eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige symplr (4)
Sa, 09:13 Uhr
17.10.2015
Gründungsboom

Eltern-Engagement an Schulen boomt

Deutschlands Eltern sind immer häufiger an Schulen ehrenamtlich aktiv. Nach Angaben der Stiftung Bildung gibt es inzwischen über 34.000 Schulfördervereine, die in über 80% aller Schulen für Freizeitaktivitäten, Mensa-Essen oder zusätzliche Bildungsangebote sorgen...

Fachleute sprechen von einem Gründungsboom in den vergangenen 15 Jahren, teilt VoluNation, das Expertenportal für weltweite Freiwilligenarbeit, mit. In einer wissenschaftlichen Studie wurden zur Jahrtausendwende 19.000 Schulfördervereine ermittelt.

Anzeige symplr (1)
Eine Ursache für die Zunahme sehen Bildungsexperten insbesondere im Ausbau der Ganztagsschulen. Ein Großteil des Schüler-Freizeitprogramms am Nachmittag wird von den Freiwilligen der Fördervereine organisiert und finanziert. Aus rechtlichen Gründen ist es für Fördervereine meist leichter, Honorarkräfte etwa im sportlichen, kreativen und musischen Bereich zu engagieren und so für zusätzliche Bildungsangebote zu sorgen. Weitere Schwerpunkte liegen in der Organisation von Schulfesten, Flohmärkten sowie der Pflege von Kontakten zu Unternehmen.

Im Durchschnitt hat jeder Schulförderverein laut einer Studie der Berliner Humboldt-Universität 120 Mitglieder, von denen sich rund jeder Vierte aktiv in der Freizeit für die Schule engagiert. Auch die 45.000 Kindertagesstätten in Deutschland erleben eine Zunahme des ehrenamtlichen Eltern-Engagements. An jeder fünften soll es aktuell einen Kita-Förderverein geben.
Autor: red

Anzeige symplr (6)
Kommentare
Kruemelmonster
17.10.2015, 14:04 Uhr
je nach dem wie man es formuliert...
man könnte es auch so formulieren: Da die staatlichen Maßnahmen an Schulen immer weiter gekürzt werden, müssen immer mehr Eltern sowie Freiwillige zur Betreuung beitragen!!!
Es sollte man mehr in ganztägige Förderung investiert werden und nicht in schwachsinnige (Neu)-Bauten oder unnötige und vor allen verlorene "Willkommensgeschenke"!!!
HausH
17.10.2015, 15:12 Uhr
Lesart
Auch ich bin der Meinung, dass das Phänomen der zunehmenden Fördervereine ausschließlich durch die sich aus der Verantwortung zurückziehenden Schulträger begründet ist.

Je ärmlicher der Schulträger - Desto häufiger die Fördervereine!

...und das ist traurig.
Mueller13
17.10.2015, 18:17 Uhr
Anfrage von Schulen nach Tapete
Ich habe letztens eine Anfrage einer Grundschule nach Tapete und Farbe erhalten.
Man ist ja eigentlich gewillt zu helfen, aber man setzt mit seiner Hilfe völlig falsche Zeichen, deshalb habe ich es abgelehnt und entsprechend begründet:
1. Ein Staat hat theoretisch nicht viele Aufgaben. Die Ausstattung einer Schule gehört zu seinen elementarsten.
2. Zahle ich genügend Steuern, die man entsprechend verwenden kann.
3. Soll der Staat nicht auf die Idee kommen, dass man hier weiter sparen kann (Eltern und Fördervereine regeln das dann schon).
4. Wäre dieser Zustand nicht eingetreten, wenn die Leute bei der letzten Wahl ihr Kreuz nicht bei CDUSPDGRÜNELINKE gemacht hätten (quasi Eigenverschulden)
5. Gibt es ja in diesem Land anscheinend genug Geld (ohne es aussprechen zu müssen wofür...).

Tut mir leid - wir können so nicht weitermachen.
Eric Cartman
17.10.2015, 21:49 Uhr
Weniger Geld für die Pauker, mehr für die Schule
Das sich Fördervereine gerade bei Schulen und Kindergärten gründen hat nichts mit fehlender Kreide, schmutzigen Schulfluren und schon gar nichts mit fehlender Tapete zu tun, wie hier so ein Kommentar-Schlaumeier behauptet. Mit der Mitgliedschaft in einem Förderverein nimmt man als Elternteil Einfluss auf die Vorgänge in der Schule oder im Kindergarten. Und das ist gut so!

