Do, 15:16 Uhr
12.11.2015
Vortragsabend im Regionalmuseum
150 Jahre Entdeckung der Barbarossahöhle
Das Berg- und Salzrecht in den ehemaligen Fürstentümern Schwarzburg-Rudolstadt und Schwarzburg-Sondershausen. Dazu gibt es einen Vortragsabend im Regionalmuseum Bad Frankenhausen..
Der Vortragsabend findet am Dienstag, den 17. November, um 19.30 Uhr, im Festsaal von Schloss Bad Frankenhausen statt.
Referent ist Dr. Ulrich Hahnemann, Bad Frankenhausen.
Mitte des 19. Jahrhunderts entschloss sich die Landesregierung des kleinen thüringischen Fürstentums Schwarzburg-Rudolstadt, im Landesteil zwischen Kyffhäusergebirge und Hainleite den Bergbau neu zu beleben. In der Hoffnung auf Lagerstätten an Kupfer und Kohle entsendete das im fernen Könitz, östlich von Saalfeld gelegene Bergamt des Fürstentums erfahrene Bergleute in die Kyffhäuserregion.
Frankenhausen Saline 1820
Nach Jahren des Suchens stießen im südlichen Kyffhäusergebirge nicht auf eine reiche Kupferlagerstätte, wohl aber 1865 auf sagenhafte Hohlräume. Die später so genannte Barbarossahöhle war entdeckt. Nach einem einmaligen Fund an gediegenem Silber wurde der Bergbau bis 1872 aufrechterhalten, bevor die Höhle als reine Schauhöhle frei gegeben wurde.
Die verbliebenen Bergleute fanden Arbeit in den Kohlegruben zwischen Esperstedt und Udersleben. Allerdings war die Blütezeit des Bergbaues und des Salinewesens im Fürstentum bereits vorbei. Selbst das Bergrecht war vernachlässigt worden. Dabei hatten die schwarzburgischen Landesherren vom 15. bis zum 18. Jh. viel Wert auf die Gesetzgebung im Berg- und Salinewesen gelegt.
Teils unter heftigen Angriffen größerer Nachbarstaaten wie Sachsen, hatten sie geschickt und zäh ihr vermeintliches und wirkliches Recht auf eine eigenständige Berggesetzgebung verteidigt. Der Vortrag zeigt die Entwicklung des schwarzburgischen Bergrechts und der Salzordnungen vom ausgehenden Mittelalter bis zum Beginn des 20. Jh.
Museum Abteilung Geologie und Bergbau
Eine spannende Zeitreise vom Goldwaschen im Schwarzatal über die Kämpfe der Frankenhäuser Pfännerschaft um ihren alleinigen Besitz am Salzwerk bis zu den innerfamiliären Spannungen zwischen den schwarzburgischen Linien Rudolstadt und Sondershausen und der Aufgabe der Berggemeinschaft. Am Ende führte die Vernachlässigung des Bergrechtes zum gerichtlich entschiedenen Verlust des Besitzrechtes des Landes Schwarzburg an der Barbarossahöhle.
Ihr Museumsteam
Fotos: Regionalmuseum
Autor: khhDer Vortragsabend findet am Dienstag, den 17. November, um 19.30 Uhr, im Festsaal von Schloss Bad Frankenhausen statt.
Referent ist Dr. Ulrich Hahnemann, Bad Frankenhausen.
Mitte des 19. Jahrhunderts entschloss sich die Landesregierung des kleinen thüringischen Fürstentums Schwarzburg-Rudolstadt, im Landesteil zwischen Kyffhäusergebirge und Hainleite den Bergbau neu zu beleben. In der Hoffnung auf Lagerstätten an Kupfer und Kohle entsendete das im fernen Könitz, östlich von Saalfeld gelegene Bergamt des Fürstentums erfahrene Bergleute in die Kyffhäuserregion.
Frankenhausen Saline 1820
Nach Jahren des Suchens stießen im südlichen Kyffhäusergebirge nicht auf eine reiche Kupferlagerstätte, wohl aber 1865 auf sagenhafte Hohlräume. Die später so genannte Barbarossahöhle war entdeckt. Nach einem einmaligen Fund an gediegenem Silber wurde der Bergbau bis 1872 aufrechterhalten, bevor die Höhle als reine Schauhöhle frei gegeben wurde.
Die verbliebenen Bergleute fanden Arbeit in den Kohlegruben zwischen Esperstedt und Udersleben. Allerdings war die Blütezeit des Bergbaues und des Salinewesens im Fürstentum bereits vorbei. Selbst das Bergrecht war vernachlässigt worden. Dabei hatten die schwarzburgischen Landesherren vom 15. bis zum 18. Jh. viel Wert auf die Gesetzgebung im Berg- und Salinewesen gelegt.
Teils unter heftigen Angriffen größerer Nachbarstaaten wie Sachsen, hatten sie geschickt und zäh ihr vermeintliches und wirkliches Recht auf eine eigenständige Berggesetzgebung verteidigt. Der Vortrag zeigt die Entwicklung des schwarzburgischen Bergrechts und der Salzordnungen vom ausgehenden Mittelalter bis zum Beginn des 20. Jh.
Museum Abteilung Geologie und Bergbau
Eine spannende Zeitreise vom Goldwaschen im Schwarzatal über die Kämpfe der Frankenhäuser Pfännerschaft um ihren alleinigen Besitz am Salzwerk bis zu den innerfamiliären Spannungen zwischen den schwarzburgischen Linien Rudolstadt und Sondershausen und der Aufgabe der Berggemeinschaft. Am Ende führte die Vernachlässigung des Bergrechtes zum gerichtlich entschiedenen Verlust des Besitzrechtes des Landes Schwarzburg an der Barbarossahöhle.
Ihr Museumsteam
Fotos: Regionalmuseum


