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Do, 20:12 Uhr
24.09.2015
Studie:

E-Zigaretten weniger gefährlich als Tabak

E-Zigaretten, und damit auch E-Sishas, erfreuen sich stetig wachsender Beliebtheit. Dennoch verwiesen vor allem kritische Stimmen in der Vergangenheit immer darauf, dass das "Dampfen" von E-Zigaretten lediglich der erste Schritt hin zu Tabakzigarette und Nikotinsucht sei...


Dabei wurde immer auf fehlende oder nicht ausreichend evidente Studien verwiesen. Das könnte sich nun mit einer wissenschaftlichen Veröffentlichung aus England ändern. Eine expertenunabhängige Studie hat nun den Nachweis erbracht, dass die Risiken der E-Zigarette gegenüber den traditionellen Tabakzigaretten um 95 % niedriger sind.

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E-Zigaretten haben einen schweren Stand in der öffentlichen Meinung hierzulande. Immer wieder wird darauf verwiesen, dass die davon ausgehenden Risiken zwar geringer seien als bei Tabakprodukten wie Zigaretten. Gleichzeitig wird aber oftmals in den Vordergrund gestellt, dass sich explizit für Jugendliche und Nichtraucher ein hohes Suchtpotenzial ergäbe, da die E-Zigarette quasi wie eine Einstiegsdroge wirke.

Zahlreiche Studien, die im Lauf der letzten Jahre veröffentlicht wurden, sind dabei regelrecht zerrissen worden: unzureichende Testverfahren, nicht umfangreich genug, von der Lobby in Auftrag gegeben waren stets Totschlagargumente. Doch mit der jetzt veröffentlichten Studie, die das "Dampfen" in ein deutlich besseres Licht rückt, werden es die Kritiker nicht ganz so leicht haben. Immerhin wurde die wissenschaftliche Einlassung von den britischen Gesundheitsbehörden (PHE, Public Health England) veröffentlicht.

In der Studie wurden drei Schlüsselfragen fokussiert:

1.) Sind E-Zigaretten weniger schädlich als Tabakprodukte?

2.) Gibt es Belege, dass E-Zigaretten als Einstieg in die Nikotinsucht betrachtet werden können?

3.) Wie steht es um die Wahrnehmung des Gefährdungspotenzials in der Gesellschaft?

Ein Gesundheitsrisiko kaum größer als von Kaugummis und Nasensprays

Die Antworten, die die Studie dabei hervorbrachte, sprechen eine eindeutige Sprache. Gegenüber herkömmlichen Zigaretten sind E-Zigaretten rund 95 Prozent weniger schädlich. Das Gefährdungsrisiko von Zigaretten liegt mit 99,6 % ausgesprochen hoch. Gefolgt wird es von Zigarillos mit 66,6 %, Pfeifen (22,2 %) und Zigarren (15,9 %).

Nur Nasensprays (1,6 %), Nikotin-Kaugummis und Tabletten (1,2 %) sowie Nikotin-Pflaster mit 1 % tragen ein geringeres Gesundheitsrisiko als die E-Zigarette mit 3,4 Prozent. Bei der Berechnung wurden unter anderem Auswirkungen wie Mortalität (Sterblichkeitsrate), Morbidität (durch den Konsum ausgelöste Erkrankungen) und wirtschaftliche Faktoren einbezogen.

Die E-Zigarette ist keine Einstiegsdroge

Auch das Risiko als Einstiegsprodukt in die Nikotinsucht konnten die Wissenschaftler für England widerlegen. Bei den rund 2,6 Millionen Dampfern im Königreich hat sich gezeigt, dass der größte Teil der E-Zigaretten Konsumenten aktive Raucher sind - oder solche, die das Rauchen aufgeben wollen. Einen Beleg als Einstiegsdroge bei Jugendlichen und jungen Erwachsenden konnte die wissenschaftliche Gruppe nicht erbringen.

Aufgrund dieser Erkenntnisse kommen die beiden die Studie leitenden Professoren Ann McNeill, King´s College London, und Peter Hajek, Quenn Mary Universität London, gar zu dem Schluss, dass E-Zigaretten ihren Beitrag bei den in England fallenden Zahlen von jungen und erwachsenden Rauchern leisten würden.

Suchtpotenzial ist verschwindend gering

Die umfangreiche Studie verweist außerdem darauf, dass nur ein sehr geringer Prozentsatz von weniger als 1 % der Menschen, die jemals rauchten, später regelmäßig zur E-Zigarette greifen. Gleichzeitig verweist die Studie mit Blick auf andere Umfragen darauf, dass das Bild der E-Zigarette in der gesellschaftlichen Wahrnehmung stark verzerrt ist.