Wenn es der jeweiligen Regierung nur um Geld ginge, müsste man als erstes die Gehälter der Lehrer kürzen, denn diese stehen in keinem Verhältnis zum erreichten Ergebnis. Was da mitunter auf die Wirtschaft und den öffentlichen Sektor von diesen Einrichtungen losgelassen wird, braucht eine zweite Schulausbildung! Es ist vielerorts Notwehr, dass sich Eltern in solchen Fördervereinen organisieren. Und das hat nichts mit "der Lehrer hat immer schuld" zu tun.
Paulinchen
18.10.2015, 13:40 Uhr
Weniger Lehrer...
...verbeamten. Weshalb muss denn ein/e Lehrer/in Beamter/in sein? Was gibt es dafür für Gründe?
Florian H.
18.10.2015, 15:06 Uhr
Warum Lehrer verbeamtet werden sollten
@Paulinchen: Beamten ist es untersagt zu streiken. Lehrer zu verbeamten hat also den Vorteil den Schulbetrieb wenigstens etwas aufrecht zu erhalten. Was die Qualität der schulischen Ausbildung angeht sind weniger die Lehrer daran Schuld sondern viel mehr die Eltern mit ihren antiautoritären Erziehungsmethoden, kombiniert mit der Unart alles und jeden zu verklagen.

Was das Gehalt von Lehrern angeht - ist es wirklich zu hoch? Im vergleich zu anderen Berufen für die man studiert haben muss ist die Bezahlung ziemlich schlecht. Ich sehe auch das Land in der Pflicht mehr Geld für Bildung auszugeben, mehr Lehrer, besseres Unterrichtsmaterial etc.
Kruemelmonster
18.10.2015, 15:40 Uhr
komisch
bei uns gibt es sogar einen Förderverein, welcher einen Spielplatz errichtet hat/musste/konnte. Und das hat nix mit fehlenden Geld Seiten des Staats zutun? hmmm....
Zu meiner Zeit gab es auch keine Fördervereine und ich finde das war auch nicht nötig, weil Hortbetreuung, Schulessen und Ausflüge auch so bewältigt wurden!
Klar werde ich wohl auch etwas nebenbei für mein Kind im schulischen Umfeld machen müssen, aber wieso - weil das was da ist nicht ausreicht!
Florian H.
18.10.2015, 20:39 Uhr
Lehrergehalt
@Kruemelmonster: Das sehen ich auch als Hauptproblem, die ständigen Kürzungen im Bildungswesen.

@Eric Cartman: Die gefühlt fallende Leistung der Schüler ist, so meine Vermutung, nicht die Schuld der Lehrer. Die dürfen je nach Schule Schüler nicht nachsitzen lassen, keine Hausaufgaben benoten, wenn sie eine 6 vergeben müssen sie das vor den Eltern rechtfertigen und wenn diese das als Urteil des Lehrers als falsch ansehen wird geklagt. Also haben die Lehrer eigentlich keine Möglichkeiten die Kinder zum Lernen zu bringen, außer durch Motivation. Aber nicht jedes Kind ist an allen Sachen interessiert, daher können auch Lehrer mit super Unterricht nicht alle erreichen. Als ich zur Schule ging hatte ich kein gutes Gefühl dabei mit einer schlechten Note nach Hause zu kommen, meine Eltern haben dem Urteil des Lehrers geglaubt. Da hat es nur geholfen, wenn man vorher mit den Eltern gelernt hat und sie wussten man hat sein Bestes gegeben , auch wenn es halt nicht immer für eine gute Note gereicht hat.

Den Lehrern das Gehalt zu kürzen ist eine ziemlich kurzsichtige Idee, dann gehen die Junglehrer einfach in die Bundesländer wo es deutlich mehr Gehalt gibt (nach einer kurzen Suche im Internet scheint nur Mecklenburg Vorpommern noch schlechter zu zahlen) und das unterscheidet sich nicht nur in der Nachkommastelle. Auch für den Partner eines Lehrers (sind ja nicht alle Lehrer mit einem anderen Lehrer zusammen) ist es in anderen Bundesländern einfacher einen Job zu bekommen.

Wenn ich sehe wie oft Schüler Ausfall oder Vertretung haben, dann ist die einzige Richtung in die Gedacht werden sollte den Schulen mehr Lehrerstellen zu ermöglichen. Die sind zwar dann nach der Statistik zwar nur zu 80% ausgelastet, in der Realität sind aber immer ein paar Arbeitnehmer krank, schwanger oder sonst was und so wäre die Auslastung bei 100%. Das trifft allerdings auf so gut wie jedes Unternehmen zu.
Kommentare sind zu diesem Artikel nicht mehr möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (8)