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Mi, 09:01 Uhr
07.10.2015
kn-Forum

Sondershausen und die große Politik

Wie ist das eigentlich mit dem Reichtum in der BRD und wie schlägt sich das in Sondershausen nieder? Im Leserbrief von Dieter Strödter ein Versuch der Aufbereitung…


Sondershausen ist, wie viele andere Kommunen, faktisch pleite - die BRD aber gehört tatsächlich zu den wenigen reichsten Ländern der Welt. Ist unser Land also superreich?

Der Bund hat über zwei Billionen Euro Schulden, die Bundesländer stecken mit vielen Milliarden im Minus, und die Kommunen sind wegen Millionenverschuldungen oft
handlungsunfähig.

Das ist eine Situation wie im Tollhaus - das Land „schwimmt“ im Reichtum, aber der Staat und Millionen seiner Bürger sitzen auf dem Trockenen!

Wo aber ist der Reichtum, wenn nicht bei denen, die täglich ihn mehren und die einen Anteil davon brauchen?

Hunderte Multimilliardäre, tausende Multimillionäre mit ihren Banken, Versicherungen, Hedgefonds und Aktienpaketen - dort ballt sich der Reichtum! Sie aber sind zahlenmäßig nur wenige Prozente der Bevölkerung.

Regierungen, die über Jahrzehnte zulassen, dass Freiheit und Demokratie so missbraucht werden und die soziale Marktwirtschaft so pervertiert wird, handeln nicht menschlich, auch nicht christlich. Sie gefährden durch diese Schere zwischen gesellschaftlicher Armut und selektiv privatem Reichtum unser Gemeinwesen.

In Sondershausen wollte der Stadtrat ein „Zeichen“ setzen - ein Zeichen wofür und wogegen?

Wenn in „Berlin“ Herz und Hirn ausgetauscht werden müssten, um diese Situation wirklich zu ändern, nützt es gar nichts, in Sondershausen ein Bein zu amputieren, das man zum Laufen braucht! Bin ich nun ein Kommunist oder führe ich eine Neiddebatte oder mache ich mir nur ernsthafte Gedanken?

Dieter Strödter
Sondershausen
Autor: khh

Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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Kommentare
Micha123
07.10.2015, 10:21 Uhr
Wahre Worte
Das sind Wahre Worte/Gedanken Herr Strödter...
Das "Zeichen" kommt vielleicht bei der Bevölkerung in Sondershausen an - aber es ändert nichts an Problemen.

In Berlin - dort wo die "Quelle" sitzt, da kommt nichts an.
Wem kümmert in Berlin die Abberufung einer 1. Beigeordneten?
So wie es Sondershausen geht - so geht es doch vielen Kommunen in Thüringen und Deutschland.
Vielleicht hätten alle Stadtratsmitglieder zurücktreten müssen, aus ihren Parteien austreten - und nicht nur in Sondershausen, sondern in vielen Städten. Vielleicht kommt dieses Zeichen dann "oben" an.

Banken "verzocken" sich - der Staat hilft und zahlt. Ähnlich ist es bei der Griechenlandkrise. Die finanziellen Hilfen - wer erhält sie denn? Es sind die Banken, deren Kredite getilgt werden.
Banken, welche in Übersee sitzen, denen es egal ist - wie es den einfachen Menschen ergeht.

Hätten wir alle nicht gerne einmal einen Tausender mehr in der Tasche - im Jahr? Wir stecken zurück, ziehen den Kopf ein, sparen und sparen ... sind so froh, wenn wir 100 Euro mehr haben.

Die Politik ist ein verlängerter Arm der Wirtschaft. Wirtschaft geht aber nicht ohne Volk. Trotzdem kommt es einem so vor, dass Berlin beim Volk blind ist. Es wird nicht richtig erhört.
Dies ist vielleicht auch mit der Grund, warum immer mehr Menschen auf die Straße gehen. Gruppen wie Pegida oder die AFD, es wird bei denen nicht nur über Asylpolitik geredet, sondern auch über Bildungs-, Sozial- und Gesundheitspolitik. Ebenso ist Finanzwirtschaft ein Thema.

Ob man es besser machen kann - dies steht in den Sternen.
Haben wir überhaupt noch eine soziale Marktwirtschaft?
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