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So, 09:37 Uhr
11.10.2015
Kommunalpolitik

Die Linke und der Geolift

Bisher gab es im Kreistag und im Kreisausschuss des Kyffhäuserkreises von den Linken immer grünes Licht. Und wenn die 90-Prozent-Förderung nicht kommt?

Bei so einem Wahlmarathon wie gestern beim Kreisparteitag der Linkspartei des Kyffhäuserkreises im Ortsteil Großfurra der Stadt Sondershausen blieb viel Zeit um in den Auszählpausen die verschiedensten Dinge zu diskutieren.

So stelle Sabine Zeidler, immerhin auch 2. ehrenamtlichen Beigeordnete der Stadt Bad Frankenhausen einfach mal die Frage, wie stehen eigentlich unsere Kreistagsmitglieder zur Frage Geolift am Kyffhäuser?

Während Fraktionsführer Torsten Blümel zu dem Zeitpunkt am PC die Wahlkommission beim Ausdruck der Stimmzettel unterstützte, nahm Neukreisausschussmitglied und neuer Kreisvorsitzender der Linken, Dietmar Strickrodt den Ball auf.

Geolift (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Geolift (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Wir haben im Kreisausschuss die Finanzierung des Geollifts unterstützt (Blümel und Strickrodt). Mit dem Projekt soll der Tourismus am Kyffhäuser weiter gefördert werden und es ist auf Grundlage des Liftbetriebs mit einer Steigerung der Besucher zu rechnen. Strickrodt räumte aber auch ein, dass er doch ob der deutlich Steigerung der Baukosten (rund zwei Millionen mehr auf 4,3 Millionen Euro) doch etwas verunsichert war.

Aber die mündlich Zusage des Wirtschaftsministeriums, eine Förderung von 90 Prozent, und die Übernahme des Eigenanteils durch die Kur GmbH haben ihm bewogen dem Projekt zuzustimmen, auch wenn in der letzten Sitzung des Kreisausschusses die Kreisverwaltung einräumen musste, ganz ohne Kosten wird es für den Eigentümer Landkreis auch nicht ausgehen, wie früher mal diskutiert wird.


Zeidler legt anschließend noch ein mal nach und bezweifelte, dass es bei den 4,3 Millionen Euro bleiben werde, das hätten Projekte die jüngst vollendet wurden deutlich gezeigt. Für die geplante Summe hätte man auch auch eine Busspur an den Fuß des Kyffhäuserdenkmals bauen können und die schlechten Parkplätze verbessern können.

Strickrodt führte aus, dass mit dem erhöhten pauschalen Eintrittsgeld (1,50Euro+) am Kyffhäuserdenkmal bereits 120.000 Euro Mehreinnahmen erzielt wurden. Damit bekäme man etwas Luft bei den höheren Baukosten. Wenn mit Inbetriebnahme des Geolifts die Einnahmen steigen, werden wir (Landkreis als Eigentümer) auch von den Mehreinnahmen profitieren, ist sich Strickrodt sicher.

Harry Hettler warf ein, der Parkplatz gehöre zur Gemeinde Kyffhäuserland und dort seien Verbesserungen geplant.

Als Sigrid Rößner einwarf, sie hätte gehört, das es wohl doch nur eine 60-Prozent-Förderung durch den Freistaat Thüringen geben soll. In dem Falle warf Kreistagsmitglied Dr. Volker Steinke ein, muss das Thema Geolift neu verhandelt werden.

Schade eigentlich, dass man die Gelegenheit bei einem Parteitag verstreichen ließ, sich hier klar als Linke zu positionieren.

Und in der Tat, 30 Prozent weniger Förderung würde ein Loch von rund 1,29 Millionen Euro reißen und das könnten sowohl Landkreis als auch Kur GmbH wohl weder gemeinsam, noch gar einzeln stemmen.

Autor: khh

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