Di, 00:05 Uhr
08.12.2015
Leser auf Reisen
Nikolaus und Brauchtum bei unseren Nachbarn
Am Nikolaus-Wochenende waren wir in Tschechien zu einem Kurzurlaub, so ein Leser in seinem Bericht...
In einer Pension in Franzensbad hatten wir Zimmer gebucht. Der Kurort selbst ist schon eine Reise wert. Am Samstag sind wir bereits am Vormittag nach Cheb (früher Eger) auf den Weihnachtsmarkt gefahren, aber auch am späteren Abend bei Dunkelheit kamen wir nochmals wieder und erlebten hier ein für uns ungewöhnliches Brauchtum.
Bereits die Zufahrtsstraßen in die Stadt sind entsprechend vorweihnachtlich geschmückt. Auch die Haupteinkaufsstraßen und der große Marktplatz bietet ein besonderes Bild. Auf dem Weihnachtsmarkt erwarteten uns viele Buden und Verkaufsstände mit einer großen Vielfalt. Von Schnitzkunst, über Geschenke, Kerzen, weihnachtliches Gebäck und ganz vieles mehr wurde hier angeboten. Natürlich ist für das leibliche Wohl auch bestens gesorgt. Der Duft von Gebratenem und von Heißgetränken strömte über den Platz. Ein besonderer Anziehungspunkt ist auch die aus Holz geschnitzte Darstellung der Geburt des Christus Kindes in Bethlehem. Ganz selbstverständlich standen neben den Krippenfiguren ein echter Esel mit Schäfchen und einer Zeige, natürlich auch zum Streicheln gedacht.
Auch alle Häuser um den Marktplatz waren geschmückt, das konnte man schon erkennen. Aber ein ganz besonderes Flair verbreiteten sie ab Einbruch der Dunkelheit. Nicht nur den Dachkästen, auch an Giebelecken und an Fensterbänken gibt es prächtige Lichterketten und mehr. Selbst die Eislaufbahn, die bereits am Tage gut besucht war, wurde mit farbigen Bühnenstrahlern besonders beleuchtet.
Etwa gegen 19 Uhr kamen dann auch Nikolaus und Krampus auf den Weihnachtsmarkt zu den Kindern. Der Krampus ist im Brauchtum eine Schreckgestalt in Begleitung des heiligen Nikolaus.
Ich kenne dieses Brauchtum nur aus einigen katholisch geprägten Regionen in Deutschland. Der heilige Nikolaus kommt im Bischofsgewand mit seinem Stab daher und der Krampus – eine Gestalt hier mit gruselig aussehender Teufelsmaske und einem auf dem Rücken hängenden Sack – begleitet ihn. Ähnlich wie bei uns können die Kinder ein Gedicht aufsagen oder ein Liedchen singen und bekommen dafür vom Nikolaus eine kleine Süßigkeit.
Die Kinder, die aber sehr böse im Jahr gewesen sein sollen, die steckt der Krampus in seinen Sack und nimmt diese dann mit fort. Deshalb ragten unten aus dem Sack auch ein paar dünne mit Wolle bestrickte Beine heraus. Auch wir verweilten etwas und lauschten den Kindern bei ihren Vorträgen und Gesängen, auch wenn wir kein Wort davon verstanden, aber das ist hier sicher auch zweitrangig. Danach bummelten wir weiter über den Weihnachtsmarkt um das eine oder andere zu bestaunen und auch etwas für uns und unsere Leben mitzunehmen.
Autor: khhIn einer Pension in Franzensbad hatten wir Zimmer gebucht. Der Kurort selbst ist schon eine Reise wert. Am Samstag sind wir bereits am Vormittag nach Cheb (früher Eger) auf den Weihnachtsmarkt gefahren, aber auch am späteren Abend bei Dunkelheit kamen wir nochmals wieder und erlebten hier ein für uns ungewöhnliches Brauchtum.
Bereits die Zufahrtsstraßen in die Stadt sind entsprechend vorweihnachtlich geschmückt. Auch die Haupteinkaufsstraßen und der große Marktplatz bietet ein besonderes Bild. Auf dem Weihnachtsmarkt erwarteten uns viele Buden und Verkaufsstände mit einer großen Vielfalt. Von Schnitzkunst, über Geschenke, Kerzen, weihnachtliches Gebäck und ganz vieles mehr wurde hier angeboten. Natürlich ist für das leibliche Wohl auch bestens gesorgt. Der Duft von Gebratenem und von Heißgetränken strömte über den Platz. Ein besonderer Anziehungspunkt ist auch die aus Holz geschnitzte Darstellung der Geburt des Christus Kindes in Bethlehem. Ganz selbstverständlich standen neben den Krippenfiguren ein echter Esel mit Schäfchen und einer Zeige, natürlich auch zum Streicheln gedacht.
Auch alle Häuser um den Marktplatz waren geschmückt, das konnte man schon erkennen. Aber ein ganz besonderes Flair verbreiteten sie ab Einbruch der Dunkelheit. Nicht nur den Dachkästen, auch an Giebelecken und an Fensterbänken gibt es prächtige Lichterketten und mehr. Selbst die Eislaufbahn, die bereits am Tage gut besucht war, wurde mit farbigen Bühnenstrahlern besonders beleuchtet.
Etwa gegen 19 Uhr kamen dann auch Nikolaus und Krampus auf den Weihnachtsmarkt zu den Kindern. Der Krampus ist im Brauchtum eine Schreckgestalt in Begleitung des heiligen Nikolaus.
Ich kenne dieses Brauchtum nur aus einigen katholisch geprägten Regionen in Deutschland. Der heilige Nikolaus kommt im Bischofsgewand mit seinem Stab daher und der Krampus – eine Gestalt hier mit gruselig aussehender Teufelsmaske und einem auf dem Rücken hängenden Sack – begleitet ihn. Ähnlich wie bei uns können die Kinder ein Gedicht aufsagen oder ein Liedchen singen und bekommen dafür vom Nikolaus eine kleine Süßigkeit.
Die Kinder, die aber sehr böse im Jahr gewesen sein sollen, die steckt der Krampus in seinen Sack und nimmt diese dann mit fort. Deshalb ragten unten aus dem Sack auch ein paar dünne mit Wolle bestrickte Beine heraus. Auch wir verweilten etwas und lauschten den Kindern bei ihren Vorträgen und Gesängen, auch wenn wir kein Wort davon verstanden, aber das ist hier sicher auch zweitrangig. Danach bummelten wir weiter über den Weihnachtsmarkt um das eine oder andere zu bestaunen und auch etwas für uns und unsere Leben mitzunehmen.








