Mo, 14:54 Uhr
07.09.2015
Bevölkerungsprognose für Landkreise
Die großen wachsen, alle anderen schrumpfen
Die großen Städte wachsen, die kleineren werden wie der Rest des Landes weiter mit Bevölkerungsschwund zu rechnen haben. Das geht aus Untersuchungen des Landesamtes für Statistik hervor, das in seinem Prognosen erstmals auch die kreisfreien Städte und Landkreise berücksichtigt...
Die Entwicklung der Bevölkerung in den einzelnen kreisfreien Städten und Landkreisen Thüringens wird bis zum Jahr 2035 sehr unterschiedlich verlaufen. Einzig die kreisfreien Städte Erfurt, Jena und Eisenach können von 2014*) bis 2035 mit 9,5 Prozent, 3,5 Prozent und 0,3 Prozent Bevölkerungszuwächse verzeichnen. Für alle anderen kreisfreien Städte und alle Landkreise ist im Vorausberechnungszeitraum ein Bevölkerungsverlust zu erwarten, so der Präsident des Thüringer Landesamtes für Statistik, Günter Krombholz.
Dieser reicht auf die Landkreise bezogen von -24,2 Prozent für den Landkreis Greiz bis -10,3 Prozent für den Landkreis Gotha. Für die kreisfreien Städte weisen die Bevölkerungsvorausberechnungen eine Verringerung des Bevölkerungsstandes in der Spannbreite von -15,8 Prozent für die Stadt Gera bis -3,8 Prozent für die kreisfreie Stadt Weimar aus. Für Thüringen insgesamt ergibt sich somit ein Bevölkerungsverlust von 2014 bis zum Jahr 2035 von -13,1 Prozent.
In allen Landkreisen und kreisfreien Städten wird im Vorausberechnungszeitraum die Zahl der Gestorbenen die Zahl der Geborenen übersteigen. Alle kreisfreien Städte und sechs der Landkreise können Wanderungsgewinne erzielen.
Diese reichen in den Landkreisen und kreisfreien Städten Gera, Suhl und Weimar jedoch nicht aus, das Geburtendefizit zu kompensieren. Für die Städte Erfurt, Jena und Eisenach reicht der Wanderungsgewinn aus, um die Lücke zwischen der Zahl der Geburten und Sterbefälle zu schließen und um Bevölkerungsgewinne zu erzielen.
Charakteristisch für die Entwicklung in den nächsten Jahren ist ebenso die zunehmende Überalterung, die sich unter anderem im Durchschnittsalter widerspiegelt. Die älteste kreisfreie Stadt im Freistaat wird im Jahr 2035 die Stadt Gera mit einem Durchschnittsalter von 51,6 Jahren sein, die jüngste kreisfreie Stadt wird Weimar mit durchschnittlich 43,4 Jahren sein.
Den Spitzenplatz unter den durchschnittlich ältesten Landkreisen wird im Jahr 2035 der Landkreis Altenburger Land mit 54,4 Jahren belegen. Am Ende der Rangliste der ältesten Landkreise wird mit dem niedrigsten Durchschnittsalter der Ilm-Kreis mit 49,3 Jahren stehen.
Weitere Vorausberechnungsergebnisse können im Internet unter www.statistik.thueringen.de in der Rubrik Thüringer Daten/ Tabellen und Übersichten/ Bevölkerung, Mikrozensus/ Bevölkerungsvoraus- berechnungen abgerufen werden.
Treten die Prognosen der Statistiker tatsächlich ein würden im Landkreis Nordhausen im Jahr 2035 noch 73.384 Menschen leben, was einen Verlust von -13,7 Prozent gleichkäme. Ähnlich könnte die Entwicklung im Eichsfeld verlaufen. Hier würden dann noch 86.747 Personen leben, was ein Minus von 13,9 Prozent bedeuten würden. Der Unstrut-Hainich Kreis könnte 17,9 Prozent verlieren und auf 85.370 Einwohner schrumpfen. Am härtesten wäre der Kyffhäuserkreis betroffen. 22,8 Prozent seiner Einwohner könnte der Kreis verlieren und auf eine Bevölkerungszahl von 59.589 kommen.