2013 lag der Anteil an Engländern, die in der E-Zigarette ein größeres Risiko gegenüber Tabakprodukten sahen, noch bei gut 8 %. 2015 stieg diese Annahme auf 22,1 %. Das, obwohl es ein gemeinsamer Konsens nahezu aller Studien der letzten Jahre ist, dass entgegen dieser Annahme das Risiko nur einen geringen Bruchteil beträgt. Im Gegenteil lässt sich sogar beobachten, dass immer mehr aktive Raucher, die auf die E-Zigarette zurückgreifen, Tabakprodukte vollständig aufgeben.

Professor Kevin Fenton, einer der leitenden Angestellten in den englischen Gesundheitsbehörden, resümiert, dass Zigaretten noch immer für eine hohe Mortalität unter den Rauchern verantwortlich seien. Da aber die öffentliche Wahrnehmung der E-Zigarette ein ähnlich hohes Gesundheitsrisiko wie bei der Tabakzigarette suggeriert, würden Millionen Raucher davon absehen, den Zigarettenkonsum mithilfe einer E-Zigarette zu reduzieren oder ganz aufzugeben. Dabei müssten auch lokal arbeitende Institutionen, die Menschen beim Loskommen von Zigaretten helfen, den Gebrauch von E-Zigaretten aktiv fördern.

Dieser Aussage schließt sich auch Professorin Ann McNeill an. E-Zigaretten würden nicht die erfolgreichen Kampagnen gegen das Rauchen unterminieren. Im Gegenteil unterstützen E-Zigaretten diesen Prozess sogar aktiv. Ihrer Ansicht nach sollten Raucher zunächst auf das Dampfen umsteigen, um dann im Lauf der Zeit auch diesen Konsum kontinuierlich zu reduzieren. Professor Peter Hajek geht sogar noch einen Schritt weiter.

Seiner Meinung nach würden damit Raucher, die auf E-Zigaretten umsteigen, nahezu alle Gesundheitsrisiken umgehend ausschließen und signifikant reduzieren. Es würde lediglich einer gewissen experimentellen Phase bedürfen, in der die Raucher das ihrem Geschmack zugetane Liquid-Aroma finden. Selbst eine der führenden Stimmen in der englischen Krebsforschung, die Professorin Linda Bauld, sieht aufgrund der falschen Annahme der angeblich hohen Gesundheitsrisiken das Problem, dass viele Raucher nur deshalb von der E-Zigarette Abstand nehmen würden und somit ein erheblich höheres Krebsrisiko eingehen.

Selbst die Tabakindustrie denkt um

Wenngleich die Studie aus England stammt, dürfte sie dennoch relativ identisch auf den deutschen Markt ausgeweitet werden können. Insbesondere die Erkenntnisse bezüglich eines drastisch gesenkten Gesundheitsrisikos haben natürlich grundsätzlich Geltung und lassen sich nicht an unterschiedlichen Nationen oder Kulturkreisen festmachen. Studien wie diese unterstützen letztendlich weltweit die Bemühungen, die Zahl der Raucher deutlich zu senken. Das hat unlängst auch die Zigarettenindustrie erkannt, die sich immer mehr bei der E-Zigarette engagiert. Schon daraus lässt sich ableiten, wie massiv dieser Markt noch wachsen wird und welches Potenzial dieser in sich trägt.

Damit einher ginge dann ebenso eine Reduzierung von spezifischen Krankheiten und natürlich der Sterblichkeitsrate. Nicht nur die zahlreichen Aromen, in denen Liquids heute angeboten werden, machen dabei ein Lifestyle-Produkt mit nützlichem Nebeneffekt aus der E-Zigarette. Die durchaus populären E-Shishas mit unzähligen Geschmacksrichtungen, siehe beispielsweise bei Fumada.de könnten diesen Prozess zusätzlich beschleunigen und die Zahl der aktiven Tabakraucher massiv senken.

Die schon jetzt zunehmende Zahl an Dampfern wird sich durch solche Studien gerade bei den Tabakkonsumenten noch mehr erhöhen, als der Markt ohnehin schon wächst. Schließlich stellen auch in Deutschland den größten Teil der Dampfer ehemalige Tabakkonsumenten oder diejenigen, die davon loskommen wollen. Bildquelle: https://pixabay.com/de/e-zigarette-no-ma-am-dampfen-668452/
Autor: khh

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