So, 17:36 Uhr
18.10.2015
Denkanstöße eines Kreistagsmitglieds
Geolift Ja-oder Nein?
Benötigt man auf dem Kyffhäuser einen Geolift. Die Befürworter sind natürlich dafür und fordern dessen Bau schnellstens. Dazu eine Stellungnahme Rainer Scheerschmidt, Landesvorsitzender Volksinteressenbund Thüringen (VIBT) und Kreistagsmitglied des Kyffhäuserkreis...
Welche fundierten Angaben sind vorhanden für den Bau? Eine Kostenberechnung von ehemals 2 Mio jetzt geändert auf 4,2 Mio liegt vor. Wage Zusagen der 90%igen Förderung und eine noch wagere Zusage der Kur-GmbH Frankenhausen, den Eigenanteil der Kosten zu übernehmen. Weiterhin gibt es Wunschvorstellungen zu künftigen Besucher-zahlen. Ganz geschätzt sind die Kosten der künftigen Betreibung.
Ein Beispiel soll dieses verdeutlichen. Man spricht von anfallenden Betriebskosten. Es sollen 3 Arbeitsplätze (VbE) geschaffen werden. Gut für die Bürger, die dort eine Arbeit finden. Kosten für diese 3 VbE einschließlich Lohnnebenkosten jährlich ca. 61 Tausend . Hinzu kommen die üblichen Betriebskosten wie Elektroenergie, TÜV, Versicherungen, Wartungs-arbeiten, Marketing usw. In Summe werden vorsichtig geschätzt zusätzliche Kosten von ca.130 Tausend entstehen.
Setzt man, wie angedacht auch Mittel aus den Rücklagen für Investitionen ein, so hat man dann zwar einen Geolift, aber über Jahre kein Geld für Reparaturen größeren Umfangs am Denkmal.
Bisher wurde im Kreistag noch niemals eine begründete Untersuchung vorgestellt, auf deren Grundlage man schlussfolgernd kann, dass die erhöhte Besucherzahl auch kommen wird. Zur Zeit sind alles nur Annahmen und Wunschdenken. Welche 4 köpfige Familie kann oder will sich dann den Besuch des Denkmals leisten, wenn zum 01. Januar der Eintrittspreis in Hinsicht des Liftbaues bereits um 25 % erhöht wurde und auch nochmal erhöht werden wird.
Es werden weniger Besucher werden, da sich manche Familien den Besuch nicht mehr leisten können.
Das Argument ältere Menschen und Behinderte Bürger schneller auf den Kyffhäuser zu bringen ist für mich auch nicht tragfähig, sondern dient in meinen Augen nur zur Untermauerung der Begründung. Seit mindestens 3 Jahren ist dieses Argument immer wieder einmal im Gespräch. Wenn es konkret wird tut man nichts. Bis Pfingsten 2017, es sind dann über 5 Jahre ist es eigentlich nicht so wichtig, wie ältere Bürger und Gehbehinderte auf den Kyffhäuser kommen, denn man lässt die vorhandene Tschu-Tschu-Bahn, eine Attraktion in anderen Orten, einfach nicht fahren. Will man so die Notwendigkeit des Baus begründen?
Befragen der Bürger ob Bau ja oder nein, schließlich geht es um ihre Steuergelder, wurden nicht gemacht bzw. öffentlich vorgestellt.
Niemand hat bisher den Bürgern eindeutig erklärt, dass der Lift nicht auf das Denkmal, sprich zur Aussichtsplattform auf dem Denkmal, sondern nur bis auf den Burghof fährt und der Besucher, der sich einen Blick vom Denkmal gönnen will, trotzdem die Stufen des Denkmals zu Fuß bewältigen muss.
Also für Gehbehinderte ist nach wie vor die Aussichtsplattform unerreichbar.
Im Kreistag wurde bisher auch noch keine Variante vorgestellt, die eine andere Lösung beinhaltet. Man hat den Eindruck es geht nach der Devise: Geolift oder nichts.
Lifte in anderen Denkmalen, wie Völkerschlachtdenkmal in Leipzig u.a. können nicht mit dem Kyffhäuser verglichen werden. Dort bringen die Liftanlagen z.B. am Völkerschlachtdenkmal für den Preis von 1 die Besucher auf die Plattform des Denkmals, so dass jeder den Rundblick aus luftiger Höhe genießen kann. Liftbenutzung zahlt also nur der, der ihn auch wirklich nutzt.
Dieses sollen einige Gedankenanstöße gewesen sein, die man zu der Abstimmung über den Bau des Geolifts in der Kreistagssitzung am 21.10.2015 nochmals durchdenken sollte.
