Rockensußra 94 Plätze
Bad Frankenhausen 43 Plätze
- Oldisleben 27 Plätze
- Roßleben 70 Plätze
- Sondershausen 340 Plätze
- Artern 128 Plätze
- Greußen 15 Plätze
- Heldrungen 35 Plätze
Bezogen auf die Einwohnerzahlen werden Rockensußra mit 27 Prozent und Artern mit 2,3 Prozent Anteil an der Bevölkerung die höchste Quote haben. Hochwind rechnet mit einer durchschnittlichen Quote für den Landkreis von 2 bis 3 Prozent. Die Bewachung der Gemeinschaftsunterkünfte soll organisiert werden, so Hochwind.
Hatte man noch im Juli bundesweit mit 480.000 Asylbewerbern gerechnet, wurden die Zahlen jetzt auf rund 800.000 hoch gesetzt. Aber nach der Entwicklung der letzten Tage könnte auch die 800.000 bald Makulatur sein.
Auch der Kreis bekommt das ja zu spüren, hatte man im Juli noch mit einem Durchschnitt von 120 / Monat für die nächsten Monate gerechnet, so zeigen die aktuellen Zahlen (162) eine höhere Tendenz.
Zumindest für die baulichen Veränderungen zur Schaffung von Flüchtlingsunterkünften muss der Landkreis nicht aufkommen, hier gibt es Mittel für den Kreis, so Hochwind.
Hochwind schätzte ein, im Kreis hatten wir bisher die Unterbringung gut im Griff. Sie verwies darauf, dass es noch Reserven gäbe, wie Erweiterung des Neubaus der bisherigen Unterkunft in zentralen Unterkunft in Sondershausen. Sie danke allen Beteiligten, die bisher aktiv bei der Unterbringung der Asylsuchenden mitgeholfen haben. Hochwind appellierte an die Bürger, sich der gemeinschaftlichen Aufgabe zu stellen. Sie rechnet mit 400 bis 500 Asylsuchenden / Woche in Thüringen, so die aktuelle Entwicklung laut Flüchtlingsgipfel.
Auch das Thema Abschiebung wurde angesprochen. Hochwind verwies auf Innenminister Holger Poppenhäger (SPD), der Verbesserungen bei der Abschiebung abgelehnter Asylbewerber ankündigte. Abschiebeverfahren wird neu strukturiert.
Von den rund 650 Asylsuchenden werden nach Einschätzung von Hochwind wohl an die 175 Personen ausreisepflichtig sein. Davon können bereits 12 abgeschoben werden. Zuerst wird die freiwillige Ausreise angeboten und wenn das nicht erfolgt, wird es Zwangsmaßnahme durch die Bundespolizei geben. Wir werden die Abschiebung realisieren, so Hochwind.
Und wie soll die Integration der Flüchtlinge erfolgen, die ein Bleiberecht erhalten? Dazu mehr in einem weiteren Bericht.