Detaillierte Informationen können dem Statistischen Bericht Entwicklung der Bevölkerung Thüringens von 2015 bis 2035 nach Kreisen (Bestellnummer 01 113) entnommen werden. Der Bericht steht ab der 39. Kalenderwoche zum kostenlosen Download unter www.statistik.thueringen.de unter Veröffentlichungen zur Verfügung.
Autor: redDie Entwicklung der Bevölkerung in den einzelnen kreisfreien Städten und Landkreisen Thüringens wird bis zum Jahr 2035 sehr unterschiedlich verlaufen. Einzig die kreisfreien Städte Erfurt, Jena und Eisenach können von 2014*) bis 2035 mit 9,5 Prozent, 3,5 Prozent und 0,3 Prozent Bevölkerungszuwächse verzeichnen. Für alle anderen kreisfreien Städte und alle Landkreise ist im Vorausberechnungszeitraum ein Bevölkerungsverlust zu erwarten, so der Präsident des Thüringer Landesamtes für Statistik, Günter Krombholz.
Dieser reicht auf die Landkreise bezogen von -24,2 Prozent für den Landkreis Greiz bis -10,3 Prozent für den Landkreis Gotha. Für die kreisfreien Städte weisen die Bevölkerungsvorausberechnungen eine Verringerung des Bevölkerungsstandes in der Spannbreite von -15,8 Prozent für die Stadt Gera bis -3,8 Prozent für die kreisfreie Stadt Weimar aus. Für Thüringen insgesamt ergibt sich somit ein Bevölkerungsverlust von 2014 bis zum Jahr 2035 von -13,1 Prozent.
In allen Landkreisen und kreisfreien Städten wird im Vorausberechnungszeitraum die Zahl der Gestorbenen die Zahl der Geborenen übersteigen. Alle kreisfreien Städte und sechs der Landkreise können Wanderungsgewinne erzielen.
Diese reichen in den Landkreisen und kreisfreien Städten Gera, Suhl und Weimar jedoch nicht aus, das Geburtendefizit zu kompensieren. Für die Städte Erfurt, Jena und Eisenach reicht der Wanderungsgewinn aus, um die Lücke zwischen der Zahl der Geburten und Sterbefälle zu schließen und um Bevölkerungsgewinne zu erzielen.
Charakteristisch für die Entwicklung in den nächsten Jahren ist ebenso die zunehmende Überalterung, die sich unter anderem im Durchschnittsalter widerspiegelt. Die älteste kreisfreie Stadt im Freistaat wird im Jahr 2035 die Stadt Gera mit einem Durchschnittsalter von 51,6 Jahren sein, die jüngste kreisfreie Stadt wird Weimar mit durchschnittlich 43,4 Jahren sein.
Den Spitzenplatz unter den durchschnittlich ältesten Landkreisen wird im Jahr 2035 der Landkreis Altenburger Land mit 54,4 Jahren belegen. Am Ende der Rangliste der ältesten Landkreise wird mit dem niedrigsten Durchschnittsalter der Ilm-Kreis mit 49,3 Jahren stehen.
Weitere Vorausberechnungsergebnisse können im Internet unter www.statistik.thueringen.de in der Rubrik Thüringer Daten/ Tabellen und Übersichten/ Bevölkerung, Mikrozensus/ Bevölkerungsvoraus- berechnungen abgerufen werden.
Treten die Prognosen der Statistiker tatsächlich ein würden im Landkreis Nordhausen im Jahr 2035 noch 73.384 Menschen leben, was einen Verlust von -13,7 Prozent gleichkäme. Ähnlich könnte die Entwicklung im Eichsfeld verlaufen. Hier würden dann noch 86.747 Personen leben, was ein Minus von 13,9 Prozent bedeuten würden. Der Unstrut-Hainich Kreis könnte 17,9 Prozent verlieren und auf 85.370 Einwohner schrumpfen. Am härtesten wäre der Kyffhäuserkreis betroffen. 22,8 Prozent seiner Einwohner könnte der Kreis verlieren und auf eine Bevölkerungszahl von 59.589 kommen.
Detaillierte Informationen können dem Statistischen Bericht Entwicklung der Bevölkerung Thüringens von 2015 bis 2035 nach Kreisen (Bestellnummer 01 113) entnommen werden. Der Bericht steht ab der 39. Kalenderwoche zum kostenlosen Download unter www.statistik.thueringen.de unter Veröffentlichungen zur Verfügung.