Rainer Scheerschmidt
Landesvorsitzender Volksinteressenbund
Thüringen (VIBT) und Kreistagsmitglied des
Kyffhäuserkreis
Autor: khhWelche fundierten Angaben sind vorhanden für den Bau? Eine Kostenberechnung von ehemals 2 Mio jetzt geändert auf 4,2 Mio liegt vor. Wage Zusagen der 90%igen Förderung und eine noch wagere Zusage der Kur-GmbH Frankenhausen, den Eigenanteil der Kosten zu übernehmen. Weiterhin gibt es Wunschvorstellungen zu künftigen Besucher-zahlen. Ganz geschätzt sind die Kosten der künftigen Betreibung.
Ein Beispiel soll dieses verdeutlichen. Man spricht von anfallenden Betriebskosten. Es sollen 3 Arbeitsplätze (VbE) geschaffen werden. Gut für die Bürger, die dort eine Arbeit finden. Kosten für diese 3 VbE einschließlich Lohnnebenkosten jährlich ca. 61 Tausend . Hinzu kommen die üblichen Betriebskosten wie Elektroenergie, TÜV, Versicherungen, Wartungs-arbeiten, Marketing usw. In Summe werden vorsichtig geschätzt zusätzliche Kosten von ca.130 Tausend entstehen.
Setzt man, wie angedacht auch Mittel aus den Rücklagen für Investitionen ein, so hat man dann zwar einen Geolift, aber über Jahre kein Geld für Reparaturen größeren Umfangs am Denkmal.
Bisher wurde im Kreistag noch niemals eine begründete Untersuchung vorgestellt, auf deren Grundlage man schlussfolgernd kann, dass die erhöhte Besucherzahl auch kommen wird. Zur Zeit sind alles nur Annahmen und Wunschdenken. Welche 4 köpfige Familie kann oder will sich dann den Besuch des Denkmals leisten, wenn zum 01. Januar der Eintrittspreis in Hinsicht des Liftbaues bereits um 25 % erhöht wurde und auch nochmal erhöht werden wird.
Es werden weniger Besucher werden, da sich manche Familien den Besuch nicht mehr leisten können.
Das Argument ältere Menschen und Behinderte Bürger schneller auf den Kyffhäuser zu bringen ist für mich auch nicht tragfähig, sondern dient in meinen Augen nur zur Untermauerung der Begründung. Seit mindestens 3 Jahren ist dieses Argument immer wieder einmal im Gespräch. Wenn es konkret wird tut man nichts. Bis Pfingsten 2017, es sind dann über 5 Jahre ist es eigentlich nicht so wichtig, wie ältere Bürger und Gehbehinderte auf den Kyffhäuser kommen, denn man lässt die vorhandene Tschu-Tschu-Bahn, eine Attraktion in anderen Orten, einfach nicht fahren. Will man so die Notwendigkeit des Baus begründen?
Befragen der Bürger ob Bau ja oder nein, schließlich geht es um ihre Steuergelder, wurden nicht gemacht bzw. öffentlich vorgestellt.
Niemand hat bisher den Bürgern eindeutig erklärt, dass der Lift nicht auf das Denkmal, sprich zur Aussichtsplattform auf dem Denkmal, sondern nur bis auf den Burghof fährt und der Besucher, der sich einen Blick vom Denkmal gönnen will, trotzdem die Stufen des Denkmals zu Fuß bewältigen muss.
Also für Gehbehinderte ist nach wie vor die Aussichtsplattform unerreichbar.
Im Kreistag wurde bisher auch noch keine Variante vorgestellt, die eine andere Lösung beinhaltet. Man hat den Eindruck es geht nach der Devise: Geolift oder nichts.
Lifte in anderen Denkmalen, wie Völkerschlachtdenkmal in Leipzig u.a. können nicht mit dem Kyffhäuser verglichen werden. Dort bringen die Liftanlagen z.B. am Völkerschlachtdenkmal für den Preis von 1 die Besucher auf die Plattform des Denkmals, so dass jeder den Rundblick aus luftiger Höhe genießen kann. Liftbenutzung zahlt also nur der, der ihn auch wirklich nutzt.
Dieses sollen einige Gedankenanstöße gewesen sein, die man zu der Abstimmung über den Bau des Geolifts in der Kreistagssitzung am 21.10.2015 nochmals durchdenken sollte.
Rainer Scheerschmidt
Landesvorsitzender Volksinteressenbund
Thüringen (VIBT) und Kreistagsmitglied des
Kyffhäuserkreis