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Do, 13:15 Uhr
24.09.2015
Bruttoinlandsprodukt für Thüringen

Wachstum unter den Erwartungen

Nach Angaben des Thüringer Landesamtes für Statistik stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP), d. h. die Summe der im Freistaat produzierten Güter und geleisteten Dienste, im ersten Halbjahr 2015 gegenüber dem Vorjahreszeitraum preisbereinigt nur um 0,4 Prozent...


Damit liegt der Freistaat unter dem gesamtdeutschen Durchschnitt (1,4 Prozent) und dem der neuen Bundesländer einschließlich Berlin (1,1 Prozent). Nur Nordrhein-Westfalen (0,3 Prozent) und Sachsen-Anhalt (0,0 Prozent) hatten ein noch geringeres Wachstum.

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„Das Ergebnis hat uns schon überrascht. Im Vergleich zu den anderen Bundesländern ist das Abschneiden Thüringens doch recht ernüchternd“, äußert sich Gerald Grusser, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt, enttäuscht. Angesichts der positiven Umsatzentwicklung in der Industrie, dem Handel und dem Gastgewerbe in den ersten sechs Monaten 2015, sei durchaus mit einem deutlicheren Wachstumsplus zu rechnen gewesen.

„Gute Zahlen aus der Industrie und dem Dienstleistungsbereich reichen allein eben nicht aus, um deutlichere Zuwachsraten zu erzielen“, erklärt der IHK-Chef. Zumal die Bauwirtschaft unter den Erwartungen geblieben sei und öffentliche Aufträge aufgrund des erst spät verabschiedeten Landeshaushaltes und dadurch fehlender Zuweisungen an die Kommunen kaum ausgelöst wurden.

Auch der Sparzwang im öffentlichen Sektor, wozu die Bereiche Verwaltung, Bildung, Erziehung und Wissenschaft gehörten, habe seine Spuren hinterlassen. Immerhin hätten die öffentlichen Dienstleister in Thüringen einen Anteil an der Wirtschaftsleistung von knapp 30 Prozent. Im Vergleich dazu liege der Wert in Baden-Württemberg gerade einmal bei 18 Prozent.

„Grund für übertriebenen Pessimismus gibt es aber dennoch nicht. Die Stimmung in den Unternehmen ist nach wie vor gut, was die heute veröffentlichten Daten zum ifo-Geschäftsklimaindex bestätigen“, so Grusser. Nach wie vor profitierten die Firmen von der robusten Binnennachfrage, der Erholung im Euroraum und den tiefen Ölpreisen.
Autor: red

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