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Mi, 00:30 Uhr
30.09.2015

„JUGEND STÄRKEN im Quartier“

Bei diesem neuen Projekt im Kyffhäuserkreis sollen Schulen und benachteiligte Quartiere und junge Menschen mit Startschwierigkeiten besser miteinander verbunden werden...

Die Landrätin Antje Hochwind (SPD) stellte die Grundzüge des Projekt heute vor. Dabei geht es um eine stärkere Verflechtung von von früher her bekannter Projekte..

Das Projekt „JUGEND STÄRKEN im Quartier“ soll junge Menschen mit Startschwierigkeiten beim Übergang von der Schule in den Beruf mit aufsuchender Arbeit, Beratung und Einzelfallhilfe (Jugendsozialarbeit) unterstützen. Ziel ist es, individuelle Hürden auf dem Weg Richtung Ausbildung und Arbeit zu überwinden und eine schulische, berufliche und soziale Integration zu ermöglichen. Ergänzend dazu, und das ist neu, können Mikroprojekte realisiert werden, die neben der Entwicklung der Jugendlichen der Aufwertung von Quartieren dienen soll.

Untestütztwird das Projekt von zwei Bundesministerien,
- Bundesministerien für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
- Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit.
Die Laufzeit des Projekts wird von 2015 bis 2018 gehen. Für die Laufzeit werden für den Kreis bis zu 800.000 Euro bereit stehen, die in Jahresscheiben zu 200.000 Euro verbraucht werden können. Von den 180 Modellkommunen ist der Kyffhäuserkreis eine davon.

Jede Modellkommune entwickelt und erprobt Projekte im Bereich Jugendsozialarbeit, die auf die Angebote, Bedarfe und Zielgruppen vor Ort zugeschnitten sind. Dafür stehen vier
methodische Bausteine zur Verfügung:
- Case Management (intensive sozialpädagogische Einzel fallarbeit)
- Aufsuchende Jugendsozialarbeit (z. B. Streetwork oder mobile Beratung)
- Níedrigschwellige Beratung/Clearing (z.B. Anlaufstellen mit lotsenfunktion, in denen Jugendliche eine Erstberatung erhalten)
- Mikroprojekte mit Mehrwert für das Quartier und dessen Bewohner/-innen (z.B. Anlegen eines Trimm-Dich-Pfades, Organisation eines Stadtteilfestes)

Die Umsetzung dieser Projekte zur Unterstützung junger Menschen werden durch öffentliche und freie Träger im Bereich Jugendsozialarbeit umgesetzt.
Die mehr als 180 Modellkommunen steuern und koordinieren die Angebote. Sie arbeiten dabei - im Sinne einer „Förderung aus einer Hand“ ~ eng mit freien Jugendhilfeträgern, Jobcentern, Agenturen für Arbeit, Schulen, Quartiersmanagement und weiteren Kooperationspartnern zusammen.
Ziel ist eine Stärkung der Jugendsozialarbeit vor Ort.



Im Kyffhäuserkreis besteht das Projekt aus zwei nun verflochtenen Bausteinen, welche Jugendliche auf dem Weg in das Berufsleben begleiten und unterstützen.

„2. Chance für Schulverweigerer/innen“

Seit April 2015 gibt es erneut ein Angebot für schulmüde/schulverweigernde Jugendliche im Landkreis. Die Jugendsozialarbeiter/innen sind Ansprechpartner/innen für

- Individuelle Beratung von Schülern, Eltern und Lehrern im Fall von Schulmüdigkeit/Schulverweigerung
- Einzelbetreuung in individuellen Problemsituationen durch intensive Begleitung und Unterstützung
- Klassenbezogene Angebote im Themenfeld
- Sozialpädagogische Gruppenarbeit
- Angebote zur Vermeidung von Schulabbrüchen.

Als Abrufangebot können sich
- Schülerinnen und Schüler
- Schulen
- Schulsozialarbeiterinnen
- Eltern
an die Jugendsozialarbeiter/innen wenden, um Unterstützung bei aktiver und passiver Schulverweigerung zu erhalten. Dabei steht allen Jugendlichen der Zugang zum Projekt „2. Chance für Schulverweigerer/innen“ offen.


Jugend stärken in den benachteiligten Quartieren

In den Wohngebieten

- "Hasenholz/Östertal" Sondershausen
Einbeziehung der Regelschule (RS) Östertal, RS Franzberg, RS / Gemeinschaftsschule Ebeleben, RS Greußen
Ansprechpartnerin Kristin Kretschmar im Stadtjugendring Sondershausen
Träger Stadtjugendring Sondershausen

- „Am Tischplatt“ in Bad Frankenhausen
Einbeziehung der Regelschule (RS) Artern, RS Bad Frankenhausen, Gemeinschaftsschule Oldisleben RS Greußen, RS Roßleben
Ansprechpartner voraussichtlich Götz Erdmann in einer Wohnung am Tischplatt Bad Frankenhausen
Träger Jugendhilfe- und Förderverein Bad Frankenhausen

- „Am Königsstuhl“ in Artern
Koordinierung und fachliche Begleitung des Projekts Thinka Artern und Schulsozialarbeit am Staatlichen Berufsschulzentrum Kyffhäuserkreis Schulteil 3 Artern
Ansprechpartnerin Monique Seewald
Träger Jugend- und Sozialamt des Kyffhäuserkreises

bieten die Jugendsozialarbeiter/innen aufsuchende Jugendsozialarbeit an, um mit Jugendlichen in Kontakt zu kommen und in ihrem unmittelbaren Lebensumfeld wirken zu können.

Des Weiteren ist die Umsetzung von Mikroprojekten möglich, um durch die Arbeit mit der Zielgruppe im gesamten Quartier positive Akzente für alle Bewohnerinnen und Bewohner zu setzen. Mikroprojekte sind niedrigschwellige, kleinteilige, zeitlich überschaubare, quartiers- und zielgruppenbezogene Angebote.

Eine enge Zusammenarbeit mit bereits bestehenden Angeboten im Bereich Quartiersmanagement – ThINKA in Artern und quartiersbezogene Jugendarbeit im Hasenholz/Östertal – ist dabei für eine erfolgreiche Umsetzung wichtig.

Erste Ergebnisse zeigten sich schon beim Projekt Sitzplatzrondell eingeweiht
Autor: khh

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