Mo, 10:43 Uhr
07.09.2015
Landespolitik
Flüchtlingen in Jugendherbergen
Angesichts der jüngsten Entwicklung der steigenden Flüchtlingszahlen schlägt die SPD-Fraktion im Thüringer Landtag vor, Flüchtlinge in Jugendherberen unterzubringen. Das könnte zumindest mittelfristig für eine Entlastung bei der Suche nach Unterkünften sorgen, so die migrationspolitische Sprecherin der Fraktion Diana Lehman...
Wir sollten Kontakt zum Landesverband des Deutschen Jugendherbergswerkes aufnehmen und prüfen, inwieweit nach Saisonende dortige Kapazitäten nutzbar gemacht werden können. Jugendherbergen, die im Herbst und Winter bereits gut ausgelastet sind, würden z. B. nicht infrage kommen, so Diana Lehmann mit Blick auf eine Überprüfung dieser Idee seitens der Landesregierung. Auch andere Bundesländer befänden sich bereits in der Prüfung dieser Möglichkeit der Unterbringung.
Insbesondere in den bevorstehenden Wintermonaten sei es auf diese Art möglich, Flüchtlingen zumindest solange eine Heimstätte zu bieten, bis die Kommunen über die weitere Unterbringung entscheiden. Durch das Verhalten einiger europäischer Staaten ist Kalkulieren und Vorausplanen in Bezug auf Flüchtlingszahlen kaum noch zu bewerkstelligen, deshalb müssen wir auch solche eher ungewöhnliche Maßnahmen diskutieren. Den Kommunen kann so ein dringend benötigter zeitweiliger Vorlauf verschafft werden, um dann die nachfolgende Unterbringung zu organisieren, so die SPD-Politikerin.
Das von ihr vorgeschlagene Verfahren richte sich vor allem an Flüchtlinge aus Syrien und anderen Ländern im Kriegsgeschehen, die in der Regel im Asylverfahren einen Bleiberechtsstatus in Thüringen zu erwarten haben.
Es sei zu prüfen, inwieweit in den einzelnen Jugendherbergen die notwendigen Bedingungen geschaffen werden könnten. Denn nicht jede Einrichtung wird dabei in Frage kommen, aber Landräte und Bürgermeister könnten auch auf diese Art zügig entlastet werden, fordert Lehmann.
Autor: redWir sollten Kontakt zum Landesverband des Deutschen Jugendherbergswerkes aufnehmen und prüfen, inwieweit nach Saisonende dortige Kapazitäten nutzbar gemacht werden können. Jugendherbergen, die im Herbst und Winter bereits gut ausgelastet sind, würden z. B. nicht infrage kommen, so Diana Lehmann mit Blick auf eine Überprüfung dieser Idee seitens der Landesregierung. Auch andere Bundesländer befänden sich bereits in der Prüfung dieser Möglichkeit der Unterbringung.
Insbesondere in den bevorstehenden Wintermonaten sei es auf diese Art möglich, Flüchtlingen zumindest solange eine Heimstätte zu bieten, bis die Kommunen über die weitere Unterbringung entscheiden. Durch das Verhalten einiger europäischer Staaten ist Kalkulieren und Vorausplanen in Bezug auf Flüchtlingszahlen kaum noch zu bewerkstelligen, deshalb müssen wir auch solche eher ungewöhnliche Maßnahmen diskutieren. Den Kommunen kann so ein dringend benötigter zeitweiliger Vorlauf verschafft werden, um dann die nachfolgende Unterbringung zu organisieren, so die SPD-Politikerin.
Das von ihr vorgeschlagene Verfahren richte sich vor allem an Flüchtlinge aus Syrien und anderen Ländern im Kriegsgeschehen, die in der Regel im Asylverfahren einen Bleiberechtsstatus in Thüringen zu erwarten haben.
Es sei zu prüfen, inwieweit in den einzelnen Jugendherbergen die notwendigen Bedingungen geschaffen werden könnten. Denn nicht jede Einrichtung wird dabei in Frage kommen, aber Landräte und Bürgermeister könnten auch auf diese Art zügig entlastet werden, fordert Lehmann.